Beste Uhr für Bergtouren? Fünf Modelle, 41 Tage, ein Geometer misst nach

Elf Bergtouren, 12'810 Höhenmeter, fünf Uhren und ein Brustgurt als Schiedsrichter. Welche misst am Berg wirklich genau, und welche hält durch, bis du wieder unten bist?

Mann mit grauen kurzen Haaren, glatt rasiert, in roter Softshelljacke sitzt mittags auf einem Felsen am Gipfel und vergleicht zwei Sportuhren, eine an jedem Handgelenk, tief unter ihm ein See im Tal

Seit dem 22. August steht auf unserem Küchentisch eine Steckdosenleiste mit fünf Ladekabeln. Keines davon passt an eine andere Uhr. Andrea nennt die Ecke inzwischen «die Tankstelle», und Lara hat einen Zettel danebengeklebt: «Nicht ausstecken, Papi misst.»

Ich habe gemessen, 41 Tage lang, bis zum 1. Oktober. Fünf Uhren für den Bergsport: die Garmin fenix 8, die Apple Watch Ultra 3, die Suunto Race 2, die Coros Vertix 2S und die Polar Grit X2 Pro. Dazu elf Touren im Berner Oberland, 171 Kilometer und 12'810 Höhenmeter aufwärts. Über allem stand eine einzige Frage: Welche Uhr misst Höhenmeter, GPS-Strecke und Puls auf einer Bergtour am genauesten, und welche hält am längsten durch?

Die fenix 8 kennst du vielleicht aus meinem Einzeltest der fenix 8. Sie ist meine eigene, seit Juli. Genau deshalb habe ich mir für diesen Vergleich strengere Regeln gegeben als sonst. Mein Kaufentscheid vom Sommer sollte nicht das Resultat schreiben, das sollten die Zahlen tun.

TestsiegerGarmin fenix 8, 47 mm, AMOLED
9,0
Am genauesten am Berg, mit genug Akku41 Tage, elf Touren, gegen Brustgurt und Landeskarte gemessen, ab rund CHF 570
Höhenmeter9,5
GPS-Strecke9,3
Puls8,6
Ausdauer8,2
Bedienung am Berg9,2
Warum sie gewonnen hat
  • Kleinste Abweichung bei den Höhenmetern, auch nach Föhn
  • Saubere GPS-Spur im engen Gasterntal
  • Topokarten und ClimbPro ohne Zusatz-App
  • Tasten, die mit Handschuhen funktionieren
Wo andere besser sind
  • Puls am Arm: Apple und Polar lagen näher am Brustgurt
  • Akku pro Tourstunde: Suunto und Coros halten länger
  • 80 Gramm, schwerer als die Ultra 3 und die Suunto

Kurz gesagt: Wer am Berg vor allem verlässliche Höhenmeter, eine genaue Spur und Karten auf der Uhr will, nimmt die fenix 8. Wer weniger ausgeben will, bekommt mit der Suunto Race 2 fast die gleiche Genauigkeit und mehr Akku für rund 130 Franken weniger.

PlatzModellNoteStärkste SeitePreis (Okt. 2026)
1Garmin fenix 8, 47 mm AMOLED9,0Höhe und GPS am genauestenrund CHF 570 bis 600
2Suunto Race 28,6meiste Stunden pro Akkuladung auf der Tourrund CHF 430 bis 470
3Coros Vertix 2S8,3hält im Alltag mit Abstand am längstenrund CHF 550 bis 650
4Polar Grit X2 Pro8,0sehr guter Puls, angenehm leicht zu bedienenrund CHF 480 bis 520
5Apple Watch Ultra 37,8genauester Puls, beste Smartwatchab rund CHF 700, bei Apple CHF 799

So habe ich gemessen: zwei Uhren, ein Brustgurt, eine Landeskarte

Fünf Uhren gleichzeitig trägt kein Mensch. Ich habe auf jeder Tour zwei getragen, eine links und eine rechts, und nach jeder Tour die Seiten getauscht. Der Grund sind die Stöcke: Die Hand, die mehr Druck auf den Griff gibt, spannt die Muskeln am Handgelenk stärker an, und das stört die Pulsmessung. Auf fünf Touren kam Jonas mit, der sonst mit mir der Aare entlang läuft, und trug zwei weitere Uhren. So war jede Uhr auf sechs oder sieben Touren dabei.

Alle Uhren liefen auf der genausten GPS-Stufe, also alle Satellitensysteme auf zwei Frequenzen, Puls am Handgelenk und Display in der Werkseinstellung. Am Start habe ich jeden Höhenmesser auf die Kote der Landeskarte gesetzt, zum Beispiel auf den Bahnhof Mülenen vor dem Niesen. Die Referenzen:

  • Höhenmeter: Gipfelkoten der Landeskarte und der Aufstieg entlang der Route, nachgerechnet im Höhenmodell von swisstopo.
  • GPS-Strecke: Jede Route auf der Karte 1:25'000 nachgezeichnet. Im Gasterntal habe ich ein Teilstück von 4,30 Kilometern mit dem GNSS-Empfänger aus dem Büro eingemessen, auf zwei Zentimeter genau.
  • Puls: ein Brustgurt, der aufs Handy aufzeichnet. Verglichen habe ich Minute für Minute, nur im Aufstieg.
  • Akku: Prozent pro Tourstunde von Start bis Ziel. Dazu trug jede Uhr eine Woche lang allein im Alltag, mit Schlaf, Nachrichten und einer Tour.
Fünf Sportuhren liegen am Abend in einer Reihe auf einem Holztisch und hängen an fünf verschiedenen Ladekabeln an einer Steckdosenleiste, daneben schreibt eine Männerhand mit Bleistift Zahlen in ein kariertes Notizheft
Die «Tankstelle» auf dem Küchentisch. Jeden Abend Ladestand notieren, dann Daten exportieren.

Bewertet habe ich nach dem Ziel des Tests: Höhenmeter und GPS-Strecke zählen je ein Viertel, Puls und Ausdauer je ein Fünftel, der Rest ist die Bedienung am Berg. Die fenix 9 war nicht dabei, sie kam erst während des Tests in den Handel. Und weil die Höhe am Berg die Zahl ist, nach der du deine Kräfte einteilst, fange ich dort an.

Höhenmeter: Wer zählt richtig, wenn der Föhn kommt?

Alle fünf Uhren haben einen barometrischen Höhenmesser. Der misst den Luftdruck, und der ändert sich nicht nur mit der Höhe, sondern auch mit dem Wetter. Gut ist eine Uhr, die das merkt und mit dem GPS nachkorrigiert. Garmin, Suunto mit FusedAlti und Coros machen das automatisch, und genau das hat am Ende den Unterschied gemacht.

ModellAufstieg, Ø AbweichungGipfelhöhe, Ø AbweichungSchlechtester Tag
Garmin fenix 81,6 %6 m19 m zu hoch, Gantrisch bei Föhn
Suunto Race 22,1 %8 m23 m zu hoch, Gantrisch bei Föhn
Coros Vertix 2S2,4 %9 m26 m zu tief, Schilthorn
Apple Watch Ultra 32,9 %11 m31 m zu tief, Faulhorn
Polar Grit X2 Pro3,8 %17 m41 m zu hoch, Gantrisch bei Föhn

Am Niesen, wo ich die fenix links und die Polar rechts trug, stimmen laut Höhenmodell 1'670 Höhenmeter von Mülenen bis Niesen Kulm. Die fenix zeigte 1'659, die Polar 1'731. Ihr Fehler lag nicht am Gipfel, sondern unterwegs: Im Wald mit vielen kleinen Stufen hat sie jedes Auf und Ab mitgezählt, auch ein paar, die es nicht gab.

Der Gantrisch Mitte September war dann der Tag, an dem der Föhn mitgemessen hat. Innert vier Stunden fiel der Luftdruck deutlich. Die Polar meldete mir den Gipfel 41 Meter zu hoch, die fenix 19, die Suunto 23. Das klingt nach wenig. Wenn du aber im Nebel eine Verzweigung auf 2'050 Metern suchst, sind 40 Meter eine Kehre zu früh oder zu spät.

Mein Tipp vor jeder TourKalibriere den Höhenmesser am Start auf eine bekannte Kote: Bahnhof, Bergstation oder Hütte, die Höhe steht auf der Landeskarte oder oft direkt am Schild. Das dauert zehn Sekunden und hat bei allen fünf Uhren die Abweichung am Gipfel ungefähr halbiert.

Bei den Höhenmetern lag die fenix also vorne. Die Frage war, ob das auch für die Spur galt, die sie dabei aufzeichnet.

GPS-Strecke: Das Gasterntal als Prüfstein

Auf offenen Kämmen messen heute alle guten Uhren genau. Spannend wird es dort, wo der Himmel schmal ist. Das Gasterntal hinter Kandersteg ist so ein Ort: links und rechts Felswände, die Satellitensignale werden zurückgeworfen, und eine schlechte Uhr zeichnet Zickzacklinien über den Talboden. Ich bin das Tal zweimal gegangen, einmal mit Jonas, damit jede Uhr mindestens einen Durchgang auf meinem eingemessenen Stück hatte.

ModellGasterntal, 4,30 km eingemessenFehlerAlle Touren, Ø Fehler
Garmin fenix 84,25 km1,2 %0,6 %
Apple Watch Ultra 34,35 km1,2 %0,8 %
Suunto Race 24,21 km2,1 %0,9 %
Coros Vertix 2S4,22 km1,9 %1,0 %
Polar Grit X2 Pro4,19 km2,6 %1,3 %

Die Überraschung war für mich die Apple Watch. Ihre Spur im Gasterntal sah auf der Karte am ruhigsten aus, Sie war 50 Meter zu lang, weil sie zweimal kurz neben den Weg geriet. Die fenix war gleich genau, nur in die andere Richtung. Die Coros hat einen anderen Fehler: In engen Spitzkehren, etwa im Aufstieg zur Bunderchrinde, schneidet sie die Kurven ab. Auf 1'250 Höhenmetern fehlten ihr so knapp 300 Meter Weg.

Mann in roter Softshelljacke steht am Morgen im Schatten eines engen Bergtals mit hohen Felswänden, hält einen gelben Messstab mit GNSS-Empfänger und schaut seitlich auf die schwarze Sportuhr an seinem linken Handgelenk
Gasterntal, kurz nach acht. Der Messstab aus dem Büro liefert die Referenz, auf zwei Zentimeter genau.

Ein Wanderer aus dem Unterland hat mich dort gefragt, ob ich die Uhren verkaufe. Zwei Uhren, ein Messstab, ein Notizheft. Ich verstehe die Frage. Für die Navigation zählt am Ende aber nicht nur die Spur, sondern was die Uhr daraus macht: fenix, Suunto, Coros und Polar zeigen Topokarten direkt an, die Apple braucht dafür eine Zusatz-App. Ich habe WorkOutDoors genommen, für ein paar Franken. Dann wollte ich wissen, wie gut die Uhren das messen, was bei jedem Schritt bergauf zählt: den Puls.

Puls im Aufstieg: Was die Stöcke mit der Messung machen

Optische Sensoren am Handgelenk haben am Berg zwei Gegner. Der erste sind Stöcke, weil die Sehnen beim Greifen arbeiten. Der zweite ist Kälte, weil sich die Haut weniger durchblutet. Am Stockhorn startete ich um sieben Uhr bei 4 Grad in Erlenbach, und die Suunto hat in den ersten sechs Minuten einen Puls von 78 angezeigt, während der Gurt 131 mass. Danach war sie wieder dabei.

ModellØ Abweichung zum BrustgurtMinuten innerhalb von ±5 Schlägen
Apple Watch Ultra 33,2 Schläge/Min.91 %
Polar Grit X2 Pro3,9 Schläge/Min.88 %
Garmin fenix 84,1 Schläge/Min.86 %
Coros Vertix 2S5,1 Schläge/Min.80 %
Suunto Race 25,8 Schläge/Min.76 %

Hier gewinnt die Apple Watch klar, mit der Polar dicht dahinter. Beide reagieren schnell, wenn es nach einer flachen Passage wieder steil wird. Die fenix brauchte dafür manchmal 20 Sekunden länger. Für eine Bergtour ist das kein Drama, für Intervalle am Hang schon eher.

«Wenn sich deine Uhren nicht einig sind, glaub ich dem Gurt. Und wenn der Gurt rutscht, glaub ich meinen Beinen.» Jonas, beim Znüni unter dem Schilthorn
So misst jede Uhr besserTrag die Uhr im Aufstieg einen Fingerbreit über dem Handgelenkknochen und ein Loch enger als sonst. Im Abstieg wieder lockern. Wenn es dir auf jeden Schlag ankommt, koppel einen Brustgurt. Das können alle fünf.

Genauigkeit nützt allerdings wenig, wenn die Uhr auf halber Strecke schwarz wird. Damit sind wir bei der Frage, die mir auf dem Weg nach Grindelwald am meisten Puls gemacht hat.

Wer hält am längsten durch?

Die längste Tagestour ging von der Schynigen Platte übers Faulhorn bis hinunter nach Grindelwald, elf Stunden mit Pausen. Oberhalb von Bort, nach gut zehn Stunden, meldete mir die Apple Watch noch 23 Prozent. Ich habe den Stromsparmodus eingeschaltet, damit die Aufzeichnung bis ins Dorf reicht. Sie hat gereicht, mit 15 Prozent. Die fenix am anderen Arm zeigte im gleichen Moment 61 Prozent.

ModellVerbrauch pro TourstundeHochgerechnet bis leerRest nach einer Alltagswoche mit einer Tour
Suunto Race 22,4 %rund 41 Std.38 %
Coros Vertix 2S2,6 %rund 38 Std.71 %
Polar Grit X2 Pro3,3 %rund 30 Std.22 %
Garmin fenix 83,8 %rund 26 Std.31 %
Apple Watch Ultra 37,4 %rund 13,5 Std.schafft keine Woche, nach 36 bis 42 Std. ans Kabel

Die Antwort auf «wer hält am längsten» hat also zwei Teile. Auf der Tour selbst braucht die Suunto am wenigsten Strom, ihr AMOLED-Display schaltet sich nur beim Armheben ein. Über die ganze Woche gewinnt die Coros mit Abstand. Ihr Display ist kein AMOLED, sondern ein matter Bildschirm, der fast keinen Strom zieht und in praller Sonne trotzdem gut lesbar bleibt. Hübsch ist anders, ausdauernd ist so.

Auf einem verwitterten Holztisch vor einer Berghütte liegt am Nachmittag eine Sportuhr mit hellem Titangehäuse und orangem Armband an einer kleinen Powerbank, daneben eine Glasflasche und eine gefaltete Wanderkarte, eine Männerhand mit Bergsteigerbräune greift nach der Flasche
Fründenhütte, Tag eins der Zweitagestour. Nur eine der Uhren brauchte am Nachmittag die Powerbank.

Die fenix liegt im Mittelfeld. Die Werte passen zu dem, was ich schon im Einzeltest gemessen hatte: rund 26 Stunden Aufzeichnung mit Karte. Für eine Tagestour reicht jede Uhr ausser der Apple, für drei Tage ohne Steckdose nur Coros und Suunto sicher. Fenix und Polar schaffen das knapp, wenn du am Abend die Aufzeichnung stoppst. Die Apple Watch hat an der Fründenhütte als einzige an der Powerbank gehangen, während ich meine Rösti gegessen habe. Wie genau wir Akkus über Wochen protokollieren, steht auf der Seite So testen wir.

Mit diesen Zahlen im Kopf kann ich jetzt jede Uhr ehrlich einordnen. Denn «Testsieger» heisst nicht, dass die fenix für alle die richtige ist.

Welche Uhr zu wem passt

Garmin fenix 8: für alle, die sich am Berg auf jede Zahl verlassen wollen

Sie hat Höhe und Spur am genauesten gemessen, und ClimbPro zeigt dir im Aufstieg, wie viele Höhenmeter bis zum nächsten Sattel noch fehlen. Die Tasten funktionieren mit Handschuhen, die Taschenlampe kennt bei uns inzwischen jedes Familienmitglied. Mit 80 Gramm ist sie die schwerste nach der Coros. Für wen sie zu viel Uhr ist, steht in meinem Bericht zur Forerunner 170.

Suunto Race 2: die vernünftigste Wahl für viele

Fast so genau wie die fenix, auf der Tour die längste Laufzeit, ein grosses, helles Display und der tiefste Preis im Feld. Die Karten sind gut lesbar, das Drehrad an der Seite lässt sich mit Handschuhen bedienen. Der Schwachpunkt ist der Puls bei Kälte. Wer den Brustgurt sowieso mitnimmt, verliert dabei nichts.

Coros Vertix 2S: für lange Touren ohne Steckdose

Wenn du drei oder vier Tage von Hütte zu Hütte gehst und kein Kabel mitnehmen willst, ist sie die Uhr. Saphirglas, ein sehr robustes Gehäuse, ein matter Bildschirm, der in praller Sonne am besten lesbar ist, und eine Laufzeit, über die die anderen nur staunen. Dafür schneidet sie Spitzkehren ab und wiegt mit Silikonband 89 Gramm auf meiner Briefwaage. In der Schweiz ist sie nicht in jedem Sportgeschäft vorrätig, frag vor dem Kauf nach.

Polar Grit X2 Pro: für Trainingsfans, die auch am Berg sind

Ihr Puls ist der beste unter den klassischen Sportuhren, und Polars Auswertungen nach dem Training sind die verständlichsten im Feld. Die Funktion, die eine Tour automatisch in Aufstiege und Abstiege teilt, mochte ich sehr. Beim Höhenmesser liegt sie aber hinten, gerade bei Wetterwechsel. Wer vor allem trainiert und ab und zu auf einen Gipfel steigt, ist hier gut aufgehoben.

Apple Watch Ultra 3: für iPhone-Leute mit Tagestouren

Bester Puls, eine sehr gute Spur, ein helles Display, eine eigene Mobilfunkverbindung und eine Sirene, die man weit hört. Das habe ich im Garten ausprobiert, Herr Gerbers Katze hat es mir übel genommen. Für Tagestouren mit dem iPhone in der Tasche ist sie eine starke Begleiterin. Für eine Uhr, die am Berg vor allem durchhalten soll, ist der Akku das Problem, und genau darum ging es in diesem Test.

Preise, Black Friday und Weihnachten

Black Friday ist am 27. November. Bei Digitec Galaxus, Interdiscount, Ochsner Sport, Transa und im Apple Store ändern sich die Preise oft schon in den Tagen davor. Hier meine Schwellen, ab denen ich zugreifen würde:

ModellHeute im Schweizer HandelGuter Preis ab
Garmin fenix 8, 47 mm AMOLEDrund CHF 570 bis 600unter CHF 530
Suunto Race 2rund CHF 430 bis 470 (Liste CHF 499.90)unter CHF 400
Coros Vertix 2Srund CHF 550 bis 650unter CHF 520
Polar Grit X2 Prorund CHF 480 bis 520unter CHF 440
Apple Watch Ultra 3ab rund CHF 700, bei Apple CHF 799unter CHF 650

Setz dir auf Toppreise einen Preisalarm, dann musst du nicht täglich nachschauen. Als Geschenk taugen alle fünf, aber nur, wenn die Grösse passt: Alle Gehäuse messen zwischen 47 und gut 50 Millimetern. Für ein schmales Handgelenk nimm die fenix 8 mit 43 Millimetern. In der Schweiz gibt es kein gesetzliches Rückgaberecht für Onlinekäufe, jeder Shop regelt den Umtausch selbst. Frag also vorher, ob die Uhr nach Weihnachten zurück darf, falls sie dem Beschenkten zu wuchtig ist.

Mein Fazit nach 41 Tagen am Berg

Die fenix 8 gewinnt, weil sie bei den zwei wichtigsten Zahlen am Berg, Höhenmeter und Spur, am wenigsten danebenlag und dabei lange genug durchhält. Knapp war es trotzdem. Die Suunto Race 2 lag in fast jeder Messung nur einen Hauch dahinter und kostet weniger. Hätte mich jemand im August nach einem Tipp für unter 500 Franken gefragt, ich hätte nicht an sie gedacht. Heute schon.

Kauf die fenix 8, wenndu oft auf Touren mit Navigation unterwegs bist, dich auf Höhenmeter verlassen musst und eine Uhr suchst, die auch nach einem Schlag an den Fels weiterläuft.
Schau dir zuerst die anderen an, wenndu mehrere Tage ohne Steckdose gehst (Coros), aufs Geld schaust (Suunto), vor allem trainierst (Polar) oder ein iPhone hast und eine Uhr für alles willst (Apple).

Die Tankstelle auf dem Küchentisch ist seit dem 2. Oktober abgebaut. Andrea hat den Tisch zurück, Lara hat ihren Zettel aufbewahrt. Was wir als Nächstes auf dem Prüfstand haben, findest du unter Laufende Tests.

Was Leser zu Bergsportuhren wissen wollen

Welche Uhr ist am besten für Bergtouren?

In unserem Vergleich mit fünf Modellen hat die Garmin fenix 8 Höhenmeter und GPS-Strecke am genauesten gemessen und hält mit rund 26 Stunden Aufzeichnung lange genug für jede Tagestour. Wer weniger ausgeben will, bekommt mit der Suunto Race 2 fast die gleiche Genauigkeit und mehr Akku.

Taugt die Apple Watch Ultra 3 zum Bergwandern?

Für Tagestouren ja. Sie hatte den genausten Puls und eine sehr gute GPS-Spur. Mit voller GPS-Genauigkeit und Puls hält sie auf der Tour aber nur rund 13 bis 14 Stunden. Für Mehrtagestouren brauchst du eine Powerbank, und für Topokarten eine Zusatz-App.

Garmin fenix 8 oder Suunto Race 2?

Die fenix 8 misst Höhe und Strecke etwas genauer, hat ClimbPro, eine Taschenlampe und ist robuster gebaut. Die Suunto Race 2 hält auf der Tour länger durch und kostet rund 130 Franken weniger. Wenn Navigation und Höhenmeter dein Hauptthema sind, nimm die fenix, sonst die Suunto.

Braucht man in den Alpen GPS auf zwei Frequenzen?

In engen Tälern, unter Felswänden und im Wald ja. Dort waren die Unterschiede zwischen den Uhren am grössten. Auf offenen Kämmen und Gipfeln messen auch Uhren mit nur einer Frequenz gut. Alle fünf Modelle im Test können zwei Frequenzen, es kostet aber Akku.