Über Top Tested Picks
Am Anfang stand ein Akkusauger, der auf drei Vergleichsseiten Testsieger war und nach sieben Wochen aufgab. Wir wollten wissen, wie das sein kann. Heraus kam diese Seite.

Eine blockierte Bürste und eine Tabelle
Bern, Herbst 2022. Regula Wüthrich sitzt auf dem Boden ihres Wohnzimmers in der Länggasse, den Akkusauger auf den Knien, eine Nagelschere in der Hand. Die Bürstenwalze dreht sich nicht mehr, weil sich die Haare ihres Katers Mäxu so fest darum gewickelt haben, dass nichts mehr geht. Das Gerät ist genau sieben Wochen alt.
Gekauft hatte sie es, weil es auf drei Vergleichsseiten zuoberst stand. Erst jetzt las sie die Texte ein zweites Mal und merkte: Sie klangen fast identisch. Gleiche Zahlen, gleiche Vorteile, zweimal sogar derselbe Satz. Über Tierhaare stand kein Wort. Über eine Walze, die verstopft, ebenfalls nicht.
Noch am gleichen Abend rief sie Reto Tschümperlin an. Die beiden hatten jahrelang in derselben Berner Werkstatt Geräte geflickt, bevor Reto in die Informatik wechselte und nach Luzern zog. Er ärgerte sich gerade über eine Powerbank, die sein Handy laut Verpackung viermal laden sollte und es auf der Strecke nach Zürich knapp zweimal schaffte. Die beiden legten eine Tabelle an. Links das Versprechen des Herstellers, rechts das, was im echten Alltag passiert.
Diese rechte Spalte ist bis heute unser wichtigstes Werkzeug. Sie ist nur um einiges länger geworden.
Worum es uns geht
Wir möchten, dass du etwas kaufst, das du in einem Jahr noch gerne brauchst. Nicht das Produkt mit den meisten Sternen oder der grössten Werbekampagne, sondern das, das bei dir zu Hause funktioniert.
Dafür müssen wir Dinge herausfinden, die auf keiner Schachtel stehen. Weckt das Mahlwerk um 5.10 Uhr den ganzen Hof? Hält der Kopfhörer im vollen Zug, wenn neben dir jemand laut telefoniert? Fährt der Mähroboter um den Sandkasten herum oder mitten hinein? Solche Antworten gibt es nur nach Wochen im Alltag. Also nehmen wir uns diese Wochen.
So entsteht ein Test
Jeder Test startet mit einer Frage, die du dir auch stellen würdest. Nicht «Welcher Kaffeevollautomat ist der beste?», sondern «Welcher macht einen Cappuccino wie im Café, mit dem kleinsten Putzaufwand pro Woche?». Diese Frage heisst bei uns Hauptziel, und du findest sie auf jeder Karte unter Laufende Tests.
Danach folgen vier Schritte:
- Vorauswahl: Wir schauen, was wirklich gekauft und in Foren diskutiert wird und wonach du uns fragst. Übrig bleiben meist vier bis acht Modelle.
- Einkauf: Jedes Gerät bestellen wir selbst, bei Schweizer Händlern und zum regulären Preis in Franken. Keine Leihgeräte, keine Presseexemplare.
- Alltag: Die Geräte ziehen bei unseren Testerinnen und Testern ein, drei bis neun Wochen lang. Mit Stoppuhr, Waage, Schallpegelmesser und Notizbuch.
- Testbericht: Erst wenn alle Werte vorliegen, wird geschrieben. Eine zweite Person aus dem Team liest mit und stellt die Fragen, die du stellen würdest.
Die ganze Methode mit allen Bewertungsbögen liest du unter So testen wir. Die Resultate stehen in unseren Testberichten. Zuerst aber zu den Menschen dahinter.

Das Team
Wir sind zwölf Personen in zwölf Haushalten, verteilt über die Deutschschweiz, die Romandie und das Tessin. Wir haben kein Labor und keine Kittel, dafür Kinder, Katzen, einen Appenzeller, Nachbarn mit Meinungen und Küchen, die jeden Tag laufen. Die meisten sind so zu uns gekommen wie Käthi: mit einer E-Mail, in der eine Korrektur oder eine gute Frage stand.

Mitgründerin. Gelernte Elektronikerin, acht Jahre in einer Reparaturwerkstatt für Haushaltgeräte.
Regula wohnt mit ihrem Mann Stefan, den Kindern Anina und Luca sowie zwei Katzen in einer Altbauwohnung von 96 Quadratmetern in der Berner Länggasse. Das Haus stammt von 1908: knarrende Riemenböden aus Eiche, Türschwellen bis 3,1 Zentimeter und 14 Fenster, eines davon mit Sprossen. Ein Saugroboter findet das gemein. Regula findet es ideal.
Kater Mäxu, grau, Britisch Kurzhaar und 5,8 Kilo schwer, verliert im Sommer Haare in Mengen, die jede Bürste an ihre Grenzen bringen. Katze Rosa, rot und zierlich, haart kaum, begegnet neuen Geräten aber mit tiefem Misstrauen. Dazu kocht die Küche an fünf Abenden pro Woche für vier und am Morgen den Znüni für zwei Schulkinder. Übersteht ein Gerät vier Wochen bei Wüthrichs, übersteht es fast alles.
Aus der Werkstatt hat Regula eine Angewohnheit mitgenommen: Sie schraubt jedes Gerät auf. Sie will sehen, wo sich Haare sammeln, welche Teile aus dünnem Plastik sind und ob sich der Akku tauschen lässt. Stefan hilft auf seine Art. Für einen Hindernistest hat er in einem Scherzartikelladen in der Altstadt einen Hundehaufen aus Kunststoff besorgt und war darauf ausgesprochen stolz.

Mitgründer. Gelernter Elektroniker, heute IT-Berater in Zürich.
Seit sechs Jahren pendelt Reto jeden Werktag von Luzern nach Zürich und zurück, gut 45 Minuten pro Weg im Doppelstöcker. Handys, Kopfhörer und Powerbanks testet er dort, wo sie es schwer haben: im Tunnel zwischen Zug und Thalwil, wo der Empfang abreisst, im vollen Wagen kurz nach sieben und am Abend, wenn der Akku nach einem langen Tag noch für das Hörbuch auf dem Heimweg reichen soll.
Seine Frau Seraina testet unfreiwillig mit. Beim Joggen um den Rotsee ist ihr ein Stöpsel aus dem Ohr gefallen, und in der Badewanne ist ihr ein E-Reader untergegangen. Zu seinem neuen Handy sagte sie einmal nur: «Sieht aus wie dein altes.» Seither fragt Reto bei jedem Gerät zuerst, ob man den Fortschritt im Alltag überhaupt bemerkt.
Im Zug sammelt er Beobachtungen, die sonst niemand notiert. Etwa, welche Ladegeräte in den Steckdosen der SBB-Wagen wackeln und welche Kopfhörer die Durchsagen so gründlich schlucken, dass man den Halt in Zug verpasst. Das ist ihm genau einmal passiert.

Hat 25 Jahre in einer Landbeiz im Emmental gekocht.
Zu uns gestossen ist Käthi per E-Mail. Im Frühling 2023 schrieb sie, unsere Angabe zur Milchschaumtemperatur bei einem Vollautomaten sei so nicht möglich. Sie hatte recht. Wir haben den Fehler korrigiert, sie gefragt, ob sie mittesten möchte, und sie hat zugesagt.
Sie lebt mit ihrem Mann Ernst auf einem Hof oberhalb von Langnau. Ernst ist Landwirt und will um 5.10 Uhr vor dem Melken einen Kaffee, der ohne Theater aus der Maschine kommt. Tochter Seline studiert in Bern und kauft seit einem von Käthis Tests keinen Kaffee mehr unterwegs, weil ihre Mutter die Rechnung an den Kühlschrank geklebt hat.
In der Beiz hat sie an manchem Sonntag weit über hundert Kafi Crème herausgegeben. Genau so schaut sie auf eine Maschine: Hält sie durch, wenn die ganze Verwandtschaft am Tisch sitzt? Neben jeder Maschine liegt bei Käthi ein kariertes Heft mit Uhrzeit, Getränk, Einstellung und einer Note von 1 bis 5. Beim letzten Vollautomaten kamen 386 Einträge zusammen. Ernst findet das übertrieben und schreibt trotzdem jeden Morgen mit.

Physiotherapeutin in einer Praxis für Orthopädie und Sportverletzungen.
Tagsüber behandelt Margrit verspannte Nacken und schmerzende Schultern. Abends prüft sie Kissen, Massagegeräte, Smart Rings, Lichtwecker und alles, was mehr Wohlbefinden verspricht. Sie liest zuerst die Inhaltsstoffe und die Studien, erst danach das Werbeversprechen.
Am Wochenende steigt sie mit Stöcken auf den Weissenstein. Dort merkt sie, ob ein Pulsmesser am Handgelenk mit dem Brustgurt mithält oder bei jeder Steigung aus dem Takt kommt. Ihr Mann Walter begleitet sie meistens bis zur ersten Beiz und wartet dort bei einem Kafi.
Ihre grösste Stärke ist Ausdauer. Einen Schlafring hat sie 62 Nächte getragen, ein Nackenkissen 45 Nächte mit Tagebuch geprüft. Als der Ring einmal bei ihrer Mutter in Grenchen am Lavabo liegen blieb, rief diese am Abend an und fragte vorsichtig, ob Walter ihr nach 28 Ehejahren einen neuen Ehering geschenkt habe, einen ziemlich klobigen. Es war nur ein Testgerät.

Geometer, läuft seit 14 Jahren drei- bis viermal pro Woche der Aare entlang.
Beat lebt mit seiner Frau Andrea, Sohn Jonas und dessen jüngerer Schwester Lara in einem Doppeleinfamilienhaus am Stadtrand von Thun, mit Blick auf den Niesen. Der Garten hat einen Hang mit 27 Prozent Steigung, einen Apfelbaum, Gemüsebeete und einen Sandkasten. Für Mähroboter ist das eine Prüfung. Für Beat ist es der Grund, warum er sie so gerne testet.
Beruflich misst er auf den Zentimeter genau, und genau so arbeitet er auch im Garten. Sportuhren vergleicht er mit einem Brustgurt, Grills mit zwei Thermometern gleichzeitig, und den Gasverbrauch rechnet er pro Grillabend aus. Andrea hört sich diese Rechnungen geduldig an, beim dritten Mal allerdings nicht mehr ganz so gerne.
Grilliert wird bei Aeschlimanns auch im Januar, notfalls mit Schnee auf dem Deckel. Der Nachbar, Herr Gerber, schwört seit elf Jahren auf Holzkohle und hält Gas für kein richtiges Grillieren. Neuerdings fragt er trotzdem, ob er am Donnerstag kurz den Gasgrill ausleihen darf.

War 30 Jahre Hauswart in einer Überbauung mit 84 Wohnungen.
Drei Jahrzehnte lang hat Urs Treppenhäuser, Tiefgaragen, Waschküchen und Fensterfronten sauber gehalten. Er weiss, wie ein Kellerboden nach einem nassen Winter aussieht und wie viele Saugroboter nach drei Monaten im Estrich landen. Heute testet er Akkusauger, Fenstersauger und Wischroboter in seiner Dreizimmerwohnung in Burgdorf, auf 42 Quadratmetern Plattenboden und an einer verglasten Balkonfront.
Seine Frau Elsbeth hat ihm eine einzige Regel gegeben: Getestet wird nicht am Sonntag. Urs hält sich daran, meistens. Dafür steht am Montag um sieben der Fenstersauger bereit, und bis zum Znüni ist jede Scheibe zweimal gemacht, einmal mit dem Gerät und einmal von Hand zum Vergleich.
Aus seiner Zeit als Hauswart hat er einen strengen Blick mitgenommen. Ein Gerät, das nur auf der glatten Fliese im Werbevideo glänzt, fällt bei ihm am ersten Tag auf. Einige frühere Mieter rufen ihn übrigens heute noch an, wenn in der Waschküche die Maschine blinkt. Er geht meistens hin.

Seit über 30 Jahren mit Hunden und Katzen, halbtags am Empfang einer Tierarztpraxis.
Vreni lebt in einem alten Bauernhaus am Dorfrand von Worb, zusammen mit ihrem Mann Fritz, den Katzen Minou und Tiger und dem Appenzeller Sennenhund Bläss. Bläss ist vier Jahre alt, 26 Kilo schwer und überzeugt, dass jedes neue Paket ihm gehört. Er prüft jeden Napf, jede Kamera und jede Bürste zuerst, meistens mit der Nase und manchmal mit den Zähnen.
Katzentoiletten, Futterautomaten und Trinkbrunnen stehen bei Vreni im Hausgang, wo es im Winter kühl wird und im Sommer staubt. Dort zeigt sich schnell, welcher Sensor zickt und welcher Brunnen nach zehn Tagen einen grünen Rand hat. Minou benutzt ein neues Klo übrigens erst, wenn Tiger es zweimal ausprobiert hat. Das steht in keiner Anleitung, kommt aber bei vielen Katzen vor.
Am Empfang der Praxis hört Vreni jeden Tag, was Tierhalter wirklich beschäftigt: Haare auf dem Sofa, ein Hund, der allein zu Hause bellt, eine Katze, die plötzlich nicht mehr trinkt. Diese Fragen bringt sie in unsere Tests mit. Und wenn eine Hundekamera behauptet, sie erkenne Bellen, dann bellt Bläss so lange, bis wir es wissen.

Seit 25 Jahren im Aussendienst zwischen Genf und St. Gallen unterwegs.
An vier Tagen pro Woche sitzt Pierre-Alain im Zug, im Auto oder in einem Hotelzimmer, dessen einzige Steckdose hinter dem Bett versteckt ist. Koffer, E-Reader und Reisegepäck testet er also dort, wo es wirklich weh tut: auf den Treppen im Bahnhof Lausanne, im Gedränge im Zürcher HB und auf dem Kopfsteinpflaster der Fribourger Unterstadt.
Aufgewachsen ist er zweisprachig, der Vater aus Bulle, die Mutter aus Düdingen. Seine Testnotizen schreibt er deshalb in einem Mix aus Französisch und Deutsch, den nur er ganz versteht. Wir gehen sie jeweils gemeinsam durch, bei einem Café in der Buvette am Bahnhof.
An einem Koffer zählt er Kilometer wie andere an einem Auto. Sein letzter Kabinenkoffer rollte rund 380 Kilometer über Perrons, Trottoirs und Hotelflure, bis das erste Rad zu quietschen begann. Seine Frau Nathalie sagt, sie höre ihn inzwischen am Rollgeräusch, bevor er die Haustür aufschliesst.

War 30 Jahre Pflegefachfrau im Nachtdienst.
Rosanna hat drei Jahrzehnte lang gearbeitet, während andere schliefen. Sie weiss, wie sich zu wenig Schlaf nach der fünften Nacht in Folge anfühlt und wie gerne man dann jedem Wunderversprechen glaubt. Genau deshalb glaubt sie keinem. Matratzen, Kissen und Schlafhilfen prüft sie mit einem Tagebuch auf dem Nachttisch, jeden Morgen zwei Minuten, auch am Sonntag.
Sie lebt mit ihrem Mann Franco in einer Wohnung mit Steinbalkon über der Altstadt von Bellinzona. Rosanna schläft auf der rechten Seite und hat nachts eher warm. Franco misst 1,91 Meter, liegt auf dem Rücken und schläft überall innert Minuten ein. Für Matratzentests ist das ein Glücksfall, denn eine Matratze muss bei den beiden zwei völlig unterschiedliche Körper überzeugen.
Im Tessin kommt eine Prüfung dazu, die man nördlich des Gotthards gerne unterschätzt: Sommernächte, in denen es im Schlafzimmer um Mitternacht noch 26 Grad hat. Eine Matratze, die dort kühl bleibt, bleibt es überall. Und das Wasserglas am Fussende, das jede Bewegung verrät? Das hat Franco schon zweimal umgestossen. Aus Protest, sagt er.

Schlosser mit eigener Werkstatt in einer alten Scheune.
Hansruedi hat sein ganzes Berufsleben lang Geländer, Tore und Treppen geschweisst. Wer bei ihm einen Grill auspackt, sieht zuerst die Wasserwaage. Steht der Rost nicht gerade, läuft das Fett auf eine Seite, und dann wird die Bratwurst auf der anderen trocken. So einfach ist das für ihn.
In Altdorf hat er einen Testpartner, den kein Labor nachbauen kann: den Föhn. Wenn der Wind mit 80 Kilometern pro Stunde durchs Reusstal fegt, zeigt sich, welcher Gasgrill die Temperatur hält und welcher Deckel davonfliegt. Einer ist tatsächlich davongeflogen. Er lag nachher im Garten der Nachbarin, zwischen den Rüebli.
Seine Scheune ist gleichzeitig die Werkstatt des ganzen Quartiers. Wer eine Bohrmaschine, einen Schraubenzieher oder eine zweite Meinung braucht, klopft bei Hansruedi. Deshalb weiss er genau, welches Werkzeug nach dem fünften Ausleihen noch funktioniert. Seine Frau Anni führt eine Liste, wer gerade was hat. Sie ist länger als jedes unserer Testprotokolle.

Elektroinstallateur, seit 26 Jahren auf Baustellen im Tessin.
Bevor Fulvio einem Gerät seine eigene Wohnung anvertraut, schraubt er es auf. Smarte Steckdosen, Türklingeln, Thermostate und Kameras landen zuerst auf seinem Werktisch, wo er nachschaut, wie sauber gelötet ist und wie warm das Netzteil nach einer Stunde wird. Ein Gerät ist schon an diesem Punkt durchgefallen, bevor es je ins WLAN kam.
Auf der Baustelle erlebt er jede Woche, was bei einer Installation schiefgehen kann. Er weiss, dass viele günstige Adapter nicht für Stecker Typ J gedacht sind und dass eine Funkklingel in einem alten Tessiner Steinhaus ganz andere Probleme hat als im Neubau. Beides fliesst in unsere Tests ein.
Zu Hause wohnt er mit seiner Frau Chiara und zwei Teenagern, die jede App schneller begreifen als er. Das nutzt er aus. Findet sich seine 15-jährige Tochter Giulia innert fünf Minuten nicht zurecht, ist die App zu kompliziert. Sie hat übrigens beschlossen, dass die smarte Lampe im Wohnzimmer violett leuchtet. Fulvio hat diesen Test verloren.

Hat 20 Jahre als Coiffeuse gearbeitet, die letzten zwölf im eigenen Salon.
Josiane nimmt drei Haarsträhnen zwischen die Finger und weiss, ob ein Styler hält, was er verspricht. Das hat sie in 20 Jahren hinter dem Stuhl gelernt, zuerst in Lausanne, dann im eigenen kleinen Salon in Yverdon-les-Bains. Heute steht sie noch zwei Tage pro Woche dort und testet an den anderen Multistyler, Glätteisen und Geräte zur Haarentfernung.
Sie misst, wo andere schwärmen. Mit dem Infrarotthermometer prüft sie die Temperatur an der Haaroberfläche, mit der Uhr die Minuten für einen ganzen Kopf. Ihre Stammkundinnen bringen dickes, feines, lockiges und graues Haar mit und sagen ehrlich, was sie denken. Fragt eine nach dem Föhnen, mit welchem Gerät das gemacht wurde, notiert Josiane einen Punkt.
Die Rasierer testet ihr Mann Didier, der das anfangs für eine gute Idee hielt. Nach dem sechsten Gerät in acht Wochen sagt er, sein Kinn habe mehr Testtage hinter sich als ein Crashtest-Dummy. Josiane hat ihm einen Bartbalsam aus dem Salon geschenkt. Den testet sie jetzt auch.
In der Schweiz getestet, für die Schweiz geschrieben
Alle zwölf Testerinnen und Tester leben in der Schweiz, und hier wird auch getestet. Wir kaufen bei Schweizer Händlern wie Galaxus, Digitec, Interdiscount, Fust, Coop und Migros. Preise nennen wir in Franken, und zwar so, wie sie zum Zeitpunkt des Schreibens verlangt werden. Wir achten auf Dinge, die nur hier zählen: Kommt das Gerät mit Stecker Typ J oder mit einem Adapter? Gilt die Garantie auch bei einem Schweizer Händler? Ist die vorgezogene Recyclinggebühr im Preis enthalten?
Wird ein Gerät in der Schweiz in einer eigenen Version verkauft, mit anderem Zubehör oder anderer Farbe, testen wir genau diese Version. Manchmal fehlt eine Düse oder ein zweiter Akku im Vergleich zum Ausland, und dann sagen wir dir das.
Und falls du dich fragst: Das Unternehmen hinter der Seite, Leadforecom S.r.l., hat seinen Sitz in Turin in Italien. Getestet und geschrieben wird hier, in zwölf Haushalten in der Schweiz.
Unabhängig, weil wir selber zahlen
Für uns ist Unabhängigkeit vor allem eine Frage des Ablaufs. Wer selbst bezahlt, schuldet niemandem etwas. Darum kaufen wir jedes Testgerät mit eigenem Geld und bestellen es wie du, ohne dass der Hersteller von einem Test weiss.
Kein Hersteller sieht unsere Texte vor der Veröffentlichung. Niemand kann Kritik streichen, eine Platzierung kaufen oder eine Formulierung weicher machen lassen. Meldet sich ein Hersteller nach einem Test, lesen wir das sorgfältig. Ist ein Fakt falsch, korrigieren wir ihn. Passt ihm bloss unsere Meinung nicht, bleibt sie stehen.
Womit wir unser Geld verdienen
Wir finanzieren uns über Affiliate-Provisionen. Kaufst du über einen Link auf unserer Seite ein, erhalten wir vom Shop einen kleinen Anteil. Für dich ändert sich am Preis nichts, die Vergütung zahlt der Händler.
Diese Provision hängt nicht vom Testergebnis ab. Ein Produkt mit der Note 6,8 bringt uns pro Kauf etwa gleich viel wie eines mit 9,2. Es gibt also keinen Grund, ein schwaches Gerät schönzureden. Eher im Gegenteil: Wer nach einem Kauf enttäuscht ist, kommt nicht zurück, und von Leserinnen und Lesern, die zurückkommen, leben wir.
Das Geld deckt Testgeräte, Messgeräte, Server und die Zeit unseres Teams. Die Details findest du im Affiliate-Hinweis.
Fehler und Korrekturen
Auch uns passieren Fehler. Eine Zahl wird falsch übertragen, ein Update verändert eine Funktion, ein Defekt zeigt sich erst nach Monaten. Sobald wir davon erfahren, korrigieren wir den Testbericht und halten am Ende fest, was wann und weshalb geändert wurde.
Grössere Änderungen führen zu einem Nachtest. Reto schickt Kopfhörer zum Beispiel nach neun Monaten täglicher Nutzung nochmals durch denselben Akkutest wie am ersten Tag. Hat der Akku nachgelassen, stehen danach beide Werte im Bericht, der alte und der neue.
Schreib uns
Hast du eine Frage zu einem Test, einen Fehler entdeckt oder einen Produktwunsch? Schreib an redaktion@toptestedpicks.com, gerne auch auf Französisch oder Italienisch. Jede Nachricht liest ein Mensch aus dem Team. Was uns hilft und wie schnell wir antworten, steht unter Kontakt.
Käthi ist der beste Beweis, dass sich eine E-Mail an uns lohnt. Vielleicht ist die nächste ja von dir.