Garmin Forerunner 970
Laufuhr mit 47-mm-AMOLED, Mehrfrequenz-GPS, Karten, Taschenlampe und fünf Tasten
- Im Wald nur 0,2 Prozent neben der Tachymeter-Strecke
- GPS-Spur im Schnitt 1,8 Meter neben der Wegachse
- Puls im Dauerlauf 1,9 Schläge vom Gurt entfernt
- Rund neun Tage Akku bei vier Läufen pro Woche
- Teuerste Uhr im Test
- Beim ruhigen Puls ist die Apple Watch noch etwas genauer
- Mit 56 Gramm nachts deutlich zu spüren
- Viele Einstellungen stecken tief in Untermenüs
„Kommt hier eine Straße hin?“ Die Frau mit dem Rauhaardackel blieb auf dem Waldweg stehen und schaute abwechselnd auf mein Stativ und auf mich. Es war Samstag, der 22. August, kurz nach acht, im Schiffenberger Wald. Ich hatte gerade ein Tachymeter zwischen zwei Buchen aufgebaut, und fünfzig Meter weiter hielt unser Sohn Ben einen Prismenstab so gerade, wie ein Siebenjähriger das eben kann.
Nein, sagte ich, hier kommt keine Straße hin. Ich vermesse nur meine Laufrunde. Sie hat gelacht. Der Dackel nicht.
Ich bin Holger, Vermessungsingenieur in Gießen, und ich laufe seit 14 Jahren an der Lahn. Vom 22. August bis zum 16. Oktober 2026, also 56 Tage lang, waren das fünf Smartwatches: die Garmin Forerunner 970, die Polar Vantage V3, die Apple Watch Series 11, die Samsung Galaxy Watch8 und die Google Pixel Watch 4.
Die Frage, die den ganzen Spätsommer auf unserer Seite Laufende Tests stand, klingt harmlos: Welche Uhr misst GPS-Tempo und Puls beim Laufen am nächsten an einem Brustgurt? Beim Puls gibt der Gurt die Wahrheit vor. Für das Tempo braucht es etwas anderes, nämlich eine Strecke, deren Länge du wirklich kennst. Und genau da fängt mein Beruf an.
Erst die Strecke, dann die Uhr
Bei meinen Tests der Forerunner 170 und der Galaxy Watch9 hatte ich die Runden mit dem Messrad vom Verein abgefahren. Wenn fünf Uhren um Zehntelprozente streiten, reicht das nicht. Also habe ich mir an den ersten beiden Testtagen Geräte aus dem Büro ausgeliehen, mit dem Segen meines Chefs.
- Lahnrunde, 8,397 km: offen, am Fluss entlang über Radweg und Wiesen. Mit dem GNSS-Rover und den Korrekturdaten von SAPOS alle fünf Meter ein Punkt auf der Wegmitte, auf zwei Zentimeter genau. Das Messrad hatte 8,40 km gesagt. Respekt an den Verein.
- Waldrunde im Schiffenberger Wald, 6,138 km: unter alten Buchen. Hier bekommt selbst ein Vermessungsempfänger keinen sauberen Fix, deshalb lief es klassisch mit dem Tachymeter als Polygonzug, 41 Standpunkte an einem langen Samstag. Das Messrad lag hier 12 Meter zu lang, weil es über Wurzeln hüpft.
- Der Messkilometer: ein gerades Stück Lahnradweg, Anfang und Ende mit Sprühkreide markiert, exakt 1.000,0 Meter. Hier vergleiche ich die Live-Pace am Arm mit der echten aus Strecke und Zeit.
- Der Schiffenberg-Anstieg: 780 Meter mit 58 Höhenmetern bis hinauf zum Kloster. Hier liefen die Bergsprints für den Puls.
Ben hat an diesem Samstag 41-mal den Prismenstab getragen und dafür oben am Kloster ein Eis bekommen. Er erzählt seitdem, er sei auch Vermesser. Mit den Strecken war die eine Hälfte geklärt. Für die andere Hälfte brauchte ich etwas, das direkt am Herzen sitzt.

Ein Gurt, der mit keiner Uhr spricht
Die Uhren schätzen deinen Puls mit grünem Licht aus dem Blutfluss in der Haut. Ein Brustgurt misst die elektrischen Signale des Herzens, deshalb ist er der Maßstab. Meiner ist ein Polar H10, der eine Einheit im eigenen Speicher aufzeichnen kann, ohne mit einer Uhr verbunden zu sein.
Das war mir wichtig, weil eine Polar-Uhr im Test war. Der Gurt war mit keiner der fünf gekoppelt, jede Uhr musste mit ihrem eigenen Sensor messen. Für alle 34 Läufe galten dieselben Regeln:
- Zwei Uhren pro Lauf, eine an jedem Handgelenk, zwei Finger breit über dem Knöchel. Jede der zehn möglichen Paarungen kam drei- bis viermal dran, vorher ausgelost, und jede Uhr war gleich oft links und rechts.
- Jede Uhr im genauesten GPS-Modus. Bei vier von fünf heißt das Mehrfrequenz.
- Der Gurt lief bei jedem Lauf mit, ohne Ausnahme.
- Gewertet wird der Puls ab Minute zehn. Die ersten zehn Minuten habe ich getrennt ausgewertet, dazu weiter unten mehr.
Abends habe ich alle Dateien exportiert und Sekunde für Sekunde neben die Gurtdaten gelegt. Die GPS-Spuren kamen auf das digitale Luftbild von Hessen, auf dem du jeden Gullydeckel erkennst. So sehe ich auch, wie weit eine Spur neben dem Weg liegt. Wie wir solche Testpläne grundsätzlich aufbauen, steht auf So testen wir.
Katrin nennt den Ordner auf meinem Laptop inzwischen „Holgers Doktorarbeit“. Bevor ich zu den Zahlen komme, kurz zu den fünf Kandidaten. Zwei von ihnen reden nicht mit jedem Handy.
Die fünf Uhren im Test
Alle fünf haben wir zu normalen Preisen gekauft, bei MediaMarkt, Saturn, Bunert und Amazon.de. Die Preise unten gelten beim Schreiben und schwanken im Herbst kräftig, vor dem Black Friday besonders.
| Modell | Getestete Größe | GPS | Handy | Preis beim Schreiben |
|---|---|---|---|---|
| Garmin Forerunner 970 | 47 mm | Mehrfrequenz (L1 und L5) | iPhone und Android | UVP 749,99 €, rund 579 bis 629 € |
| Polar Vantage V3 | 47 mm | Zweifrequenz (L1 und L5) | iPhone und Android | UVP 599,90 €, rund 399 bis 449 € |
| Apple Watch Series 11 | 46 mm, GPS | Einfrequenz (L1) | nur iPhone | rund 329 bis 369 € |
| Samsung Galaxy Watch8 | 44 mm, Bluetooth | Zweifrequenz | nur Android | rund 219 bis 249 € |
| Google Pixel Watch 4 | 45 mm, WLAN | Zweifrequenz | nur Android | rund 319 bis 359 € |
Galaxy Watch8 und Pixel Watch 4 liefen über mein Galaxy S24, die Apple Watch über das Dienst-iPhone aus dem Büro, das acht Wochen lang in meiner Laufweste gewohnt hat. Waren beide Android-Uhren gleichzeitig am Arm, vibrierte jede Nachricht doppelt. Katrin hat irgendwann aufgehört, mir zu schreiben, wenn ich laufe.
Die wichtigste Spalte ist die GPS-Spalte. Warum, erklärt mein Kollege Dariusz, der bei uns im Büro die GNSS-Empfänger betreut, besser als ich:
„Unter Laub kommt das Satellitensignal geschwächt und über Umwege an. Das L5-Signal ist moderner und lässt sich leichter von seinen eigenen Echos trennen. Eine Uhr, die nur L1 hört, muss mehr raten.“ Dariusz Nowicki, Vermessungstechniker in unserem Büro
Wie viel dieses Raten ausmacht, zeigt die nächste Tabelle.
Das Ergebnis auf einen Blick
68 Aufzeichnungen auf 34 Läufen und 314 Kilometern, jede Uhr 13- oder 14-mal. Außer bei der Note gilt: kleiner ist besser.
| Messung | Forerunner 970 | Vantage V3 | Apple Series 11 | Galaxy Watch8 | Pixel Watch 4 |
|---|---|---|---|---|---|
| Lahnrunde, 8,397 km | 0,1 % zu lang | 0,2 % zu lang | 0,6 % zu lang | 0,4 % zu lang | 0,5 % zu lang |
| Waldrunde, 6,138 km | 0,2 % zu lang | 0,5 % zu lang | 2,1 % zu lang | 1,3 % zu kurz | 1,4 % zu lang |
| Spur neben der Wegachse, Wald | 1,8 m | 2,3 m | 6,7 m | 3,9 m | 4,6 m |
| Live-Pace-Schwankung, Messkilometer | ±4 s/km | ±5 s/km | ±9 s/km | ±7 s/km | ±8 s/km |
| Puls im Dauerlauf, Schläge pro Minute neben dem Gurt | 1,9 | 2,8 | 1,4 | 2,3 | 3,4 |
| Verzögerung bei Bergsprints | 5 s | 8 s | 4 s | 6 s | 10 s |
| Akku in meinem Alltag | 9 Tage | 6 Tage | 29 Stunden | 36 Stunden | 35 Stunden |
| Note | 9,0 | 8,5 | 8,0 | 7,7 | 7,2 |
Lies die Tabelle von oben nach unten, und du hast das ganze Ergebnis. Die Apple Watch misst den ruhigen Puls am besten und verliert im Wald den Weg. Die Garmin liegt beim Puls 0,5 Schläge hinter ihr und in jeder GPS-Zeile vorn. Nur eine Uhr hat beide Hälften der Frage ohne Einschränkung beantwortet.

Testsieger Garmin Forerunner 970: die Spur liegt auf dem Weg
Ich habe auf Luftbildern schon viele GPS-Spuren gesehen, beruflich und privat. So eine wie die der 970 im Schiffenberger Wald selten. Im Schnitt lag sie 1,8 Meter neben der Wegachse, und das unter Buchen, deren Kronen im August fast den ganzen Himmel zumachen. An den drei Kehren am Hang hat sie jede Kurve mitgenommen, statt sie abzukürzen.
Die Forerunner 970 empfängt auf mehreren Frequenzen alle großen Satellitensysteme und kann mit SatIQ selbst entscheiden, wann sie den stromhungrigen Modus braucht. Für den Test habe ich ihn fest eingeschaltet. Auf der Lahnrunde kam sie im Schnitt auf 8,41 Kilometer, auf dem Messkilometer schwankte die Live-Pace nur um 4 Sekunden. Bei einem Dauerlauf mit 5:20 pro Kilometer springt die Zahl am Arm also zwischen 5:16 und 5:24. Bei der Apple Watch waren es 5:11 bis 5:29.
Beim Puls war sie im Dauerlauf 1,9 Schläge vom Gurt entfernt und bei den Bergsprints nach 5 Sekunden dran. Für einen Sensor am Handgelenk ist das sehr gut. Die Apple Watch war etwas besser, aber ein locker sitzendes Armband macht mehr aus.
Mit vier Läufen pro Woche, Schlafaufzeichnung und fest eingestelltem Mehrfrequenz-GPS hielt der Akku neun Tage, Garmin nennt im Smartwatch-Betrieb bis zu 15. Die fünf Tasten gehen auch mit Laufhandschuhen, und die eingebaute Taschenlampe hat mir ab Anfang Oktober um Viertel vor sieben den Waldweg gezeigt, als die Stirnlampe zu Hause auf der Kommode lag.
Was stört, ist zuerst der Preis. Rund 579 bis 629 € sind fast das Dreifache einer Galaxy Watch8. Mit 56 Gramm spürst du sie nachts, und wer eine bestimmte Einstellung sucht, tippt sich durch drei Menüebenen. Meine eigene Forerunner 170 kann für die Hausrunde erstaunlich viel davon. Im Wald kann sie es nicht. Fast so gut wie die 970 war dort eine Uhr, die schon drei Jahre auf dem Markt ist.
Polar Vantage V3: fast gleichauf beim Tempo, langsamer beim Puls
Die Vantage V3 kam im Herbst 2023, und man sieht ihr das Alter nicht an. 47-Millimeter-Gehäuse, AMOLED-Display, Zweifrequenz-GPS, 57 Gramm mit Armband. Offline-Karten kamen erst später per Update.
Beim GPS war sie die einzige, die der Garmin wirklich nahe kam: 0,2 Prozent auf der Lahnrunde, 0,5 Prozent im Wald, 2,3 Meter neben der Wegachse. Bei zwei Läufen im Wald lag sie sogar näher an der Tachymeter-Strecke als die Garmin. Auf dem Messkilometer war ihre Live-Pace mit ±5 Sekunden kaum unruhiger.
Beim Puls hat sie die Punkte liegen lassen. Im Dauerlauf 2,8 Schläge neben dem Gurt, bei den Bergsprints 8 Sekunden Verzögerung, und an kalten Morgen brauchte sie lange, bis sie überhaupt stimmte. Wer nach Pulszonen trainiert, koppelt am besten gleich einen Brustgurt, das geht bei Polar in wenigen Sekunden.
Gefallen hat mir die App Polar Flow, ohne Abo und mit Export der Rohdaten in zwei Klicks. Der Akku hielt bei mir sechs Tage. Für rund 399 bis 449 € ist sie mein Preis-Leistungs-Tipp, wenn es dir vor allem ums Tempo geht. Beim Puls ganz vorn lag eine Uhr, die mit meinem eigenen Handy gar nicht reden will.
Apple Watch Series 11: der beste Puls, die unruhigste Spur
Ruhiger Dauerlauf, 1,4 Schläge neben dem Gurt. Bei den Bergsprints nach 4 Sekunden dran, schneller als alle anderen. Wenn es nur um den Puls ginge, hätte die Apple Watch Series 11 gewonnen. Ehrlich gesagt hat mich das überrascht.
Das GPS hat sie den Sieg gekostet. Die Series 11 hört nur auf einer Frequenz, und unter den Buchen sieht man das sofort. Auf der Waldrunde maß sie 2,1 Prozent zu viel, also rund 130 Meter, und ihre Spur lag im Schnitt 6,7 Meter neben dem Weg. An einer Stelle bin ich laut Uhr quer durch eine Fichtenschonung gelaufen. Auf der offenen Lahnrunde war sie mit 0,6 Prozent völlig in Ordnung.
Einmal hat sie mich trotzdem gerührt. In der vierten Woche bin ich im Wald über eine Wurzel gestolpert, auf die Hände gefallen und sofort wieder aufgestanden, etwas peinlich berührt. Die Uhr wollte wissen, ob ich gestürzt bin und Hilfe brauche. Die beiden Spaziergänger hinter mir wollten das auch wissen.
Der Akku reicht einen Tag mit Training, bei mir im Schnitt 29 Stunden. Wer ein iPhone hat und meistens auf offenen Wegen läuft, bekommt eine sehr gute Pulsuhr, die seit dem Start der Series 12 deutlich günstiger geworden ist. Ähnlich gut beim Puls war die günstigste Uhr im Test.
Samsung Galaxy Watch8: günstig und ehrlich, nur in den Kurven zu kurz
Die Galaxy Watch8 kannte ich fast schon, weil ich im August ihre Nachfolgerin getestet habe. In 44 Millimetern kostet sie beim Schreiben rund 219 bis 249 €. Im Dauerlauf lag sie 2,3 Schläge neben dem Gurt, etwas schlechter als die Watch9 in meinem Test im August, aber im Rahmen.
Im Wald hat sie das gemacht, was ich schon von der Watch9 kenne: Sie schneidet Kurven. Auf der Waldrunde fehlten im Schnitt 80 Meter. Auf dem Luftbild siehst du, wie ihre Spur in jeder Kehre eine Abkürzung nimmt, die es im Gelände nicht gibt. Auf der offenen Lahnrunde war sie mit 0,4 Prozent gut.
Als Smartwatch ist sie für das Geld schwer zu schlagen: helles Display, flotte Bedienung, gut 36 Stunden Akku. Katrin hat abends das Antioxidantien-Messen am Daumen ausprobiert, nach einem Teller Möhrensuppe, und war mit ihrem Wert deutlich zufriedener als ich mit meinem nach dem Grillabend bei Herrn Albers. Bleibt die Uhr, von der ich mir am meisten erhofft hatte.
Google Pixel Watch 4: schön und schlau, aber am Puls zu langsam
Die Pixel Watch 4 hat in dieser Generation Zweifrequenz-GPS bekommen, und auf der Lahnrunde merkst du das: 0,5 Prozent zu lang. Im Wald waren es 1,4 Prozent, mit 4,6 Metern Abstand zur Wegachse. Das ist besser als die Apple Watch, aber weit hinter Garmin und Polar.
Beim Puls war sie die Schwächste: 3,4 Schläge im Dauerlauf, 10 Sekunden Verzögerung bei den Bergsprints. Und einmal hat sie sich auf meinen Schritt eingelassen. Beim Bergablauf vom Schiffenberg zeigte sie gut zwei Kilometer lang 171, während der Gurt 146 maß. 171 ist ziemlich genau meine Schrittfrequenz bergab. Das passiert, wenn die Uhr bei jedem Schritt ein wenig rutscht, und ein Loch enger hat es behoben.
Schön ist das Gehäuse mit dem gewölbten Glas, die Auswertungen aus der Fitbit-Welt lesen sich gut, und sie lädt flott, bei mir von 12 auf 63 Prozent in 25 Minuten. Die ersten Minuten eines Laufs waren übrigens bei allen fünf Uhren das größte Problem, und das lag am Wetter.
Kalte Morgen an der Lahn: warum der Puls am Anfang daneben liegt
Am 13. Oktober zeigte das Thermometer am Bootshaus 2,6 Grad, und über der Lahn lag Nebel. Bei Kälte zieht der Körper das Blut aus Händen und Unterarmen zurück. Der optische Sensor bekommt dann ein schwächeres Signal. An diesem Morgen zeigte die Pixel Watch in Minute vier 104, als der Gurt schon 131 maß.
Über alle Läufe unter 8 Grad gerechnet, brauchten die Uhren unterschiedlich lange, bis sie dauerhaft auf 5 Schläge an den Gurt herankamen: Apple 3 Minuten, Garmin 4, Galaxy 5, Polar 7 und Pixel 8. Im August waren es bei allen unter zwei Minuten.
Für den Abschluss bin ich am 16. Oktober ein letztes Mal den Schiffenberg hochgelaufen, mit der Garmin links und der Polar rechts. Oben am Kloster lagen die beiden Kurven der Uhren für den letzten Sprint nur zwei Sekunden auseinander. Welche Uhr zu dir passt, hängt am Ende aber nicht nur an solchen Zahlen.

Welche Uhr zu dir passt
Mein Fazit nach 56 Tagen
Nach 34 Läufen und 314 Kilometern ist meine Antwort auf die Frage dieses Tests die Garmin Forerunner 970: im Schnitt in jeder GPS-Wertung vorn, beim Puls knapp hinter der Apple Watch. Wer weniger ausgeben will und vor allem nach Tempo läuft, nimmt die Polar Vantage V3.
Die Leihgeräte sind zurück im Büro, mit einer Kiste Äpfel aus dem Hanggarten für die Kollegen. Dariusz hat beim Auspacken gefragt, ob ich jetzt jedes Hobby vermesse. Die Forerunner 970 bleibt über den Winter für unseren Langzeitcheck an meinem Arm.
Mein nächster Test hat heute begonnen, und er ist lauter: Akku-Laubbläser im nassen Herbstlaub, zwischen Rasen, Hang und Pflaster. Den Stand findest du unter Laufende Tests.
Häufige Fragen zu Sportuhren und Genauigkeit
Wie genau misst eine Smartwatch den Puls im Vergleich zum Brustgurt?
Bei ruhigen Dauerläufen lagen die fünf Uhren in unserem Test im Schnitt 1,4 bis 3,4 Schläge pro Minute neben dem Brustgurt, die Apple Watch Series 11 am nächsten, die Pixel Watch 4 am weitesten weg. Bei schnellen Tempowechseln hinken alle 4 bis 10 Sekunden hinterher.
Welche Laufuhr hat das genaueste GPS?
In unserem Test die Garmin Forerunner 970: 0,1 Prozent Abweichung auf einer offenen Runde und 0,2 Prozent im dichten Buchenwald, gemessen gegen eine per Tachymeter vermessene Strecke. Die Polar Vantage V3 lag knapp dahinter. Unter Bäumen hatten Uhren mit Mehrfrequenz-GPS einen klaren Vorteil.
Warum zeigt meine Uhr am Anfang des Laufs einen zu niedrigen Puls?
Bei Kälte ist weniger Blut in Haut und Unterarm, und der optische Sensor bekommt ein schwächeres Signal. Unter 8 Grad brauchten die Uhren in unserem Test 3 bis 8 Minuten, bis sie zuverlässig nah am Gurt lagen. Lauf die ersten zehn Minuten locker, trag die Uhr eng und zieh den Ärmel darüber, bis du warm bist.
Welche Sportuhr passt zum iPhone und welche zu Android?
Garmin und Polar funktionieren mit beiden. Die Apple Watch läuft nur mit dem iPhone. Die Galaxy Watch8 und die Pixel Watch 4 brauchen ein Android-Handy, einige Gesundheitsfunktionen der Galaxy Watch gibt es nur mit einem Samsung-Smartphone.
