Bosch Cookit
Küchenmaschine mit Kochfunktion, 3-Liter-Edelstahltopf, Anbraten bis 200 °C, 3D-Rührer, Dampfgaraufsatz und Schneidaufsatz
- Im Schnitt 19 Handgriffe pro Abendessen für vier, der beste Wert im Test
- Brät 800 Gramm Gulaschfleisch in einem Durchgang richtig braun
- Kartoffeln garen im Aufsatz, während unten die Soße schmort
- Schneidaufsatz hobelt Gemüse direkt in den Topf
- Der Topf wiegt leer schon 2,75 Kilo
- Mit Dampfaufsatz 54 cm hoch, unter dem Hängeschrank wird es eng
- Sechs Teile im Abwasch, mehr als beim Thermomix
- Deutlich weniger Rezepte als in Cookidoo
Mittwoch, 2. September, kurz vor sieben. Ich stehe vor dem Monsieur Cuisine, im Topf ein Gulasch für vier, und schiebe zum dritten Mal mit dem Spatel graues Fleisch vom Boden. Auf dem Regal über der Spüle läuft mein Handy und filmt mich dabei. Lea wird das Video später zählen. Und ich weiß schon jetzt, dass sie lachen wird.
Ich bin Anke, ich war 14 Jahre Köchin in Hamburger Restaurantküchen, und ich teste bei uns Kaffeemaschinen und Küchengeräte. Vom 18. August bis zum 21. Oktober 2026, also 65 Tage lang, standen in unserer Küche in Barmbek fünf Küchenmaschinen mit Kochfunktion: der Bosch Cookit, der Thermomix TM7, der Monsieur Cuisine Smart von Lidl, der Krups Prep&Cook und die Kenwood Cooking Chef XL.
Die Frage dieses Tests stand acht Wochen lang auf unserer Seite Laufende Tests: Welche Maschine bringt ein Abendessen für vier mit den wenigsten Handgriffen auf den Tisch? Nicht die schönste, nicht die schlauste. Die, bei der du nach einem langen Tag am wenigsten tun musst. Klingt nach einer Frage für eine Stoppuhr. Gebraucht habe ich aber vor allem eine Strichliste.
Wie man Handgriffe zählt, ohne verrückt zu werden
Ein Handgriff ist bei uns jede Bewegung, bei der du nach dem Start etwas anfasst: eine Zutat einwiegen, den Deckel öffnen, mit dem Spatel nachschieben, ein Werkzeug wechseln, umfüllen, eine Zutat von Hand schneiden. Kartoffeln schälen und Fleisch auspacken zählen nicht, weil das bei allen fünf gleich ist. Gezählt wird, bis das Essen für vier auf dem Tisch steht.
Damit das ehrlich bleibt, gab es fünf feste Gerichte, jedes auf jeder Maschine zweimal, immer nach dem Rezept des Herstellers für vier Personen:
- Rindergulasch mit Salzkartoffeln, 800 Gramm Fleisch, die schwerste Prüfung für Topfgröße und Hitze
- Hühnerfrikassee mit Reis, zwei Komponenten zur selben Zeit
- Lachs mit Brokkoli, Kartoffeln und Dillsoße, alles aus dem Dampf
- Rotes Linsencurry mit Basmatireis
- Kartoffelsuppe mit Mettenden, weil das hier oben einfach dazugehört
Das sind 50 Abendessen an 65 Tagen. Gefilmt hat jedes Mal mein altes Handy auf dem Regal, gezählt hat unsere Tochter Lea abends am Laptop, bei anderthalbfacher Geschwindigkeit. Sie schreibt gerade an ihrer Masterarbeit und hat jede Ablenkung dankbar angenommen. Bezahlt wurde sie in Pizza, eine pro zehn Videos. Wie wir solche Testpläne grundsätzlich aufbauen, steht auf So testen wir.
Die vierte Esserin war Jürgens Mutter Hannelore, 79, die zwei Häuser weiter wohnt. Sie kam an jedem Testabend um halb sieben und hat jedes Essen benotet, mit Schulnoten, ohne Gnade. Ihre Noten haben nicht in die Wertung gezählt. Ignoriert habe ich sie trotzdem nie.

Das Ergebnis auf einen Blick
Hier die Handgriffe pro Gericht, jeweils der Schnitt aus zwei Runden. Kleiner ist besser.
| Gericht für vier | Bosch Cookit | Thermomix TM7 | Monsieur Cuisine Smart | Krups Prep&Cook | Kenwood Cooking Chef XL |
|---|---|---|---|---|---|
| Gulasch mit Salzkartoffeln | 17 | 26 | 28 | 31 | 34 |
| Hühnerfrikassee mit Reis | 21 | 24 | 27 | 32 | 36 |
| Lachs aus dem Dampf | 16 | 15 | 22 | 29 | 31 |
| Linsencurry mit Reis | 20 | 21 | 29 | 30 | 33 |
| Kartoffelsuppe mit Mettenden | 21 | 24 | 29 | 33 | 31 |
| Handgriffe im Schnitt | 19 | 22 | 27 | 31 | 33 |
| Aktive Minuten im Schnitt | 13 | 14 | 18 | 21 | 22 |
| Minuten bis zum Tisch | 52 | 47 | 58 | 61 | 55 |
| Teile im Abwasch | 6 | 4 | 5 | 6 | 7 |
| Vier Portionen in einem Durchgang | 5 von 5 | 3 von 5 | 5 von 5 | 5 von 5 | 5 von 5 |
| Note | 8,8 | 8,6 | 7,6 | 6,9 | 7,1 |
Drei Handgriffe Abstand zwischen Cookit und Thermomix klingt nach wenig. Aber schau dir die Gulasch-Zeile an: Da sind es neun. Der Unterschied entsteht fast nur bei den Gerichten, in denen Fleisch für vier angebraten wird. Beim Lachs war der Thermomix sogar einen Griff besser. Warum das so ist, zeigt der Sieger am besten.
Testsieger Bosch Cookit: alles in einem Topf, auch für vier
Der Cookit hat einen Edelstahltopf mit 3 Litern Nutzvolumen und brät bis 200 °C. Für ein Gulasch für vier heißt das: 800 Gramm Rindfleisch rein, Deckel zu, nach acht Minuten ist alles rundherum braun. Kein Herausnehmen, keine zweite Runde. Dabei dreht sich der 3D-Rührer langsam durch den Topf und wendet das Fleisch, ohne es zu zerreißen.
Als Köchin habe ich zuerst geschnuppert und dann probiert. Röstaromen entstehen erst ab etwa 140 Grad an der Oberfläche, darunter wird Fleisch nur gar. Das Cookit-Gulasch hatte diesen Ansatz am Topfboden, den ich vom Bräter kenne. Hannelore gab eine Zwei plus, die beste Note des ganzen Tests.
Die anderen Handgriffe spart der Cookit mit seinem Zubehör. Die Kartoffeln garen im Dampfaufsatz über dem Gulasch. Für die Kartoffelsuppe schiebst du die geschälten Knollen durch den Schneidaufsatz, und die Scheiben fallen direkt in den Topf. Beim Frikassee lief der Reis oben im Aufsatz mit, und unten zog die Soße.
Das gibt es nicht umsonst. Der leere Topf wiegt 2,75 Kilo, mit Gulasch für vier hatte ich fast fünfeinhalb Kilo in den Händen. Mit Dampfaufsatz ist das Gerät 54 Zentimeter hoch, und unser Hängeschrank hängt 50 Zentimeter über der Arbeitsplatte. Ich habe ihn jedes Mal ein Stück nach vorn gezogen. Das Knäckebrot im Schrank darüber war nach dem ersten Lachsabend trotzdem weich.
Im Abwasch landen sechs Teile, weil Rührer, Messer und Schneidaufsatz einzeln gespült werden wollen. Die Rezepte kommen über die App Home Connect, ohne Abo, aber mit deutlich weniger Auswahl als in Cookidoo. Für unsere fünf Standardgerichte gab es alles, für Hannelores Wunsch nach Labskaus nicht. Bei der Auswahl war ein anderes Gerät klar vorn.
Thermomix TM7: der beste Beifahrer, mit zu kleinem Kofferraum
Den TM7 kannte ich aus meinem Langzeittest im Frühsommer. Im Juni habe ich ihn das beste Gerät seiner Art genannt. Für zwei oder drei Personen stehe ich dazu. Für vier muss ich es einschränken.
Das Problem hat einen Namen: 2,2 Liter. Beim Gulasch schreibt das Rezept 800 Gramm Fleisch vor, und die brät der TM7 nur in zwei Runden richtig an. Also: erste Hälfte rein, anbraten, mit dem Spatel in eine Schüssel holen, zweite Hälfte, dann alles zurück. Das sind neun Handgriffe mehr als beim Cookit. Beim Frikassee war es ähnlich, nur weniger schlimm.
Bei allem anderen ist er ein Vergnügen. Das große Display sagt dir jeden Schritt, die Waage zählt mit, und nach Suppe reicht oft die Vorspülfunktion. Mit vier Teilen hatte er den kleinsten Abwasch und mit 47 Minuten den schnellsten Weg zum Tisch. Beim Lachs hat er mit dem großen Varoma-Aufsatz sogar gewonnen: unten die Dillsoße, darüber Kartoffeln, ganz oben Lachs und Brokkoli, 15 Handgriffe.
Der Preis bleibt hoch: 1.549 € bei Vorwerk, dazu Cookidoo für rund 60 € im Jahr, wenn du die große Rezeptauswahl willst. Wer meistens zu zweit oder zu dritt isst, bekommt hier das angenehmste Gerät im Test. Wer viel Geld sparen will, schaut sich die Maschine an, die nur ein Drittel kostet.

Monsieur Cuisine Smart: viel Gerät für das Geld, aber kein Schmoren
Der Monsieur Cuisine Smart hat, was man bei dem Preis kaum erwartet: einen 3-Liter-Topf aus Edelstahl, ein Display mit 8 Zoll, eine Waage, WLAN und geführte Rezepte ohne Abo. Vier Portionen haben immer in einem Durchgang gepasst. Beim Lachs und beim Curry war er nicht weit hinter den beiden Großen.
Seine Grenze liegt bei 130 °C. Beim Gulasch wurde das Fleisch grau und zog Wasser, statt braun zu werden. Ich habe dreimal vom Boden nachgeschoben, das war die Szene vom Anfang. Am nächsten Abend hatte Hannelore ein Urteil parat:
„Kind, ich hab fünfzig Jahre Gulasch gemacht. Das gestern war gekocht, nicht geschmort.“ Hannelore, 79, unsere vierte Esserin
Sie hatte recht. Das Frikassee hat ihn noch einmal Griffe gekostet, weil das Rezept das Mehl bei laufendem Messer durch die Deckelöffnung wollte und die halbe Arbeitsplatte weiß wurde. Lidl verkauft ihn für 499 €, bei Aktionen zuletzt für 379 bis 449 €, meist im Onlineshop. Wenn du vor allem Suppen, Currys und Dampfgerichte kochst, ist das der Preis-Leistungs-Tipp. Ganz ohne Waage kam die nächste Maschine aus.
Krups Prep&Cook: solide, aber du wiegst alles selbst
Der Krups Prep&Cook ist der Veteran im Feld, die Grundversion HP5031 gibt es seit 2018. Edelstahlschüssel mit 4,5 Litern, davon rund 3 Liter nutzbar, 1.550 Watt, Anbraten bis 150 °C und sechs Automatikprogramme. Er arbeitet zuverlässig und hat in 65 Tagen nichts anbrennen lassen.
Er hat aber keine eingebaute Waage. Jede Zutat wanderte erst auf meine Küchenwaage, dann in die Schüssel, und das sind pro Abendessen fünf bis sieben Handgriffe mehr. Ein Display mit Schritt-für-Schritt-Anleitung fehlt auch, die Rezepte kommen aus der Krups-App auf dem Handy. Nach zwei Wochen hatte mein Handy einen Fettfilm, den ich bis heute nicht ganz weg bekomme.
Mit 150 °C wurde das Gulasch hellbraun, besser als beim Monsieur, schwächer als beim Cookit. Der Preis liegt beim Schreiben je nach Händler bei rund 550 bis 700 €, und in manchen Shops ist er nur noch knapp zu haben. Für den Preis bekommst du beim Monsieur Cuisine mehr Komfort. Das größte Gerät im Test hat ein ganz anderes Problem.
Kenwood Cooking Chef XL: eine Küchenmaschine, die auch kocht
Die Cooking Chef XL ist im Herzen eine Rührmaschine. Unter der 6,7-Liter-Schüssel sitzt ein Induktionsfeld, das bis 180 °C heizt, und am Turm sitzt ein kleiner Touchscreen. Beim Anbraten in der weiten Schüssel war sie gut, das Gulasch kam fast an den Cookit heran. Vier Portionen? Da hätte auch noch eine Nachbarin mitessen können.
Bei den Handgriffen war sie trotzdem Letzte, mit 33 im Schnitt. Für jeden Wechsel kippst du den Kopf hoch, tauschst das Werkzeug, setzt den Spritzschutz ab und wieder auf. Zwiebeln, Möhren und Kartoffeln habe ich von Hand geschnitten, weil unsere Ausführung keinen Zerkleinerer dabeihatte. Und weil Reis und Frikassee nicht gleichzeitig in die Schüssel passen, lief der Reis auf dem Herd.
Jürgen hat sie an einem Sonntag für einen Butterkuchen geliehen, und der war hervorragend. Dafür ist sie gebaut: Teige, große Mengen, Backen und Kochen in einem Gerät. Bei Amazon.de liegt sie beim Schreiben bei rund 1.099 €, im Fachhandel teils deutlich darüber. Für schnelle Abendessen unter der Woche ist sie die falsche Wahl. Was alle fünf Maschinen gemeinsam lehren, steht im nächsten Abschnitt.

Warum der Topf für vier wichtiger ist als das Display
Vor dem Test hätte ich gesagt: Die beste Rezeptführung gewinnt. Nach 50 Abendessen sehe ich es anders. Die meisten zusätzlichen Griffe entstanden immer an derselben Stelle, nämlich wenn ein Gericht nicht auf einmal in den Topf passte oder nicht heiß genug wurde. Dann wird umgefüllt, nachgeschoben und gewartet.
Lea hat übrigens ausgerechnet, wie viel Zeit die Unterschiede ausmachen. Zwischen Cookit und Kenwood liegen pro Abendessen 14 Handgriffe und 9 aktive Minuten. Bei fünf Abendessen pro Woche sind das gut 45 Minuten, also eine Folge ihrer Lieblingsserie. Welche Maschine zu deinem Alltag passt, hängt aber nicht nur an diesen Zahlen.
Welche Maschine zu dir passt
Mein Fazit nach 65 Tagen
Für die Frage dieses Tests, also ein Abendessen für vier mit den wenigsten Handgriffen, ist meine Antwort der Bosch Cookit: 19 Griffe im Schnitt, jedes Gericht in einem Durchgang und das beste Gulasch. Der Thermomix TM7 ist knapp dahinter und bleibt das angenehmste Gerät, wenn weniger Leute am Tisch sitzen.
Am letzten Testabend, dem 21. Oktober, gab es Gulasch aus dem Cookit, ohne Kamera und ohne Strichliste. Hannelore hat eine Zwei plus gegeben und gefragt, ob die Maschine bleiben darf. Sie bleibt, für unseren Langzeitcheck über den Winter. Lea hat ihre letzte Pizza noch gut.
Mein Test der Kaffeevollautomaten bis 800 Euro läuft noch bis Anfang November, den Stand findest du unter Laufende Tests. Und wenn du nach dem Abendessen noch einen grünen Smoothie willst: Den Sieger aus meinem Mixer-Test gibt es auch.
Häufige Fragen zu Küchenmaschinen mit Kochfunktion
Reicht ein Thermomix für eine vierköpfige Familie?
Für Suppen, Currys, Soßen und Dampfgerichte ja. Bei Fleischgerichten für vier wird der 2,2-Liter-Mixtopf des TM7 eng: In unserem Test musste Gulaschfleisch in zwei Runden angebraten werden, das kostete neun Handgriffe mehr als beim Bosch Cookit mit 3-Liter-Topf.
Was ist der Unterschied zwischen Bosch Cookit und Thermomix TM7?
Der Cookit hat einen größeren Topf mit 3 Litern, brät bis 200 °C und rührt mit einem 3D-Rührer, der TM7 hat 2,2 Liter und brät bis 160 °C. Dafür hat der Thermomix das größere Display, die viel größere Rezeptauswahl über Cookidoo und weniger Teile im Abwasch.
Kann der Monsieur Cuisine Smart anbraten?
Nur bedingt. Er heizt bis 130 °C. Röstaromen entstehen an der Oberfläche von Fleisch aber erst ab etwa 140 °C. In unserem Test wurde Gulaschfleisch grau statt braun. Zwiebeln andünsten klappt gut, für Geschmortes nimmst du besser eine Pfanne dazu.
Welche Küchenmaschine mit Kochfunktion braucht kein Abo?
Bosch Cookit, Monsieur Cuisine Smart, Krups Prep&Cook und Kenwood Cooking Chef XL laufen mit ihren Rezepten ohne Abo. Beim Thermomix TM7 funktionieren alle Grundfunktionen ohne Abo, die große Rezeptauswahl in Cookidoo kostet aber rund 60 € im Jahr.
