Die Vorwerk-Beraterin sass um halb drei an unserem Stubentisch. Elsbeth hatte Kaffee gemacht und Nussgipfel vom Beck hingestellt. Die Frau war freundlich, kompetent und hatte eine kleine Dose mit Testschmutz dabei, den sie auf unseren Plattenboden streute. Dann zog sie den Kobold einmal darüber, und der Boden war sauber.
Ich habe genickt und aus der Küche mein eigenes Glas geholt. Darin ist Splitt vom Trottoir, gesammelt im letzten Winter vor der Überbauung, in der ich 30 Jahre lang Hauswart war. Splitt ist ehrlicher als jeder Testschmutz. Er ist kantig, er klemmt sich in Fugen, und er zeigt dir in zehn Sekunden, ob eine Bürste greift oder nur schiebt. Die Beraterin hat gelacht und gesagt, das habe noch niemand gemacht.
Wir haben den Kobold VK7 mit Elektrobürste EB7 und Saugwischer SP7 danach ganz normal bestellt und bezahlt. Dass ich für einen Testbericht schreibe, habe ich nicht erwähnt. 39 Tage lief er in unserer Dreizimmerwohnung in Burgdorf, mit 42 Quadratmetern Plattenboden, zwei Parkettzimmern und einem Wollteppich in der Stube. Hier ist meine Abrechnung.
Vorwerk Kobold VK7 mit EB7 und SP7
Als Saugwischer auf Platten das Beste, was ich kenne. Als reiner Sauger gut, aber teuer. Säcke statt Staubwolke.
- Saugwischer holt Schmutz aus den Plattenfugen, den der Mopp liegen lässt
- Platten nach drei Minuten trocken
- Filtertüte lässt sich ohne Staubkontakt wechseln
- Jedes Einzelteil ist nachkaufbar
- Langes Haar wickelt sich um die Walze der EB7
- Im Automodus reicht eine Ladung knapp für 81 Quadratmeter
- Mit Saugwischer fast 4 Kilo in der Hand
- Hoher Einstiegspreis, Sets nur über Beratung
Unser Fazit: Wer viel Plattenboden hat und gern feucht aufnimmt, ohne Kessel und nasse Fugen, bekommt mit dem VK7 und dem SP7 ein Gerät, das ich meinen alten Mietern empfehlen würde. Wer nur saugen will, zahlt hier zu viel.
Wie man in der Schweiz zu einem Kobold kommt
Vorwerk verkauft den Kobold in der Schweiz vor allem über Beraterinnen und Berater, die zu dir nach Hause kommen. Vorwerk nennt das Kobold-Erlebnis. Im Onlineshop gibt es Zubehör und Verbrauchsmaterial, die grossen Sets bestellst du meistens über die Beratung. Das ist ungewohnt, wenn man sonst bei Galaxus oder Interdiscount mit zwei Klicks kauft. Es hat aber einen Vorteil: Du kannst das Gerät auf deinem eigenen Boden ausprobieren, bevor du unterschreibst.
Die Preise bei Vorwerk Schweiz beim Schreiben: Der VK7 beginnt bei 1’399 Franken. Der Saugwischer SP7 kostet einzeln ab 549 Franken. In den Sets wird es günstiger als die Summe der Einzelteile, die genauen Beträge wechseln mit den Aktionen. Frag nach dem aktuellen Setpreis und lass ihn dir schriftlich geben. Das habe ich als Hauswart bei jeder Offerte so gemacht.
Der VK7 ist seit Herbst 2022 auf dem Markt und bis heute das Akku-Spitzenmodell von Vorwerk. Das Prinzip ist ein Baukasten. Im Handteil sitzen Motor, Akku und der Sack, unten klickst du ein, was du gerade brauchst: Elektrobürste, Saugwischer oder Polsterdüse. Unsere Waage zeigte mit Elektrobürste 3,5 Kilo, mit gefülltem Saugwischer 3,8. Das spürt man. Aber der Reihe nach, zuerst kam der Splitt.
Woche 1: saugen, wo es knirscht
Mein Splitt-Test geht so: ein gestrichener Esslöffel Splitt und ein Teelöffel feiner Sand auf einen Meter Plattenboden im Gang, gut in die Fugen gedrückt. Dann zwei Bahnen im Automodus. Die EB7 hat den groben Splitt in der ersten Bahn aufgenommen, ohne ihn herumzuschleudern. Nach der zweiten Bahn war auch der Sand aus den Fugen verschwunden. Nur an der Sockelleiste lagen ein paar Körner, weil die Bürste seitlich nicht ganz an die Wand kommt. Mit der Fugendüse war das in einer halben Minute erledigt.
Die automatische Bodenerkennung hat in 39 Tagen nie versagt. Auf dem Wollteppich in der Stube dreht sie hoch, auf dem Parkett im Schlafzimmer wieder runter. Man hört den Wechsel, man muss nichts drücken. Auf dem Teppich hat mein Messgerät aus einem Meter 76 dB angezeigt, im Boost 81 dB. Das ist nicht leise, aber auch nicht lauter als bei anderen Akkusaugern dieser Klasse.
«Tönt wie der alte, den ihr im Keller vom Block hattet. Nur ohne Kabel, über das man stolpert!» Elsbeth am ersten Abend
Elsbeth meint den Kobold mit Kabel, der 20 Jahre lang in meinem Hauswartraum stand und jeden Treppenhausboden der Überbauung gesehen hat. Den hat keiner geschont, und er hat trotzdem durchgehalten. Beim VK7 ist das Tempo ein anderes, der eigentliche Unterschied liegt aber in der Tüte.
Der Sack: sauber im Wechsel, spürbar in der Rechnung
Fast alle Akkusauger sammeln den Schmutz heute in einem Behälter, den du über dem Kehrichtsack ausklopfst. Der VK7 arbeitet mit einer FP7-Filtertüte. Ist sie voll, ziehst du an einer Lasche, und die Öffnung klappt beim Herausziehen von allein zu. Staub bekommst du dabei weder zu sehen noch in die Nase.
In meiner Hauswartzeit habe ich mehr Staubsauger in Waschküchen ausgeleert, als ich zählen möchte. Bei Behältergeräten stand ich danach immer im Staub. Beim VK7 ziehe ich den Staubsack über dem Kehrichtsack aus dem Fach, und meine Hände bleiben sauber. Wer Allergien hat, wird das mögen.

Dann die Rechnung. Bei uns leben zwei Erwachsene ohne Haustiere. Ein Sack hielt 26 Tage. Das macht rund 14 Säcke im Jahr. Vorwerk Schweiz verlangt für sechs FP7-Säcke 19 Franken, das ergibt etwa 45 Franken pro Jahr nur für Säcke. Mit Hund oder Katze sind es schnell doppelt so viele.
| Laufende Kosten | Bei uns pro Jahr | Bemerkung |
|---|---|---|
| FP7-Filtersäcke | rund 45 Franken | 14 Säcke, 6er-Pack 19 Franken |
| Reinigungsmittel für den SP7 | wenige Franken | 3 ml pro Tankfüllung laut Vorwerk |
| Wischtücher | nach Verschleiss | drei im Wechsel, Wäsche bei 60 Grad |
| Zweiter Akku | einmalig, falls nötig | nur bei grossen Wohnungen sinnvoll |
Über zehn Jahre gerechnet landen also allein für Säcke gegen 450 Franken im Einkaufskorb. Das sagt dir am Stubentisch niemand, darum schreibe ich es hier hin. Und dann ist da noch der Akku.
Laufzeit: gestoppt, nicht geschätzt
Vorwerk gibt für das Saugen bis zu 30 Minuten an. Ich habe jede Stufe mit der Stoppuhr gemessen, immer mit vollem Akku.
| Einsatz | Gestoppt |
|---|---|
| Kleinste Stufe, nur Platten | 30 Minuten bis zum Abschalten |
| Automodus, ganze Wohnung (81 m²) | 19 Minuten, danach noch 34 % Akku |
| Boost ohne Pause | 10 Minuten |
| Saugwischen, 42 m² Platten | 13 Minuten, danach noch 52 % Akku |
| Laden von leer auf voll | 2 Stunden 10 Minuten |
Unsere 81 Quadratmeter schafft er mit einem Akku problemlos. Für ein Einfamilienhaus mit 140 Quadratmetern und Teppichen wird es knapp, dann braucht es einen zweiten Akku. Der Tausch dauert drei Sekunden, ohne Werkzeug. So muss das sein. Richtig überzeugt hat mich der VK7 aber erst mit dem Aufsatz, den ich am Anfang für eine Spielerei gehalten hatte.
Der Saugwischer SP7 auf 42 Quadratmetern Platten
Der SP7 saugt und wischt gleichzeitig. Vorne nimmt er Staub und Krümel auf, dahinter bewegt sich ein Mikrofasertuch in kleinen, schnellen Kreisen. Er dosiert Wasser und Reinigungsmittel selbst, laut Vorwerk reichen 300 Milliliter Wasser und 3 Milliliter Reiniger für bis zu 60 Quadratmeter. Bei mir waren es mit einer Füllung 49 Quadratmeter, weil ich die Fugen im Gang auf der höheren Feuchtestufe gemacht habe.
Den Härtetest hat uns Elsbeths Regel geliefert. Am Sonntagmorgen ist beim Zopf ein Klecks Aprikosenkonfitüre vor dem Kühlschrank gelandet. Sonntags wird bei uns nicht getestet, also blieb er liegen. Am Montag um sieben war er eingetrocknet, glänzend und hart wie Lack. Der SP7 brauchte zwei Bahnen. Mit meinem alten Mopp hätte ich dafür den Kessel geholt und zweimal nachgewischt.

Was mich als Hauswart mehr beeindruckt hat, waren die Fugen. Graue Zementfugen werden mit dem Mopp über die Jahre dunkel, weil man den Schmutz hineinwischt, statt ihn herauszuholen. Nach vier Durchgängen mit dem SP7 waren die Fugen im Gang sichtbar heller. Nicht wie neu, aber heller. Das Wasser, das der SP7 auf den Boden bringt, ist so wenig, dass die Platten nach drei Minuten trocken waren. Auf unserem Parkett habe ich ihn auf der niedrigsten Stufe benutzt, ohne Wasserränder.
Eine Sache muss man wissen. Einen Tank für das Schmutzwasser gibt es beim SP7 nicht, alles, was er löst, sammelt sich im Mikrofasertuch. Nach Gang, Küche und Bad sah es aus wie ein alter Putzlappen und kam in die Waschmaschine. Wir haben drei Tücher im Wechsel, Elsbeth wäscht sie bei 60 Grad mit den Küchentüchern. Wer keine eigene Maschine hat und in die Waschküche muss, sollte das einplanen. Ganz ohne Ärger ging es aber nicht.
Haare und andere Ärgernisse
Wir haben keine Tiere. Für den Haartest hat mir meine Kollegin Regula aus Bern einen Briefumschlag geschickt. Darin: zwei Gramm Katzenhaar von ihrem Kater Mäxu, sauber abgewogen. Der Pöstler hat den Umschlag beim Übergeben etwas länger angeschaut als sonst.
Die Haare kamen auf den Wollteppich in der Stube. Aufgenommen hat die EB7 alles. Danach sass ein Teil davon aber als dünner Filz auf der Walze. Nach dem dritten Durchgang, also sechs Gramm, war die Walze so eingewickelt, dass ich sie herausnehmen und mit einer Schere aufschneiden musste. Elsbeths lange Haare haben im Alltag dasselbe gemacht, nur langsamer. Die EB7 hat keine Technik gegen das Aufwickeln, und das ist bei diesem Preis nicht mehr zeitgemäss.

Was mich ebenfalls gestört hat: Die EB7 ist ziemlich hoch gebaut. Die 9 Zentimeter unter der Kommode im Schlafzimmer waren ihr zu wenig. Wer viele tiefe Möbel hat, kombiniert besser mit einem flachen Roboter. Regula hat in Bern den Roborock Saros 20 geprüft, einen Roboter mit knapp 8 Zentimetern Bauhöhe.
Dritter Punkt: das Gewicht. Mit gefülltem SP7 fast 4 Kilo. Nach der ganzen Wohnung spüre ich das im rechten Unterarm, und ich habe 30 Jahre lang Kessel getragen. Die Kanten des weissen Gehäuses sind nach 39 Tagen noch sauber, allerdings lehne ich ihn nie an den Türrahmen. Als Hauswart weiss man, wo Kratzer herkommen.
Was ein Hauswart an ihm schätzt
Ich habe in der Überbauung viele Akkusauger von Mietern gesehen, die nach drei Jahren im Sperrgut landeten. Meistens war der Akku schwach, und Ersatz gab es keinen mehr. Bei Vorwerk kannst du Akku, Bürstenwalze, Netzteil und Wischtücher als Einzelteile nachbestellen, und die Geräte lassen sich reparieren. Das rechtfertigt nicht jeden Franken des Preises, aber einen guten Teil davon.
Dazu kommt die App MyKobold. Ich bin kein App-Mensch. Aber sie hat mich zweimal daran erinnert, die Walze zu reinigen, bevor die Leistung nachliess. Das ist genau die Art Hinweis, die ich früher mit Filzstift auf die Geräte im Hauswartraum geschrieben habe.
Technische Daten
| Was | Kobold VK7 |
|---|---|
| Auf dem Markt seit | Herbst 2022 |
| Preis Schweiz beim Schreiben | ab 1’399 Franken, SP7 einzeln ab 549 Franken |
| Saugzeit laut Vorwerk | bis zu 30 Minuten |
| Akku | wechselbar ohne Werkzeug |
| Leistungsstufen | vier, dazu Boost und ein Automodus, der den Boden erkennt |
| Staub | in der FP7-Filtertüte, Sechserpack 19 Franken |
| Saugwischer SP7 | bis 60 m² mit 300 ml Wasser und 3 ml Reiniger laut Vorwerk |
| Gewicht bei uns gewogen | 3,5 kg mit EB7, 3,8 kg mit gefülltem SP7 |
Nach welchem Schema wir Laufzeit, Lautstärke und Folgekosten erheben, beschreiben wir unter So testen wir. Am Ende entscheidet aber dein Boden.
Wem ich ihn empfehlen würde
Meine ehrliche Meinung: Ohne Saugwischer würde ich den VK7 nicht kaufen. Nur zum Saugen gibt es für weniger Geld Geräte, die das genauso gut können. Erst der SP7 macht aus ihm ein Gerät, das auf Platten keine Konkurrenz hat.
Alternativen
- Dyson V16 Piston Animal: Längere Laufzeit, mehr Saugkraft und eine Düse, auf der sich Haare nicht festwickeln. Wischen kann er nicht, und den Staub sammelt er in einem Behälter. Regula hat ihn mit ihrem Kater geprüft, hier ist ihr Test des Dyson V16.
- Vorwerk Kobold VB100: Der kleine Bruder, leichter und günstiger, ebenfalls mit Sack. Für eine kleine Wohnung ohne Wischbedarf reicht er.
- Nass-Trocken-Sauger mit Walze, etwa von Tineco oder Dreame: Eine nasse Rolle nimmt Schmutz und Wasser in einem Zug auf und spült sich danach in der Station selbst. Kosten weniger, sind aber lauter und machen Parkett nasser.
Weitere Haushaltsgeräte aus unseren Tests findest du im Ratgeber. Und wer nach den Böden die Fenster angehen will: Parallel lief bei mir der Test des Kärcher WV 6 Plus an unserer Balkonverglasung.
Meine Abrechnung nach 39 Tagen
Der Kobold VK7 ist kein unverwüstlicher Klotz wie das alte Kabelgerät im Hauswartraum. Er ist ein modernes Akkugerät mit den üblichen Schwächen: Gewicht, Laufzeit, Haare an der Walze. Dafür ist er sauber gebaut, jedes Teil ist nachkaufbar, und der Sack ist für jeden, der keinen Staub sehen will, ein echtes Argument.
Sein Trumpf ist der Saugwischer. Auf 42 Quadratmetern Platten habe ich nie etwas Besseres in der Hand gehabt, und ich hatte viel in der Hand. Wenn du Plattenboden hast und ihn richtig sauber willst, ohne Kessel und ohne nasse Fugen, ist das dein Gerät. Wer einen Hund hat und nie feucht aufnimmt, ist bei einem anderen Gerät besser aufgehoben.
Die Beraterin hat übrigens nach drei Wochen angerufen und gefragt, ob wir zufrieden sind. Ich habe Ja gesagt und gefragt, ob sie ihren Testschmutz inzwischen durch Splitt ersetzt hat. Sie hat gelacht. Elsbeth meint, das sei ein Nein gewesen.
Häufige Fragen zum Kobold VK7
Wo kann man den Kobold VK7 in der Schweiz kaufen?
Vorwerk Schweiz verkauft den VK7 vor allem über Beraterinnen und Berater, die zu dir nach Hause kommen. Zubehör und Filtersäcke gibt es im Onlineshop von Vorwerk. Der VK7 beginnt beim Schreiben bei 1’399 Franken, der Saugwischer SP7 kostet einzeln ab 549 Franken.
Was kosten die Filtersäcke für den VK7?
Vorwerk Schweiz verlangt für sechs FP7-Säcke 19 Franken. Ohne Haustiere hielt ein Sack bei uns 26 Tage, das sind rund 45 Franken im Jahr. Mit Tieren musst du mit etwa doppelt so viel rechnen.
Wie weit kommt der Kobold VK7 mit einer Akkuladung?
Auf der kleinsten Stufe haben wir 30 Minuten gestoppt. Im Automodus schaffte er 81 Quadratmeter und hatte danach noch 34 Prozent, im Boost war nach 10 Minuten Schluss. Der Akku lässt sich ohne Werkzeug wechseln.
Kann man mit dem SP7 auch Parkett wischen?
Ja, auf der niedrigsten Feuchtestufe. Der SP7 bringt so wenig Wasser auf den Boden, dass unser Parkett nach wenigen Minuten trocken war und keine Ränder hatte. Bei unversiegeltem Holz würden wir vorher an einer unauffälligen Stelle testen.
