«Macht ihr eine Festwirtschaft auf?», hat mich die Frau an der Landi-Kasse gefragt. Ich stand mit fünf vollen Propanflaschen zu 10,5 Kilo auf zwei Rollwagen vor ihr, und hinter mir wurde die Schlange länger. «Nein, nur einen Vergleich», habe ich gesagt. Sie hat genickt, als ob das etwas erklären würde.
Vom 14. August bis zum 7. Oktober, 55 Tage lang, standen bei mir vor der Scheune in Altdorf fünf Gasgrills in einer Reihe: der Weber Genesis E-325s, der Weber Spirit E-325, der Napoleon Rogue SE 425, der Outdoorchef Ascona 570 G und der Broil King Baron 490. Für alle fünf galt dieselbe Frage: Welcher hält bei Bise und kühlen Abenden die Temperatur am stabilsten, und welcher grilliert dabei am gleichmässigsten?
Den Spirit kennst du vielleicht aus meinem Einzeltest im Urner Föhn. Seit dem Frühling ist er mein eigener Grill. Gerade deshalb habe ich diesmal nichts nach Gefühl benotet, sondern alles mit Fühlern gemessen. Ein Grill, den man gern hat, bekommt keinen Bonus. Der eigene schon gar nicht.
- Verliert bei Bise nur 23 Grad, die Verteilung bleibt fast wie bei Windstille
- 14 von 15 Toastscheiben gleich gebräunt
- Nach offenem Deckel am schnellsten zurück unter den grossen Grills
- Sear Zone mit 309 °C auch bei 7 Grad und Bise
- Kostet fast doppelt so viel wie der Spirit
- Der Outdoorchef verliert bei Bise noch weniger und gart ein Güggeli ruhiger
- Die schönste Kruste macht an windstillen Abenden der Napoleon
- Braucht am meisten Platz auf dem Sitzplatz
Kurz gesagt: Der Genesis E-325s hat genug Reserve, um eine kalte Bise wegzustecken, und bräunt dabei von vorne bis hinten fast gleich. Wer weniger ausgeben will, nimmt den Spirit E-325: Er liegt in jeder Messung nur wenig hinter dem Sieger und kostet rund 500 Franken weniger.
| Platz | Modell | Note | Stärkste Seite | Preis (Okt. 2026) |
|---|---|---|---|---|
| 1 | Weber Genesis E-325s | 9,1 | stabil und gleichmässig zugleich | rund CHF 1'050 bis 1'290 |
| 2 | Broil King Baron 490 | 8,6 | schwerer Brennraum, Seitenkochfeld | rund CHF 950 bis 1'150 |
| 3 | Weber Spirit E-325 | 8,5 | fast so gut für viel weniger Geld | rund CHF 580 bis 720 |
| 4 | Napoleon Rogue SE 425 | 8,0 | beste Kruste, wenn kein Wind geht | rund CHF 1'150 bis 1'400 |
| 5 | Outdoorchef Ascona 570 G | 7,7 | bestes Güggeli, tiefster Preis | rund CHF 380 bis 430 |
So habe ich gemessen: ein Rahmen aus Flachstahl und fünf Fühler
Ein Infrarotthermometer ist praktisch, aber es misst nur einen Punkt, und nur bei offenem Deckel. Genau dann stimmt die Messung schon nicht mehr. Also habe ich in der Werkstatt einen Rahmen aus 20er Flachstahl geschweisst, der auf jeden der fünf Roste passt. Daran sitzen fünf Thermoelemente, vier in den Ecken und eines in der Mitte, je zwei Zentimeter über dem Rost. Dort liegt sonst das Fleisch.
Für den runden Outdoorchef habe ich die Arme mit Flügelschrauben verstellbar gemacht. Die Kabel laufen unter dem Deckelrand hinaus zu einem Datenlogger mit sechs Kanälen. Den hat mir Kilian geliehen, mein ehemaliger Lehrling, der heute Heizungen einregelt. Der Logger schreibt alle zehn Sekunden mit. So weiss ich auch, was im Grill passiert, während ich in der Küche Zwiebeln schneide.

Damit die fünf Grills dieselben Bedingungen hatten, galten von Anfang an ein paar feste Regeln:
- Aufstellung: alle nebeneinander auf dem Kiesplatz vor der Scheune, auf Platten ausgerichtet, die Rückwand nach Norden. Von dort kommt die Bise.
- Einstellung: alle Hauptbrenner auf mittel, 15 Minuten vorheizen, Deckel zu. Sear Zone, Infrarot und Seitenkochfeld nur bei eigenen Messungen.
- Wetter: Temperatur und Wind von der Station von MeteoSchweiz in Altdorf, dazu ein Handanemometer auf Rosthöhe.
- Gas: Jede Flasche hing vor und nach dem Grillieren an der Kranwaage in der Scheune.
In die Note zählen Temperatur bei Bise und Gleichmässigkeit je 30 Prozent, die Erholung nach dem Öffnen und die Preis-Leistung je 15, die Verarbeitung 10. Zusammen kamen 38 Grillabende. Jeder Grill war an mindestens zwölf davon im Einsatz, und an den sechs Abenden mit Bise liefen alle fünf gleichzeitig. Wie wir allgemein vorgehen, steht auf der Seite So testen wir. Bevor ich zu den Zahlen komme, muss ich aber kurz erklären, warum die Bise für einen Grill etwas ganz anderes ist als der Föhn.
Föhn kommt in Stössen, die Bise bleibt
Im Juni hatte ich den Spirit im Föhn. Der Föhn ist warm und kommt in Böen: Er reisst am Deckel, dann ist eine Minute Ruhe. Die Bise ist ein anderes Wetter. Sie kommt von Norden über den Urnersee ins Reusstal, sie ist kalt, und sie bläst manchmal drei Tage am Stück. Sie reisst nichts weg. Sie zieht einfach still die Wärme aus dem Blech, Stunde um Stunde.
Zwischen dem 19. September und dem 4. Oktober hatte ich sechs solche Abende, mit 6 bis 9 Grad und 30 bis 38 Kilometern pro Stunde auf Rosthöhe. Die Werte unten sind der Schnitt dieser sechs Abende. Zum Vergleich daneben: drei windstille Abende um 11 Grad Anfang September.
| Modell | Windstill, 11 °C | Bise um 35 km/h, 7 °C | Verlust | Heissester zu kältestem Fühler, bei Bise |
|---|---|---|---|---|
| Weber Genesis E-325s | 271 °C | 248 °C | 23 Grad | 24 Grad |
| Broil King Baron 490 | 259 °C | 233 °C | 26 Grad | 31 Grad |
| Weber Spirit E-325 | 252 °C | 222 °C | 30 Grad | 33 Grad |
| Napoleon Rogue SE 425 | 266 °C | 221 °C | 45 Grad | 52 Grad |
| Outdoorchef Ascona 570 G | 248 °C | 231 °C | 17 Grad | 71 Grad |
Was mich überrascht hat: Am wenigsten verliert der kleinste Grill. Der Outdoorchef ist eine Kugel, die Flamme brennt unten in einem Trichter, und die Bise findet kaum eine Kante, an der sie ansetzen kann. Nur 17 Grad weg. Das Problem steht in der Spalte daneben: 71 Grad Unterschied zwischen Rostmitte und Rand. Stabil ist er, gleichmässig nicht. Deshalb steht er nicht oben.
Beim Genesis war es fast langweilig. Mit 11,4 kW hat er deutlich mehr Leistung als der Spirit mit 9,1, und sein Brennraum ist tiefer. Die Bise nahm ihm 23 Grad, und die Verteilung blieb beinahe so, wie sie bei Windstille war. Der Broil King kam dicht dahinter. Sein Brennraum ist aus Aluguss und schwer, der speichert Wärme wie ein alter Kachelofen.
Enttäuscht hat mich in dieser Disziplin der Napoleon. Windstill war er der zweitheisseste in der Reihe. Bei Bise fiel er um 45 Grad, und vorne rechts, wo der Wind unter den Deckel kroch, lag der Fühler 52 Grad unter dem hinten links. Kilian hat sich die Kurven am Laptop angeschaut und nur gesagt:
«Die Flamme merkt den Wind kaum. Das Blech merkt ihn. Und was das Blech verliert, holst du nur mit mehr Gas zurück.» Kilian, Heizungsmonteur und früher mein Lehrling
Eine stabile Temperatur ist aber nur die halbe Antwort. Die andere Hälfte liegt auf dem Rost, und dafür brauchte es sechs Säcke Toastbrot.
Der Toastbrot-Test: 15 Scheiben, ein bemaltes Brett
Im Juni habe ich die Hitzeverteilung mit Cervelats geprüft. Bei fünf Grills wären das 75 Würste pro Durchgang gewesen, und so viele Enkel habe ich nicht. Also Toastbrot, wie es die Prüflabors machen: 15 Scheiben in drei Reihen, alle Brenner auf mittel, vorgeheizt, Deckel zu, 75 Sekunden. Auf den runden Rost des Outdoorchef passen nur 11.
Dann kam jede Scheibe neben ein Brett, auf das ich fünf Brauntöne gemalt hatte, von hell bis fast schwarz. Als gleichmässig zählt eine Scheibe, die höchstens eine Stufe neben der Mitte liegt. Gemacht habe ich den Test zweimal pro Grill, an einem leichten Bise-Abend mit 9 Grad.
| Modell | Gleich gebräunt | Wo es abweicht |
|---|---|---|
| Weber Genesis E-325s | 14 von 15 | eine Scheibe vorne links etwas heller |
| Broil King Baron 490 | 13 von 15 | zwei hinten in der Mitte zu dunkel |
| Weber Spirit E-325 | 12 von 15 | vordere Reihe an der Kante heller |
| Napoleon Rogue SE 425 | 10 von 15 | hinten dunkel, vorne rechts blass |
| Outdoorchef Ascona 570 G | 6 von 11 | Ring in der Mitte fast schwarz, Rand blass |

Der Genesis hat seine Spitzenposition hier geholt. Seine drei Brenner laufen von vorne nach hinten, und die Flavorizer Bars darüber verteilen die Hitze so, dass selbst die vordere Reihe kaum abfällt. Beim Napoleon sieht man auf dem Brett genau das, was der Logger bei Bise gezeigt hatte: hinten zu viel, vorne rechts zu wenig.
Die gerösteten Scheiben haben Frau Arnolds Hühner bekommen. Aus den angebrochenen Säcken hat meine Frau drei Sonntage hintereinander Fotzelschnitten gemacht. Am dritten Sonntag hat sie mich gebeten, beim nächsten Test wieder mit Bratwürsten zu messen. Toast liegt allerdings still. Fleisch muss man wenden, und dafür geht der Deckel auf.
Deckel auf, Deckel zu: Wer sich am schnellsten erholt
Bei Bise ist der heikle Moment nicht das Grillieren, sondern das Wenden. 30 Sekunden Deckel offen, und die kalte Luft fällt in den Brennraum. Ich habe nach jedem Öffnen gemessen, wie lange es dauert, bis der Schnitt der fünf Fühler wieder auf dem Wert von vorher liegt.
| Modell | Zurück auf Temperatur nach 30 s offen | Heisseste Zone bei Bise |
|---|---|---|
| Outdoorchef Ascona 570 G | 1 Min. 50 s | Rostmitte, 318 °C |
| Weber Genesis E-325s | 2 Min. 10 s | Sear Zone, 309 °C |
| Broil King Baron 490 | 2 Min. 40 s | Gussrost Mitte, 287 °C |
| Weber Spirit E-325 | 2 Min. 55 s | Sear Zone, 296 °C |
| Napoleon Rogue SE 425 | 3 Min. 30 s | Infrarot-Seitenbrenner, sichtbar schwächer |
Wendest du ein Entrecôte viermal, liegt der Napoleon zusammen 14 Minuten unter seiner Temperatur, der Genesis keine 9. Beim Outdoorchef geht es noch schneller, weil unter der Kugel wenig Luft ist, die wieder warm werden muss.
Der Infrarotbrenner des Napoleon, die Sizzle Zone an der Seite, ist an windstillen Abenden eine Wucht. Ein 3 Zentimeter dickes Entrecôte bekam dort die schönste Kruste im ganzen Test. Bei Bise liegt der Brenner aber offen im Wind, und die Keramik glühte auf der Windseite nur noch dunkelrot. Die Kruste brauchte dann eine gute Minute länger. Mein Schwiegersohn, der Koch ist, hat beide Abende mitgegessen und es auf seine Art zusammengefasst: «Auf dem Napoleon mache ich die Kruste, auf dem Weber den Rest des Abends.»
Steaks sind schnell vorbei. Ehrlich wird ein Grill erst, wenn er eine Stunde und länger allein arbeiten muss.
Ein Güggeli bei 7 Grad: Wer arbeitet allein?
Am Donnerstag, dem 1. Oktober, lagen auf fünf Grills fünf Güggeli von je rund 1,5 Kilo. Indirekt, Ziel 180 Grad am Rost, 7 Grad draussen, Bise um 30 Kilometer pro Stunde. 80 Minuten lang durfte ich nur nachregeln, wenn der Logger unter 165 oder über 200 Grad zeigte. Fünf Güggeli isst niemand allein, also kamen die Familie und Frau Arnold zum Znacht.
| Modell | Bereich am Rost in 80 Minuten | Nachgeregelt | Haut |
|---|---|---|---|
| Outdoorchef Ascona 570 G | 177 bis 186 °C | nie | rundum knusprig |
| Weber Genesis E-325s | 174 bis 189 °C | nie | knusprig, unten etwas heller |
| Broil King Baron 490 | 171 bis 192 °C | nie | knusprig |
| Weber Spirit E-325 | 166 bis 188 °C | einmal | gut, auf der Windseite blasser |
| Napoleon Rogue SE 425 | 158 bis 196 °C | zweimal | Brust dunkler als die Schenkel |
Hier gewinnt der Outdoorchef, und zwar klar. Das Trichtersystem ist für genau so etwas gebaut: Die Hitze steigt rund um das Fleisch auf, und die Kugel hält sie zusammen. Wer vor allem Braten, Güggeli und Pizza macht, sollte sich das merken. Der Genesis lag knapp dahinter, und auch ihn musste ich in 80 Minuten kein einziges Mal anfassen.

Mein Enkel Noah stand die ganze Zeit mit Mütze und Schal neben mir und wollte wissen, warum man im Oktober draussen kocht, wenn drinnen ein Herd steht. Ich habe keine Antwort gefunden, die ein Achtjähriger gelten lässt. Er hat dann zwei Schenkel gegessen und die Frage nicht mehr gestellt. Fünf Güggeli brauchen allerdings auch Gas, und wie viel, stand am nächsten Morgen auf der Kranwaage.
Gasverbrauch: Was ein Abend bei Bise kostet
Für die Tabelle zählen nur die sechs Bise-Abende, alle Hauptbrenner auf mittel. Gerechnet habe ich mit CHF 45 für eine Füllung von 10,5 Kilo, so viel kostet sie beim Schreiben in der Landi.
| Modell | Gas pro Stunde auf mittel | Kosten pro Stunde |
|---|---|---|
| Outdoorchef Ascona 570 G | 390 g | CHF 1.67 |
| Weber Spirit E-325 | 450 g | CHF 1.93 |
| Weber Genesis E-325s | 520 g | CHF 2.23 |
| Napoleon Rogue SE 425 | 580 g | CHF 2.49 |
| Broil King Baron 490 | 610 g | CHF 2.61 |
Der Broil King ist der durstigste im Feld. Seine stabile Temperatur bezahlt er mit Gas. Auf eine Saison mit 30 Abenden zu zwei Stunden macht das zwischen ihm und dem Outdoorchef rund 56 Franken aus. Zwischen Genesis und Spirit sind es 18 Franken im Jahr, das entscheidet nichts.
Mit diesen Zahlen beisammen kann ich jetzt jeden Grill einordnen. Platz eins heisst nämlich nicht, dass der Genesis auf jeden Sitzplatz gehört.
Welcher Grill zu wem passt
Weber Genesis E-325s: für alle, die bis in den Oktober grillieren
Der grösste Rost im Feld, 68 auf 48 Zentimeter, die stabilste Temperatur der grossen Grills und die gleichmässigste Bräunung. Die Sear Zone schaffte bei Bise noch 309 Grad, windstill 341. Als Schlosser schaue ich zuerst unter den Wagen: steif, sauber verschraubt, nichts wackelt, auch nicht, wenn du auf Kies einen Bierharass dagegenstellst. Der Aufbau hat 2 Stunden 40 Minuten gedauert. Er braucht Platz, und das Zubehör für den Einsatz in der Mitte kostet extra.
Broil King Baron 490: für alle, die am Grill auch kochen
Der schwere Brennraum aus Aluguss und die dicken Gussroste halten die Hitze fast so gut wie der Genesis, und auf dem Seitenkochfeld köchelt die Sauce oder brät die Rösti, während das Fleisch ruht. Einen Seitenbrenner hat sonst nur der Napoleon, und dort ist es ein Infrarotbrenner für Steaks. Dafür braucht er am meisten Gas, und das Deckelthermometer lag rund 40 Grad unter dem Rost. Beim Aufbau lagen zwei Löcher am Wagen einen Millimeter daneben. Mit der Rundfeile war das in drei Minuten erledigt, aber wer keine Werkstatt hat, flucht hier. Gesamtzeit: 3 Stunden 20 Minuten.
Weber Spirit E-325: der vernünftige Kauf
Er verliert bei Bise 7 Grad mehr als der Genesis, bräunt zwei Toastscheiben weniger gleichmässig und kostet rund 500 Franken weniger. Für die meisten Familien ist das der bessere Handel. Seine Schwächen kenne ich seit dem Frühling: zwei Räder, die im Kies einsinken, und knappe Seitenablagen. Er ist mein eigener Grill, und er bleibt es.
Napoleon Rogue SE 425: für Steakleute mit geschütztem Sitzplatz
Edelstahl rundum, Wellenroste, ein Infrarotbrenner an der Seite und ein zweiter hinten für den Drehspiess. Windstill macht er die beste Kruste im Test, und verarbeitet ist er tadellos. Bei Bise verliert er von allen am meisten, vorne rechts wird er kühl. Wenn dein Sitzplatz an einer Hauswand im Windschatten liegt, spielt das kaum eine Rolle. Wenn er frei steht wie meiner, schon.
Outdoorchef Ascona 570 G: für Güggeli, Pizza und kleine Haushalte
Die Schweizer Marke mit der Kugel ist der günstigste Grill im Feld und hält die Temperatur bei Bise am besten. Indirekt ist er der beste, das Güggeli war das schönste des Abends. Für Würste und Steaks quer über den ganzen Rost ist er aber zu ungleich, und auf 54 Zentimetern Durchmesser wird es bei mehr als vier Leuten eng. Aufgebaut war er in 55 Minuten, ohne einen einzigen Fluch.
Preise, Saisonende und Black Friday
Im Oktober räumen Jumbo, Coop Bau+Hobby, Hornbach und OBI ihre Gartenabteilungen, und die Grillpreise fallen oft schon vor dem Black Friday am 27. November. Galaxus, Fust und die Grillfachhändler ziehen meist mit. Hier sind die Preise, ab denen ich zugreifen würde:
| Modell | Heute im Schweizer Handel | Guter Preis ab |
|---|---|---|
| Weber Genesis E-325s | rund CHF 1'050 bis 1'290 | unter CHF 950 |
| Broil King Baron 490 | rund CHF 950 bis 1'150 | unter CHF 880 |
| Weber Spirit E-325 | rund CHF 580 bis 720 | unter CHF 520 |
| Napoleon Rogue SE 425 | rund CHF 1'150 bis 1'400 | unter CHF 1'050 |
| Outdoorchef Ascona 570 G | rund CHF 380 bis 430 | unter CHF 360 |
Achte beim Kauf auf die CH-Version mit dem Regler für Schweizer Flaschen. Frag beim Genesis und beim Broil King, ob der Händler liefert und aufbaut. Ohne Akkuschrauber und freien Samstag ist das den Aufpreis wert. Und wenn du jetzt kaufst, wartet der Grill bis März. Das macht ihm nichts, wenn die Flasche abgehängt ist und eine Haube darüber liegt. Die Gasflasche selbst gehört nicht in den Keller, sondern an einen luftigen Ort draussen oder in einen offenen Unterstand.
Was nach 55 Tagen vor der Scheune bleibt
Der Genesis E-325s gewinnt, weil er beide Hälften der Frage beantwortet. Er hält bei Bise die Temperatur, und er grilliert dabei von vorne bis hinten gleich. Der Outdoorchef war stabiler, aber nicht gleichmässig. Der Napoleon war heisser, aber nicht stabil. Knapp dahinter liegen Broil King und Spirit, der eine für Leute, die am Grill auch kochen, der andere für alle, die rechnen.
Seit dem 8. Oktober ist der Kiesplatz wieder leer. Vier Grills stehen eingepackt im Schopf, der Spirit an seinem Platz. Als ich die leeren Flaschen in die Landi zurückgebracht habe, hat mich dieselbe Kassiererin gefragt, wie die Festwirtschaft gelaufen sei. Ich habe gesagt: gut, das Güggeli war ausverkauft.
Für Mieter mit Balkon teste ich gerade Elektrogrills, die keine Rauchwolke machen und mit der Hausordnung auskommen. Wie weit das ist und was sonst bei uns läuft, siehst du unter laufende Tests. Und wenn es dir draussen jetzt endgültig zu kalt wird: Regula hat den Koenig Raclette Duo am langen Tisch geprüft.
Was Leser zu Gasgrills wissen wollen
Welcher Gasgrill hält bei Wind und Kälte die Temperatur am besten?
In unserem Vergleich mit fünf Modellen verlor der Outdoorchef Ascona 570 G bei Bise und 7 Grad am wenigsten, nur 17 Grad. Er grilliert direkt aber ungleich. Unter den grossen Grills war der Weber Genesis E-325s am stabilsten, mit 23 Grad Verlust und der gleichmässigsten Hitze auf dem Rost.
Weber Genesis oder Spirit: Lohnt sich der Aufpreis?
Der Genesis hat mehr Leistung, einen grösseren Rost und blieb bei Bise etwas stabiler. Für eine Familie mit vier bis sechs Leuten reicht der Spirit E-325 aber gut, und er kostet rund 500 Franken weniger. Den Genesis lohnt es sich, wenn du oft für viele Gäste grillierst oder bis spät im Herbst.
Kann man im Herbst und Winter mit Gas grillieren?
Ja, mit Propan. Die Schweizer Grillflaschen sind mit Propan gefüllt, und Propan verdampft auch bei starkem Frost noch. Butan wird schon um null Grad träge, deshalb taugen Butan-Kartuschen im Winter nicht. Rechne bei Kälte und Wind mit längerem Vorheizen und etwas mehr Gasverbrauch.
Ist ein Gaskugelgrill eine gute Alternative zum Wagengrill?
Für indirektes Grillieren, Güggeli, Braten und Pizza sogar die bessere. In unserem Test lag die Temperatur im Outdoorchef beim Güggeli am ruhigsten. Für viele Würste und Steaks gleichzeitig ist der runde Rost aber kleiner und in der Mitte deutlich heisser als am Rand.
