Akkusauger im Vergleich: Welcher schafft 4½ Zimmer und Katzenhaare mit einer Ladung?

Sechs Akkusauger, 18 Runden durch 118 Quadratmeter und ein Waldkatzen-Kater mitten im Fellwechsel. Nur drei kamen jedes Mal bis ins letzte Zimmer, und einer liess dabei kaum ein Haar liegen.

Urs im weinroten Pullover saugt mit dem Dyson V15 Detect und der Motorbar-Bodendüse einen hellen Wollteppich in einer Stube mit Eichenparkett, eine braun getigerte Norwegische Waldkatze liegt auf der Sofalehne und schaut zu

Bärli hat den ersten Testtag auf dem Kühlschrank verbracht. Bärli ist der Kater meiner Tochter Corinne, eine Norwegische Waldkatze mit 6,4 Kilo, einem Schwanz wie ein Flaschenputzer und der festen Meinung, dass alles mit einem Motor sein Feind ist. Am Samstag, dem 5. September, lehnten in Corinnes Gang sechs solche Feinde an der Wand, frisch ausgepackt und alle an der Steckdose.

Corinne wohnt mit Dominik und den Kindern auf der anderen Seite der Emme, in einer 4½-Zimmer-Wohnung mit 118 Quadratmetern. Parkett in der Stube und in den drei Zimmern, Platten in Gang, Küche und Bad, dazu ein Wollteppich vor dem Sofa, ein Hochflorteppich bei Lina im Zimmer und ein Läufer im Gang. Und überall Bärli. Im Herbst wechselt er das Fell, und dann liegen am Abend graubraune Flocken in jeder Ecke, als hätte jemand ein Kopfkissen aufgeschlitzt.

Die Frage für diesen Vergleich hat mir Corinne fast wörtlich so gestellt, wie sie auch in euren Mails steht: Welcher Akkusauger schafft eine ganze 4½-Zimmer-Wohnung mit Parkett, Teppich und Katzenhaaren mit einer einzigen Akkuladung? Ohne Nachladen, ohne Ersatzakku, und ohne dass im letzten Zimmer die Haare liegen bleiben. Vom 5. September bis zum 19. Oktober, 45 Tage lang, habe ich das nachgemessen, mit dem Dyson V15 Detect, dem Miele Triflex HX2, dem Kärcher VC 7 Cordless yourMax, dem Philips 8000 Series Aqua Plus, dem Samsung Bespoke Jet AI und dem Dreame R20.

TestsiegerDyson V15 Detect Absolute
8,8
Jede Runde bis in die Stube, am wenigsten Katzenhaar liegen gelassen45 Tage, 3 von 3 Wohnungsrunden, beim Schreiben ab rund CHF 535
Ganze Wohnung mit einer Ladung9,0
Katzenhaare auf Teppich9,4
Parkett, Platten und Ecken8,7
Behälter und Pflege7,9
Preis-Leistung8,0
Das spricht für ihn
  • Alle drei Runden geschafft, im Schnitt mit 18 Prozent Rest
  • 97 Prozent der Testhaare aus dem Hochflor geholt, Bestwert im Feld
  • Nach 45 Tagen hingen 0,1 Gramm Haar an der Walze, praktisch nichts
  • Zeigt auf dem Display, wie viele Minuten Saugen noch bleiben
Da hapert es
  • Mit 3,1 Kilo kopflastig, nach der ganzen Wohnung spürst du das Handgelenk
  • Unterwolle bleibt beim Leeren gern am Sieb hängen
  • Auf dem Wollteppich lauter als Samsung und Dreame
  • Der Samsung leert sich in seiner Station von selbst, der Dyson nicht

Mein Fazit: Drei Geräte haben Corinnes 118 Quadratmeter jedes Mal mit einer Ladung geschafft. Der V15 Detect hat dabei am meisten Katzenhaar erwischt und am wenigsten davon an der Walze behalten. Wer nie mehr ein Haarbüschel anfassen will, zahlt rund 300 Franken mehr für den Samsung. Wer sparen muss, nimmt den Dreame R20 und fährt auf dem Teppich eine Bahn mehr.

PlatzModellNoteGanze Wohnung mit einer LadungPreis (Okt. 2026)
1Dyson V15 Detect Absolute8,83 von 3 Rundenrund CHF 535 bis 700
2Samsung Bespoke Jet AI8,63 von 3 Rundenrund CHF 850
3Dreame R208,13 von 3 Rundenrund CHF 195 bis 390
4Kärcher VC 7 Cordless yourMax7,82 von 3 Rundenrund CHF 330 bis 450
5Philips 8000 Series Aqua Plus7,31 von 3 Rundenrund CHF 370 bis 450
6Miele Triflex HX27,20 von 3 Rundenrund CHF 540 bis 650

So lief eine Wohnungsrunde bei Corinne

Am Dienstag und am Freitag hüte ich nach der Schule ohnehin Lina und Noah, bis Corinne um sechs aus dem Spital kommt. Für den Test kam ich zusätzlich am Samstag. So gab es vom 8. September bis zum 17. Oktober 18 Testtage, und an jedem davon hat genau ein Gerät die ganze Wohnung gesaugt. Jeder Sauger kam dreimal dran, immer im Wechsel, damit keiner nur die sauberen Tage erwischt.

Als Hauswart habe ich gelernt, dass ein Vergleich nur etwas taugt, wenn die Regeln vorher auf dem Papier stehen. Also hing am Kühlschrank ein Blatt, und Noah hat es zum Rundenchef gebracht. Er hat jedes Zimmer mit einem Magneten abgehakt und mich jedes Mal ermahnt, wenn ich den Läufer im Gang vergessen wollte.

  • Start: immer mit 100 Prozent, über Nacht in Corinnes Reduit geladen.
  • Modus: die Einstellung, mit der das Gerät ab Werk startet. Beim Dyson die Automatik, beim Samsung der AI-Modus, beim Kärcher der Staubsensor, beim Miele die Bodenerkennung, beim Philips und beim Dreame die mittlere Stufe. Den Boost habe ich nie von Hand gedrückt.
  • Düse: nur die grosse Bodendüse, die jedem Gerät für alle Böden beiliegt. Beim Philips kam in Gang und Küche der Wischaufsatz dazu, weil er dafür gekauft wird. Das Abnehmen vor dem Parkett lief auf der Uhr mit.
  • Reihenfolge: Gang mit Läufer, Küche, Bad, WC, Reduit, Noahs Zimmer, Linas Zimmer mit Hochflor, Elternzimmer und zum Schluss die Stube mit dem grossen Wollteppich.

Die Stube kommt mit Absicht zuletzt. Dort liegt Bärli am liebsten, dort liegen die meisten Haare, und dort ist der Akku am schwächsten. Wo ein Gerät statt Prozenten nur Balken zeigt, habe ich es nach der Runde auf der kleinsten Stufe bis zum Abschalten laufen lassen und den Rest so umgerechnet. Unser allgemeines Vorgehen mit Messgeräten und Notenschlüssel findest du unter So testen wir. Die Akkufrage zählt hier 40 Prozent der Note, Katzenhaare 30, Parkett und Ecken 15, Behälter und Pflege 15.

Die Akkufrage: Wer kam bis in die Stube?

Das Resultat in einem Satz: Drei Geräte haben es jedes Mal geschafft, drei nicht. Und keiner von den dreien ist knapp gescheitert, weil er schwach saugt. Gescheitert sind sie, weil sie auf dem Teppich mehr Strom ziehen, als der Akku hergibt.

ModellRunden geschafftZeit für 118 m² (Schnitt)Akku am Ende (Schnitt)Behälter geleert pro Runde
Dyson V15 Detect3 von 338 Min.18 %, Anzeige «noch 7 Min.»1 Mal
Samsung Bespoke Jet AI3 von 341 Min.26 %2 Mal, in der Station
Dreame R203 von 344 Min.31 %2 Mal
Kärcher VC 7 Cordless yourMax2 von 343 Min.7 %1 Mal
Philips 8000 Series Aqua Plus1 von 346 Min. mit Wischaufsatz3 %2 Mal
Miele Triflex HX20 von 3Aus nach 33 Min.leer bei rund 91 m²2 Mal

Der Dyson hat mich mit seiner Anzeige überzeugt, bevor er mich mit dem Saugen überzeugt hat. Er zeigt die Restzeit in Minuten und rechnet sie laufend nach. Auf Linas Hochflor fiel die Zahl schneller, auf den Platten im Gang langsamer, und am Ende der Stube stand sie dreimal zwischen 6 und 8 Minuten. So weisst du schon im Elternzimmer, ob es reicht.

Der Samsung hatte am Ende am meisten übrig von den beiden Teuren, mit einem Haken, den ich ehrlich erwähnen muss. In der Ausführung Complete Extra liegen zwei Akkus in der Schachtel. Für diesen Test zählte nur einer, der zweite lag die ganzen 45 Tage in Corinnes Schublade. Den grössten Rest hatte der Dreame R20, mit 31 Prozent. Warum er trotzdem nur Dritter ist, zeigt der Teppich weiter unten.

Der Kärcher ist am Samstag, dem 26. September, mitten auf dem Wollteppich stehen geblieben, bei rund 110 Quadratmetern. Sein Staubsensor hatte auf dem verhaarten Teppich die Leistung hochgedreht, und das hat die letzten Prozent gefressen. An den zwei anderen Tagen kam er mit wenig Reserve durch. Der Philips war zweimal vor der Stube leer. Er braucht auf Hochflor viele Bahnen, und Auf- und Abbauen des Wischaufsatzes kostet auch Zeit.

Und der Miele? Dreimal Schluss, jedes Mal im Elternzimmer oder kurz danach. An einem zusätzlichen Abend habe ich ihn auf der kleinsten Stufe laufen lassen, da kam er durch. Auf dem Wollteppich lagen danach aber sichtbar Haare. Für eine Dreizimmerwohnung wie unsere würde er reichen, für 118 Quadratmeter mit Teppichen nicht. Ein Akku, der durchhält, nützt allerdings wenig, wenn die Haare im Teppich bleiben.

Bärlis Unterwolle im Hochflor

Corinne bürstet Bärli im Herbst jeden zweiten Abend, und die Bürste ist danach voll mit feiner, grauer Unterwolle. Genau dieses Zeug klebt in Teppichfasern fest wie Klett. Ich habe mir in der Drogerie eine Taschenwaage mit 0,01 Gramm Auflösung gekauft, für 19 Franken. Lina fand das die beste Anschaffung des ganzen Tests, weil sie damit danach ihre Haargummis gewogen hat.

Der Ablauf an drei Samstagen: 2,00 Gramm Unterwolle auf einen Quadratmeter von Linas Hochflor streuen, mit der Schuhsohle eintreten, dann vier Bahnen mit dem Gerät, zwei hin, zwei zurück. Was liegen blieb, habe ich mit einer Fusselrolle eingesammelt und gewogen. Am Ende des Tests habe ich zudem bei jedem Gerät die Haare von der Bürstenwalze geschnitten und auch die gewogen.

Von oben fotografiert: Männerhände mit Ehering und senfgelb karierten Flanellärmeln an einem Holzbrett auf einem hellen Hochflorteppich, darauf eine kleine schwarze Taschenwaage, die 2.00 g anzeigt, mit einem Büschel graubrauner Katzenunterwolle, ein zweites Büschel zwischen den Fingern, daneben eine Fusselrolle und oben die Motorbar-Bodendüse des Dyson
Samstag, 12. September: 2,00 Gramm von Bärlis Unterwolle, bevor sie in Linas Hochflor getreten werden.
ModellAufgenommen von 2,00 g (Schnitt aus 3 Samstagen)Haar an der Walze nach 45 TagenLautstärke auf dem Wollteppich, 1 mGewicht mit Bodendüse, gewogen
Dyson V15 Detect1,94 g (97 %)0,1 g79 dB3,1 kg
Samsung Bespoke Jet AI1,89 g (95 %)0,4 g77 dB2,8 kg
Kärcher VC 7 Cordless yourMax1,79 g (90 %)0,8 g77 dB2,9 kg
Miele Triflex HX21,75 g (88 %)1,1 g75 dB3,6 kg
Dreame R201,61 g (81 %)1,4 g76 dB2,7 kg
Philips 8000 Series Aqua Plus1,53 g (77 %)1,7 g80 dB3,2 kg mit Wischaufsatz

Beim Dyson sitzt an der Motorbar-Düse ein Kamm, der Haare von der Walze streift, bevor sie sich aufwickeln. Nach 45 Tagen hing dort ein einzelnes langes Haar von Corinne, sonst nichts. Das hat mich mehr beeindruckt als jede Prozentzahl. In meiner Zeit in der Überbauung habe ich bei Mietern mit Katzen mehr verfilzte Walzen aufgeschnitten als Kellerschlösser ausgewechselt.

Der Samsung lag nah dran, und auch seine Walze blieb fast sauber. Am anderen Ende steht der Dreame. Auf den Platten und dem Parkett saugt er sehr ordentlich, aber im Hochflor liess er fast ein Fünftel der Wolle liegen, und an seiner Walze klebte am Schluss ein grauer Filzring. Beim Philips war es noch etwas mehr. Seine Düse ist für harte Böden gebaut, auf Linas Teppich hat sie die Haare eher gekämmt als gesaugt.

«Grosspapi, dä Teppich isch jetz sübrer als dr Bärli.» Noah, nach der dritten Dyson-Runde am Freitag, 9. Oktober

Bärli hat den Satz übrigens überhört. Er lag in der sechsten Woche schon auf dem Wollteppich und ist liegen geblieben, als ich mit dem Dyson kam. Ich bin um ihn herumgefahren. Die Haare, die er dabei verloren hat, landeten in einem Behälter, und genau dort hatte ich das nächste Problem.

Der Behälter: das unterschätzte Problem im Fellwechsel

In den Prospekten steht über den Behälter fast nichts. Bei einer Katze im Fellwechsel entscheidet er aber mit, ob dir das Saugen verleidet. Unterwolle ist leicht und sperrig. Sie füllt einen Behälter schneller als Sand, und sie verfilzt darin zu einem Pfropfen, der beim Leeren nicht von allein herausfällt.

  • Kärcher, 0,8 Liter: der grösste Behälter im Feld. Als einziger musste er nur einmal pro Runde geleert werden, und das ohne Kampf.
  • Dyson, 0,76 Liter: fast so gross. Ein Hebel schiebt den Inhalt nach unten und streift dabei das Sieb ab. Bei feiner Unterwolle blieb trotzdem bei etwa jedem zweiten Leeren ein Flausch am Sieb hängen, den ich mit den Fingern zupfen musste.
  • Dreame, 0,6 Liter, und Philips: zweimal pro Runde leeren. Beim Philips kommt das Wischtuch dazu, in dem sich die Haare aus dem Gang sammeln.
  • Miele, 0,5 Liter: der kleinste Behälter, zweimal pro Runde voll, und das bei einem Gerät, dem ohnehin der Akku ausgeht.
  • Samsung, 0,5 Liter: genauso klein, aber mit einer Station, die ihn absaugt. Du stellst den Sauger hinein, und die Station zieht alles in einen Beutel.

Die Station des Samsung ist das bequemste Stück im ganzen Test, wenn du keine Haare mehr anfassen willst. Sie hat nur einen Nachteil, und der heisst Lärm. Das Absaugen dauert ein paar Sekunden und tönt dabei wie ein kleiner Jet beim Start. Bärli war beim ersten Mal in zwei Sätzen unter dem Ehebett. Nach drei Wochen hat er sich mit dem Gerät arrangiert, mit der Station nie.

Urs im dunkelblauen Pullover beugt sich im Gang mit hellgrauen Platten über den schwarzen Samsung Bespoke Jet AI, der in seiner Absaugstation steht, und zeigt auf den durchsichtigen Behälter, an der Garderobe hängen Kinderjacken, hinten sitzt die Norwegische Waldkatze in einer offenen Tür auf dem Parkett und starrt herüber
Dienstag, 29. September: Der Samsung steht in der Station, gleich wird abgesaugt. Bärli wartet lieber drei Meter weiter hinten.

Wo ihr wohnt, spielt dabei eine Rolle. Die Station braucht einen Platz an der Wand und eine Steckdose, im Gang oder im Reduit. In Corinnes Gang stand sie zwischen Schuhgestell und Garderobe, und Dominik ist zweimal mit dem Velohelm daran hängen geblieben. Den Beutel hat Corinne im Fellwechsel ungefähr alle vier Wochen gewechselt. Was am Boden liegt, ist aber nicht nur Haar.

Parkett, Platten und Katzenstreu

Wer eine Katze mit Klo im Bad hat, kennt die Spur. Klumpstreu bleibt in den Pfoten hängen und verteilt sich vom Bad über den Gang bis ins Parkett. Ich habe an drei Samstagen eine kleine Handvoll Streu vor der Badezimmerschwelle verteilt, bis an die Sockelleiste. Dann jeweils zwei Bahnen pro Gerät.

Für das Parkett hat der Dyson eine zweite Düse mit weicher Walze und einem grünen Laser an der Seite. Der Laser legt sich flach über den Boden und zeigt Staub und Haare, die du sonst nicht siehst. Noah hat ihn sofort Lichtschwert genannt und am ersten Abend jeden Krümel unter dem Esstisch gejagt. Mit dieser Düse waren Streu und Unterwolle in zwei Bahnen weg, auch an der Leiste.

Der Dreame macht seine Sache auf harten Böden gut, und sein blaues Licht vorne an der Düse hilft ähnlich wie der Laser. Auch er hat die Streu in zwei Bahnen erwischt, nur in der Ecke blieben ein paar Körner. Der Philips war hier am stärksten an der Sockelleiste, und mit dem Wischaufsatz hat er beim Futternapf in der Küche die eingetrockneten Spritzer gleich mitgenommen. Corinne hat das sehr gefallen.

Vom Boden aus fotografiert: Die graue Bodendüse des Dreame R20 mit zwei blauen Lichtern fährt über verstreute helle Katzenstreu-Körner auf dem Parkett vor einer Badezimmertür, Urs im hellblauen Jeanshemd steht in der Tür, hält den Sauger und schaut auf den Boden, hinter ihm im Bad steht ein graues Katzenklo mit Haube
Samstag, 3. Oktober: Katzenstreu an der Badezimmerschwelle. Im blauen Licht des Dreame wirft jedes Korn einen Schatten.

Der Kärcher hat in der ersten Bahn grobe Körner vor sich hergeschoben, wie der Pflug vor dem Schulhaus im Januar. In der zweiten Bahn war es sauber. Der Miele war auf dem Parkett das sanfteste Gerät, und er hat einen Trick, den kein anderer kann: Er steht von allein. Du stellst ihn mitten im Zimmer ab, um ein Spielzeug wegzuräumen, und er bleibt stehen, ohne Wand und ohne Halterung. Der Samsung hat auf den Platten tadellos gearbeitet, nur unter die tiefe Kommode im Elternzimmer kam er mit seiner hohen Düse nicht.

Was ich Mietern zum Akku immer gesagt habeLade den Sauger in der Wohnung und nicht im kalten Estrich oder Keller, ein Akku mag unter 10 Grad weder Laden noch Lagern. Lass ihn nie wochenlang leer liegen, auch nicht in den Ferien. Und wasch den Filter einmal im Monat aus und lass ihn 24 Stunden trocknen: Ein verstopfter Filter frisst Laufzeit, das habe ich bei Mietern hundertfach gesehen.

Mit den Messwerten allein ist die Frage aber nicht beantwortet. Wichtiger ist, welcher Sauger zu welcher Wohnung passt.

Welcher Sauger zu welchem Haushalt passt

Dyson V15 Detect: für grosse Wohnungen mit Katze oder Hund

Er hat jede Runde geschafft, die meisten Haare aus dem Teppich geholt und an seiner Walze fast nichts behalten. Die Restanzeige in Minuten ist im Alltag Gold wert. Dazu kommen die Laserdüse fürs Parkett und ein Akku, den du ohne Werkzeug auswechselst, wenn er in ein paar Jahren nachlässt. Seine Schwächen sind das Gewicht im Handgelenk und das Sieb, an dem Unterwolle hängen bleibt. Wer noch mehr Tierhaar hat, findet im Test des Dyson V16 Piston Animal, was der Nachfolger beim Leeren besser macht.

Samsung Bespoke Jet AI: für alle, die nie mehr ein Haarbüschel anfassen wollen

Fast so gut wie der Dyson auf dem Teppich, leiser, leichter und mit einer Station, die den Behälter für dich leert. Mit dem zweiten Akku aus der Schachtel saugst du auch ein ganzes Haus. Dafür ist er der teuerste im Test, und die Station braucht Platz. Er ist zudem nicht mehr ganz neu: Samsung verkauft inzwischen den Bespoke AI Jet Ultra als Nachfolger, den ich nicht getestet habe.

Dreame R20: für ein kleines Budget und viel harten Boden

Der Ausdauerndste im Feld und beim Schreiben ab rund 195 Franken zu haben, das ist weniger als ein Drittel des Dyson. Auf Parkett und Platten saugt er sauber. Auf Hochflor mit Katzenhaar musst du eine zweite Runde einplanen, und die Walze will regelmässig geschnitten werden. Für eine Wohnung mit wenig Teppich ist er ein sehr vernünftiger Kauf.

Kärcher VC 7 Cordless yourMax: für Leute, die ungern leeren

Der grösste Behälter im Test und ein Akku, den du ohne Werkzeug tauschst. Kärcher verkauft einen zweiten für die Serien VC 6 und VC 7. Mit einem Akku reicht er für 118 Quadratmeter nur knapp, für eine 3½-Zimmer-Wohnung locker. Auf grobem Schmutz braucht er eine Bahn mehr.

Philips 8000 Series Aqua Plus: für Platten, Küche und Futternapf

Der einzige, der beim Saugen gleich feucht aufnimmt. Wer viele Platten und wenig Teppich hat, spart sich den Kessel für den Alltag. Für eine Wohnung mit Hochflor und Katze im Fellwechsel ist er die falsche Wahl. Wie ein richtiger Saugwischer auf Platten arbeitet, habe ich im Sommer mit dem Vorwerk Kobold VK7 ausprobiert.

Miele Triflex HX2: für kleinere Wohnungen und sorgfältige Leute

Solide gebaut, auf dem Parkett am sanftesten und das einzige Gerät, das frei im Raum stehen bleibt. Für 118 Quadratmeter mit Teppichen reicht ein Akku aber nicht, und der kleine Behälter ist mit Katze schnell voll. Miele verkauft die Pro-Ausführung mit zweitem Akku, die dieses Problem löst, allerdings zu einem deutlich höheren Preis.

Preise in Franken und die Schwelle zum Bestellen

Bei Akkusaugern lohnt sich Geduld bis Ende November. In der Woche vor dem Black Friday am 27. November sinken die Preise bei Galaxus, Digitec, Interdiscount, MediaMarkt und Fust oft um einen Viertel, und die Händler schauen sich dabei gegenseitig auf die Finger. In der letzten Spalte steht der Preis, bei dem ich an Corinnes Stelle sofort bestellen würde.

ModellBeim SchreibenBestellen ab
Dyson V15 Detect Absoluterund CHF 535 bis 700unter CHF 500
Samsung Bespoke Jet AI Complete Extra (VS28C9784QK)rund CHF 850, nur noch wenige Händlerunter CHF 650
Dreame R20rund CHF 195 bis 390unter CHF 200
Kärcher VC 7 Cordless yourMaxrund CHF 330 bis 450unter CHF 300
Philips 8000 Series Aqua Plus (XC8057/01)rund CHF 370 bis 450unter CHF 330
Miele Triflex HX2rund CHF 540 bis 650unter CHF 500

Beim Dyson laufen zwei Ausführungen parallel, eine von 2023 und eine von 2026. Für Akku, Düsen und Haare macht das keinen Unterschied, nimm die günstigere. Beim Samsung lohnt sich ein Blick, ob dein Händler wirklich die Ausführung mit Station und zwei Akkus anbietet. Unter ähnlichen Namen gibt es Sets ohne Station, und genau die Station ist das, wofür du hier zahlst.

Was nach 45 Tagen in Corinnes Reduit bleibt

Der Dyson V15 Detect gewinnt, weil er die Hauptfrage am vollständigsten beantwortet. Er kam jedes Mal bis in die Stube, er hat die meisten Haare aus dem Teppich geholt, und seine Walze war nach 45 Tagen praktisch sauber. Der Samsung lag nur knapp dahinter und ist der bequemste beim Leeren. Der Dreame R20 hält am längsten durch und kostet am wenigsten, lässt auf Hochflor aber Haare liegen.

Nimm den Dyson V15 Detect, wenndeine Wohnung über 100 Quadratmeter hat, Teppiche dazugehören, ein Tier haart und du ein Gerät willst, das auch nach Wochen keine verfilzte Walze hat.
Ein anderer passt besser, wenndu nie mehr Haare anfassen willst (Samsung), du höchstens 250 Franken ausgeben magst (Dreame R20), du vor allem Platten hast (Philips) oder deine Wohnung eher drei Zimmer hat (Kärcher oder Miele).

Am Montag, dem 19. Oktober, habe ich die Walzen gewogen und die sechs Geräte wieder eingepackt. Corinne hat mich an der Tür gefragt, ob der gelbe nicht bleiben könne. Ich habe ihr geraten, bis zum Black Friday zu warten, und sie hat geseufzt wie früher meine Mieter, wenn ich vom Waschküchenplan angefangen habe. Elsbeth meint, bei uns zu Hause hätte ich nie so gründlich gesaugt. Da hat sie leider recht.

Welche Geräte gerade bei mir in Burgdorf laufen, zeigt die Seite laufende Tests. Wer gar nicht mehr selber saugen will, findet im Test des Roborock Saros 20, was ein flacher Roboter unter Möbeln schafft.

Was ihr uns zu Akkusaugern und Katzenhaaren fragt

Welcher Akkusauger schafft eine grosse Wohnung mit einer Akkuladung?

In unserem Vergleich auf 118 Quadratmetern mit Parkett, Platten und drei Teppichen haben der Dyson V15 Detect, der Samsung Bespoke Jet AI und der Dreame R20 alle drei Runden im Automatik- oder Standardmodus geschafft. Der Kärcher VC 7 kam zweimal durch, der Philips 8000 Aqua Plus einmal, der Miele Triflex HX2 mit einem Akku nie.

Welcher Akkusauger ist am besten bei Katzenhaaren?

Der Dyson V15 Detect hat im Hochflor 97 Prozent der Unterwolle aufgenommen und nach 45 Tagen nur 0,1 Gramm Haar an der Walze gehabt. Knapp dahinter folgt der Samsung Bespoke Jet AI mit 95 Prozent, der sich in seiner Station zudem selbst leert.

Lohnt sich der Dyson V15 Detect noch, wenn es den V16 gibt?

Ja, vor allem wegen des Preises. Der V15 Detect kostet beim Schreiben ab rund 535 Franken und hat in unserem Test jede Runde geschafft. Der V16 Piston Animal leert sich bequemer und kommt mit Tierhaaren noch etwas besser zurecht, kostet aber spürbar mehr.

Reicht der Dreame R20 für einen Haushalt mit Katze?

Auf Parkett und Platten ja, dort saugt er sauber und hält von allen sechs am längsten durch. Auf Hochflor hat er in unserem Test nur 81 Prozent der Katzenhaare erwischt, und an der Walze sammelt sich mit der Zeit Filz. Plane auf dicken Teppichen eine zweite Bahn ein und schneide die Walze alle paar Wochen frei.