Mikroplastik in der Küche: wo es herkommt und was du einfach ändern kannst

Eine Wiener Studie, eine Plastikdose in der Mikrowelle und ein Wasserkocher, der seit zwölf Jahren treu dient. Was die Forschung zu Mikroplastik wirklich sagt und was in der Küche am meisten bringt.

Ältere Frau mit Lesebrille an einer Kordel räumt in einer Küche Plastikdosen aus einem Kasten und stellt Glasbehälter daneben

Im Frühling hat mir meine Tochter Claudia einen Zeitungsartikel aus Wien aufs Handy geschickt. Darin stand, dass Mikroplastik im Blut, in der Plazenta und in den Arterien gefunden wurde. Darunter hat sie geschrieben: „Mama, deine Plastikdosen.“ Ich habe das Handy weggelegt, die Gulaschreste in eine Plastikdose gefüllt und sie in die Mikrowelle gestellt. Dann habe ich innegehalten.

35 Jahre auf der Station haben mich gelehrt, bei Gesundheitsthemen weder in Panik zu verfallen noch alles abzutun. Also habe ich den Sommer genutzt und die wichtigsten Studien gelesen, die Originale, nicht nur die Schlagzeilen. Dann bin ich durch meine Küche in Klagenfurt gegangen und habe aufgeschrieben, wo überall Kunststoff mit Essen in Berührung kommt. Es war mehr, als ich gedacht hätte.

Hier steht, was ich gefunden habe: was man über Mikroplastik weiß und was nicht, wo es in der Küche herkommt, und welche Änderungen am meisten bringen, ohne dass du deine halbe Küche wegwerfen musst.

Was Mikroplastik ist, kurz erklärt

Als Mikroplastik bezeichnet man Kunststoffteilchen, die kleiner als fünf Millimeter sind. Die meisten, um die es in der Küche geht, sind viel kleiner, oft nur ein paar tausendstel Millimeter. Noch kleiner ist Nanoplastik, Teilchen unter einem tausendstel Millimeter, die man nur mit sehr aufwendigen Geräten überhaupt sieht.

Sie entstehen auf zwei Wegen. Entweder reibt sich etwas ab, so wie beim Schneiden auf einem Kunststoffbrett oder beim Kratzen in einer beschichteten Pfanne. Oder Kunststoff gibt unter Hitze und mit der Zeit Teilchen ab, so wie eine Plastikdose in der Mikrowelle oder der Teebeutel aus Kunststoffgewebe im kochenden Wasser.

Österreich hat zu diesem Thema übrigens eine kleine Pionierrolle. 2018 hat ein Team der Medizinischen Universität Wien gemeinsam mit dem Umweltbundesamt zum ersten Mal Mikroplastik in menschlichem Stuhl nachgewiesen. Bei allen acht Teilnehmern, die aus verschiedenen Ländern kamen, fanden die Forscher Kunststoffteilchen, im Schnitt rund 20 pro zehn Gramm. Damit war klar: Wir nehmen Mikroplastik auf, jeden Tag. Die eigentliche Frage ist, was das bedeutet.

Was man über die Gesundheit weiß, und was nicht

Hier muss ich ehrlich sein, so wie ich es mit Patienten war: Man weiß noch wenig Sicheres. Die Weltgesundheitsorganisation hat in ihren Berichten von 2019 und 2022 festgehalten, dass die Daten nicht ausreichen, um ein Gesundheitsrisiko bei den üblichen Mengen zu belegen oder auszuschließen. Das ist keine Entwarnung, sondern ein „wir wissen es noch nicht“.

Seitdem sind ein paar Studien erschienen, die man ernst nehmen sollte:

  • Arterien: Im März 2024 hat eine italienische Studie im New England Journal of Medicine gezeigt, dass Patienten, bei denen in den Ablagerungen der Halsschlagader Mikro- und Nanoplastik gefunden wurde, in den folgenden knapp drei Jahren deutlich häufiger einen Herzinfarkt, Schlaganfall oder Todesfall hatten. Das ist ein Zusammenhang, kein Beweis für die Ursache. Aber es ist ein Grund, genauer hinzuschauen.
  • Gewebe: Forscher haben Mikroplastik in Blut, Lunge, Leber und Plazenta gefunden. Wie viel davon wieder ausgeschieden wird und wie viel bleibt, ist offen.
  • Zusatzstoffe: Manche Kunststoffe enthalten Weichmacher und andere Zusätze, die im Körper wie Hormone wirken können. Bei einigen, etwa bestimmten Bisphenolen, hat die EU deshalb die Regeln für Lebensmittelverpackungen verschärft.
„Man muss nicht warten, bis alles bewiesen ist, um vernünftig zu handeln. Man muss aber auch nicht die Küche ausräumen.“ Mein Hausarzt in Klagenfurt, als ich ihn im Sommer danach gefragt habe

Das ist auch meine Haltung. Mikroplastik ist kein Grund, Angst vor dem Essen zu haben. Es ist ein Grund, die Gewohnheiten zu ändern, die am meisten bringen und am wenigsten kosten. Dafür muss man wissen, wo es herkommt.

Die Quellen in der Küche, nach Bedeutung sortiert

Ich bin mit einem Notizblock durch meine Küche gegangen und habe alles aufgeschrieben, was aus Kunststoff ist und mit Essen oder Trinken in Berührung kommt. Es waren 47 Dinge. Danach habe ich zu jeder Gruppe die Studienlage gelesen.

QuelleWas Studien gezeigt habenBedeutung
Plastikdosen in der MikrowelleMillionen Teilchen pro Quadratzentimeter in drei Minutenhoch
Wasser aus Plastikflaschenim Schnitt rund 240.000 Teilchen pro Liter, meist Nanoplastikhoch
Teebeutel aus KunststoffgewebeMilliarden Teilchen pro Tasse bei 95 Gradmittel bis hoch
Babyflaschen aus Kunststoff, heiß befülltbis zu Millionen Teilchen pro Literhoch bei Säuglingen
Zerkratzte beschichtete Pfannentausende Teilchen pro Kratzermittel
Kunststoff-SchneidbretterMillionen Teilchen pro Jahrmittel
Wasserkocher mit KunststoffinnenraumAbrieb vor allem bei neuen Geräten und nach Entkalkenniedrig bis mittel

Plastikdosen und die Mikrowelle

Die Studie, die mich am meisten beeindruckt hat, kommt von der Universität von Nebraska aus dem Jahr 2023. Die Forscher haben Kunststoffbehälter mit Wasser oder Säure in der Mikrowelle erhitzt. Aus einem einzigen Quadratzentimeter Kunststoff lösten sich in drei Minuten bis zu vier Millionen Mikroplastik- und über zwei Milliarden Nanoplastikteilchen. Auch das Lagern im Kühlschrank und bei Zimmertemperatur setzte Teilchen frei, aber viel weniger.

Wasser aus der Flasche

Eine Studie der Columbia University von 2024 hat mit einer neuen Messmethode in Flaschenwasser im Schnitt rund 240.000 Kunststoffteilchen pro Liter gefunden, die meisten davon Nanoplastik. Frühere Methoden hatten diese kleinen Teilchen gar nicht erfasst. Für Österreich ist das eine gute Nachricht, denn wir haben eines der besten Leitungswasser der Welt. Das Wasser in Klagenfurt kommt aus Grundwasser, in Wien aus den Hochquellen, in vielen Gemeinden direkt aus der Quelle.

Teebeutel und Babyflaschen

Forscher der McGill University in Kanada haben 2019 gezeigt, dass ein einzelner Teebeutel aus Kunststoffgewebe, die schönen pyramidenförmigen, bei 95 Grad Milliarden Teilchen in eine Tasse abgeben kann. Papierteebeutel betrifft das nicht in diesem Ausmaß, manche sind aber mit Kunststoff verschweißt. Eine Studie des Trinity College in Dublin von 2020 fand in Babyflaschen aus Polypropylen bis zu 16 Millionen Teilchen pro Liter, wenn sie mit heißem Wasser befüllt und geschüttelt wurden.

Auf einem Küchentisch liegen ein Notizblock mit handschriftlicher Liste, mehrere Plastikdosen, ein pyramidenförmiger Teebeutel und eine Plastikflasche
47 Dinge aus Kunststoff mit Kontakt zum Essen. Ich habe nach der Hälfte aufgehört zu zählen und dann doch weitergemacht.

Pfannen, Bretter und Wasserkocher

Eine australische Studie von 2022 hat gezeigt, dass ein einzelner Kratzer in einer antihaftbeschichteten Pfanne tausende Teilchen freisetzen kann, eine stark beschädigte Beschichtung Millionen. Bei Kunststoff-Schneidbrettern hat eine amerikanische Studie von 2023 geschätzt, dass beim Schneiden pro Person und Jahr Millionen Teilchen entstehen, vor allem bei alten, zerfurchten Brettern. Wie hygienisch welches Brett ist, hat meine Kollegin Sabine mit echten Abklatschproben untersucht, ihr Ergebnis steht im Ratgeber zu Schneidbrettern und Hygiene.

Bei Wasserkochern ist die Datenlage dünner. Messungen deuten darauf hin, dass neue Geräte mit Kunststoffinnenraum in den ersten Wochen mehr abgeben und dass Entkalken die Abgabe kurzfristig erhöht. Mein Wasserkocher ist zwölf Jahre alt und innen aus Edelstahl, mit einem Deckel aus Kunststoff. Er bleibt. Was all diese Quellen gemeinsam haben, ist ein einziger Faktor.

Hitze ist der wichtigste Faktor

Wer die Studien nebeneinanderlegt, sieht ein Muster: Kunststoff gibt bei Hitze ein Vielfaches an Teilchen ab. Die Dose im Kühlschrank ist harmlos im Vergleich zur selben Dose in der Mikrowelle. Die Babyflasche mit lauwarmem Wasser ist harmlos im Vergleich zu der, die mit kochendem Wasser sterilisiert und dann geschüttelt wird. Der Teebeutel aus Kunststoff wird erst in heißem Wasser zum Problem.

Das ist die gute Nachricht, denn Hitze ist leicht zu vermeiden. Du musst deine Plastikdosen nicht wegwerfen. Du musst nur aufhören, sie zu erhitzen. Und du musst heißes Essen nicht sofort hineinfüllen, sondern kannst es abkühlen lassen.

Die eine Regel, die am meisten bringtKein Kunststoff mit heißem Essen. Nicht in die Mikrowelle, nicht mit kochendem Wasser befüllen, keine heiße Suppe in die Dose. Zum Aufwärmen auf einen Porzellanteller oder in eine Glasschüssel umfüllen, zum Abdecken einen zweiten Teller statt Frischhaltefolie. Das kostet nichts und dauert zehn Sekunden.

Für Familien mit Babys gilt das besonders. Meine jüngste Enkelin ist im Frühling auf die Welt gekommen, und ich habe meiner Tochter die Dubliner Studie gezeigt. Sie bereitet die Flasche jetzt in einem Glaskrug vor, lässt das abgekochte Wasser abkühlen und füllt erst dann in die Kunststoffflasche, ohne kräftig zu schütteln. Glasflaschen gibt es auch, sie sind schwerer und können brechen. Beides ist vernünftig. Und damit sind wir bei der Frage, wo du anfangen solltest.

Was du zuerst ändern solltest: meine Reihenfolge

Ich habe die Änderungen danach sortiert, wie viel sie laut Studien bringen und wie viel Aufwand und Geld sie kosten. Ganz oben steht, was du heute Abend machen kannst.

  1. Nichts in Kunststoff erhitzen. Gratis, sofort, größter Effekt. Glasdosen für das Mittagessen im Büro gibt es um ein paar Euro.
  2. Leitungswasser statt Flaschenwasser. In Österreich spricht fast nichts für Wasser aus Plastikflaschen. Wer Kohlensäure mag, nimmt einen Wassersprudler mit Glasflasche.
  3. Losen Tee oder Papierbeutel. Ein Teesieb aus Edelstahl kostet weniger als eine Packung Pyramidenbeutel.
  4. Zerkratzte beschichtete Pfannen tauschen. Wenn die Beschichtung Kratzer oder abgeplatzte Stellen hat, gehört die Pfanne weg. Als Ersatz eignen sich Edelstahl oder Gusseisen, die halten ein Leben lang. Dazu Kochlöffel aus Holz statt Metall in beschichteten Pfannen.
  5. Alte Kunststoffbretter austauschen. Für Gemüse, Brot und Gekochtes ein Holzbrett, für rohes Fleisch weiter ein glattes Kunststoffbrett, das in den Geschirrspüler kann.
  6. Frischhaltefolie reduzieren. Ein Teller auf der Schüssel, Bienenwachstücher oder Dosen mit Deckel tun dasselbe.
Hand füllt Gulasch aus einem Topf in eine Glasschüssel mit Deckel, daneben eine leere Plastikdose zur Seite geschoben
Gulasch in die Glasschüssel, nicht in die Dose. Seit Juni die wichtigste Änderung in meiner Küche.

Was ich bewusst nicht auf die Liste gesetzt habe: Wasserfilter mit Kunststoffkartuschen, teure Spezialgeräte und Versprechen, die „mikroplastikfreie Küchen“ verkaufen. Völlig frei von Kunststoff wird keine Küche, und das muss sie auch nicht sein. Mein Mann Herbert hat sich trotzdem Sorgen gemacht, als ich mit dem Notizblock durch die Küche ging. Er hat gefragt, ob er seinen Plastikbecher für den Kaffee am Balkon behalten darf. Darf er, solange der Kaffee nicht kochend hineinkommt.

Ein Punkt außerhalb der Küche gehört trotzdem erwähnt: Ein großer Teil des Mikroplastiks, das wir einatmen und schlucken, stammt aus Hausstaub, der wiederum viel von Textilien aus Kunstfasern kommt. Regelmäßig feucht wischen und lüften hilft also auch in der Küche, in der Staub auf Arbeitsflächen und Geschirr landet. Bleibt die Frage, was das alles kostet.

Was der Umstieg kostet, und was du dir sparen kannst

Ich habe im Juni angefangen und nach und nach umgestellt. Nicht alles auf einmal, denn eine funktionierende Dose wegzuwerfen ist auch nicht im Sinne der Umwelt. So sah meine Rechnung aus:

  • Sechs Glasdosen mit Deckel in verschiedenen Größen, bei Interspar und im Haushaltsgeschäft: rund 35 Euro.
  • Ein Teesieb aus Edelstahl: rund 6 Euro.
  • Eine Edelstahlpfanne als Ersatz für die zerkratzte beschichtete: rund 60 Euro. Meine Gusseisenpfanne von der Mutter hatte ich schon.
  • Ein Holzbrett aus Buche für Gemüse und Brot: rund 25 Euro.

Zusammen rund 125 Euro, verteilt über drei Monate. Die alten Plastikdosen verwende ich weiter, aber nur noch für Trockenes und Kaltes: Nudeln, Reis, Kekse, Jause für die Wanderung. Da geben sie kaum etwas ab.

Offener Küchenkasten mit gestapelten Glasdosen oben und alten Plastikdosen mit Nudeln und Reis unten, eine Hand greift nach einer Glasdose
Oben Glas für alles, was warm wird. Unten Plastik für Nudeln und Reis. Weggeworfen habe ich fast nichts.

Bei den Pfannen ein Wort, weil hier viel Werbung unterwegs ist: Keramikbeschichtungen werden oft als „frei von PFAS“ beworben und sind tatsächlich eine Alternative zu klassischem Teflon. Auch sie verschleißen aber und sind nach einigen Jahren nicht mehr glatt. Edelstahl und Gusseisen brauchen etwas Übung, damit nichts anbrennt, halten dafür ewig. Ich brate meine Eier seit dem Sommer in Edelstahl. Die ersten drei sind angebrannt. Ab dem vierten ging es, mit etwas mehr Butter und mehr Geduld beim Vorheizen.

Wer nach dem Umstieg ein gutes Holzbrett und scharfe Messer in der Küche hat, sollte sie auch pflegen. Wie man Messer richtig schleift, damit sie auf Holz gut schneiden, hat Sabine in ihrer Anleitung zum Messerschleifen beschrieben.

Black Friday und Weihnachten: sinnvolle Geschenke statt Panik

Rund um den Black Friday, heuer am 27. November, gibt es bei Haushaltsgeschäften, Möbelhäusern und Interspar oft Rabatte auf Glasdosen-Sets und Pfannen. Das ist eine gute Gelegenheit, eine zerkratzte Pfanne zu ersetzen. Kauf aber nichts, nur weil es reduziert ist.

Unsere PreisschwellenEin Set aus sechs Glasdosen mit Deckel unter 25 € ist ein gutes Angebot. Eine Edelstahlpfanne mit 28 cm von einer bekannten Marke unter 45 € ebenfalls. Für ein Teesieb aus Edelstahl solltest du nie mehr als 10 € zahlen. Finger weg von Produkten, die „100 Prozent mikroplastikfrei“ versprechen und dafür das Dreifache kosten.

Als Weihnachtsgeschenk ist ein schönes Set Glasdosen oder eine gute Pfanne viel sinnvoller als ein weiteres Küchengerät aus Kunststoff. Ich habe meiner Tochter letztes Jahr eine Gusseisenpfanne geschenkt. Sie hat sich zuerst über das Gewicht beschwert und verwendet sie inzwischen jeden Tag. Woran du am Black Friday echte Rabatte erkennst, steht im Black-Friday-Ratgeber für Österreich.

Weiterlesen und mitverfolgen

Mikroplastik ist ein Thema, bei dem jedes Jahr neue Studien erscheinen. Ich werde diesen Ratgeber aktualisieren, wenn sich am Wissensstand etwas Wichtiges ändert. Welche Küchengeräte wir gerade testen, siehst du bei den laufenden Tests. Wie wir arbeiten und Quellen prüfen, steht unter So testen wir.

Was ich aus dem Sommer mitgenommen habe

Mikroplastik ist real, wir nehmen es jeden Tag auf, und die Forschung zu den Folgen steht noch am Anfang. Das ist ein Grund, vernünftig zu handeln, nicht ein Grund zur Angst. Die wichtigste Erkenntnis ist einfach: Hitze und Kunststoff vertragen sich nicht. Wer nichts in Plastik erhitzt, Leitungswasser trinkt und zerkratzte Pfannen tauscht, hat den größten Teil schon erledigt.

Den Rest kann man nach und nach machen, ohne die halbe Küche wegzuwerfen. In meiner Küche stehen heute mehr Glasdosen als früher, eine Edelstahlpfanne und ein Teesieb. Die alten Plastikdosen sind noch da, nur kälter.

Claudia hat mir im August übrigens ein Foto aus ihrer Wiener Küche geschickt. Darauf eine Glasdose mit Gulasch, auf dem Weg in die Mikrowelle. Darunter stand: „Mama, dein Rezept, deine Regel.“

Häufige Fragen zu Mikroplastik in der Küche

Ist Mikroplastik gesundheitsschädlich?

Sicher belegt ist das bei den üblichen Mengen noch nicht. Die Weltgesundheitsorganisation sieht die Datenlage als unzureichend. Einzelne Studien, etwa zu Mikroplastik in Ablagerungen der Halsschlagader, zeigen aber Zusammenhänge mit Herz-Kreislauf-Ereignissen. Vernünftig ist, die größten Quellen zu vermeiden.

Darf ich Plastikdosen in die Mikrowelle stellen?

Besser nicht. Studien haben gezeigt, dass Kunststoffbehälter beim Erhitzen in der Mikrowelle in wenigen Minuten Millionen Teilchen abgeben. Füll das Essen zum Aufwärmen auf einen Teller oder in Glas um. Für Kaltes und Trockenes kannst du die Dosen weiter verwenden.

Ist Leitungswasser in Österreich besser als Flaschenwasser?

Was Mikroplastik betrifft, sehr wahrscheinlich ja. In Flaschenwasser wurden im Schnitt rund 240.000 Kunststoffteilchen pro Liter gemessen. Das österreichische Leitungswasser kommt meist aus Quellen und Grundwasser und hat eine sehr hohe Qualität.

Muss ich meine beschichteten Pfannen wegwerfen?

Nur, wenn die Beschichtung zerkratzt oder abgeplatzt ist. Intakte Pfannen kannst du weiter verwenden, mit Holz- oder Silikonwerkzeug und ohne sie leer zu überhitzen. Als Ersatz eignen sich Edelstahl und Gusseisen, die sehr lange halten.