Welcher Föhn trocknet dickes, langes Haar am schnellsten und ohne Winter-Frizz?

Dyson, ghd, Laifen, Shark und Dreame an drei Mähnen bis zur Taille, abends bei 34 Prozent Luftfeuchtigkeit in der Stube. Einer war fast der schnellste und hielt das Haar am ruhigsten.

Eine Frau mit dunklem Bob und grauer Strähne im verwaschenen Jeanshemd föhnt am Abend im Wohnzimmer das sehr lange, dicke, dunkelbraune Haar einer jungen Frau auf einem Holzstuhl mit dem kupferrosa Dyson Supersonic Nural mit schwarzer Stylingdüse und zieht die Längen mit einer Paddelbürste glatt, die junge Frau im weinroten T-Shirt mit Handtuch über den Schultern schaut auf ihr Handy, dahinter ein Wäscheständer und ein alter Rippenheizkörper unter dem Fenster

«Ich stehe eine halbe Stunde mit dem Föhn im Bad, und um neun sehe ich aus, als hätte ich in die Steckdose gefasst.» Das hat Léa am 2. Oktober gesagt, einen Tag nachdem unser Hauswart die Heizung eingeschaltet hatte. Man hört das im ganzen Block: Die alten Rippenheizkörper klopfen zwei Tage lang, als wolle jemand hinein.

Léa ist mein Patenkind. Sie ist 23, studiert an der HEIG-VD hier in Yverdon und hat dunkles, dickes Haar bis zur Taille. Im Sommer trocknet es fast von allein auf dem Velo. Ab Oktober wird es mühsam. Das Föhnen dauert ewig, und kaum ist es trocken, stehen am Oberkopf feine Härchen ab, kleben am Wollpullover und knistern beim Ausziehen.

Im September habe ich Multistyler im Nebel getestet. Diesmal ging es um das Gegenteil: trockene Heizungsluft drinnen, Bise draussen, und um das Gerät, das in fast jedem Badezimmer hängt. Meine Frage: Welcher Föhn trocknet langes, dickes Haar am schnellsten, ohne dass es abends in der trockenen Heizungsluft kraus wird? Vom 5. Oktober bis zum 3. November, 30 Tage lang, sind dafür fünf bekannte Föhne an drei Köpfen gegeneinander angetreten.

TestsiegerDyson Supersonic Nural
8,9
Nur 30 Sekunden hinter dem schnellsten Föhn, aber mit den wenigsten abstehenden Härchen am Abend30 Tage, 52 Haarwäschen an drei langen, dicken Mähnen, beim Schreiben rund CHF 300 bis 360
Tempo bei langem, dickem Haar8,9
Ruhe in der Heizungsluft9,2
Schonend für Kopfhaut und Spitzen9,0
Handhabung8,4
Preis-Leistung6,6
Was für ihn spricht
  • Im Schnitt 11:50 Minuten für lange, dicke Haare, bei Léas Mähne bis zur Taille 14:30
  • Um 21 Uhr nur 4 abstehende Härchen auf 10 cm, die anderen lagen bei 6 bis 13
  • Der Kopfhautschutz senkt die Luft nah am Kopf von 72 auf 57 °C
  • Der Flyaway-Aufsatz legt die kurzen Härchen am Schluss wirklich hin
Wo er nachgibt
  • Kostet mehr als doppelt so viel wie der Laifen
  • Die ghd Helios war im Schnitt eine halbe Minute schneller
  • Die Pausenfunktion verwirrt am Anfang
  • Magnetaufsätze werden heiss, wechseln am besten nach dem Kaltstoss

Mein Fazit: Der Supersonic Nural ist nicht der allerschnellste, aber er ist der einzige, der beide Hälften der Frage sauber beantwortet. Lange, dicke Haare sind in einer Viertelstunde trocken, und am Abend in der warmen Stube bleibt die Oberfläche ruhig. Wer weniger ausgeben will, bekommt mit dem Laifen Swift Premium für rund 140 Franken erstaunlich viel davon.

PlatzModellNoteStärkste SeitePreis (Nov. 2026)
1Dyson Supersonic Nural8,9schnell und am wenigsten Frizzrund CHF 300 bis 360
2ghd Helios8,3schnellster Föhn im Test, viel Glanzrund CHF 180 bis 250
3Laifen Swift Premium8,0leicht, leise, bestes Preis-Leistungs-Verhältnisrund CHF 130 bis 150
4Shark Style iQ7,4wählt mit Aufsatz die Stufen selbstrund CHF 130 bis 200
5Dreame Pocket6,3klappbar, 300 Gramm, fürs Sporttäschlirund CHF 70 bis 120

Drei Mähnen weit über die Schultern

Mein eigener Bob ist für diese Frage nutzlos. Den föhne ich in vier Minuten, im Winter wie im Sommer. Also habe ich drei Frauen gefragt, deren Haar lang und dick genug ist, dass jede Minute zählt:

  • Léa, 23, Studentin: dunkelbraunes, sehr dichtes Haar bis zur Taille. Sie geht dreimal pro Woche klettern und wäscht fast jeden Tag.
  • Mirjeta, 34, Fachfrau Betreuung in einer Kita: schwarzes, grobes Haar bis zum unteren Rücken. Sie wäscht abends, wenn ihre zwei Kinder schlafen, und will um zehn im Bett sein.
  • Graziella, 61, führt mit ihrem Mann eine kleine Papeterie in der Altstadt: graublondes, dickes, leicht welliges Haar bis zu den Schulterblättern. Sie sitzt seit 2004 in meinem Stuhl und hat mir verboten, es je kürzer zu schneiden.

In 30 Tagen kamen so 52 Haarwäschen zusammen: 26 bei Léa, 15 bei Mirjeta, 11 bei Graziella. 37 davon waren ganze Föhngänge mit einem einzigen Gerät, sieben oder acht pro Föhn. Die restlichen 15 waren Halbseitentests, dazu gleich mehr. Jede bekam denselben Frottee-Turban, dieselbe Paddelbürste und dasselbe Hitzeschutzspray. Eine Rundbürste war verboten, denn ich wollte den Föhn testen, nicht die Hand dahinter.

Bleibt die Frage, wie man «trocken» und «kraus» so misst, dass man es vergleichen kann.

Taschentuch, Karton und Hygrometer

Die Uhr lief ab dem Moment, in dem der Turban nach zehn Minuten herunterkam. Alle Föhne liefen auf mittlerer Hitze und höchster Luftstufe, jeweils mit der schmalen Stylingdüse, die beim Gerät dabei ist. Fertig war der Kopf erst, wenn der Taschentuch-Test bestanden war: ein Papiertaschentuch drei Sekunden lang in den Nacken und hinter beide Ohren drücken, dort, wo dickes Haar am längsten feucht bleibt. Kein dunkler Fleck, Uhr stopp.

Fünf Föhne nebeneinander auf einem hellen Holztisch von oben fotografiert, von links der Dyson Supersonic Nural mit kupferrosa Griff, die schwarze ghd Helios, der weisse Laifen Swift Premium mit goldenem Filter, der schwarze Shark Style iQ und der champagnerfarbene Dreame Pocket, jeder mit aufgerolltem Kabel, darüber ein schwarzer Karton mit zwei weissen Kreidepunkten, eine Paddelbürste, eine Sprühflasche, Papiertaschentücher und ein Frotteetuch
Montag, 5. Oktober, Tag eins: fünf Föhne, ein schwarzer Karton mit zwei Kreidepunkten und viele Taschentücher.

Für den Frizz habe ich mir einen Trick aus der Ausbildung geholt. Jeden Abend um 21 Uhr hielt jemand einen matten schwarzen Karton hinter den Oberkopf der Testerin. Darauf zwei Kreidepunkte, genau 10 Zentimeter auseinander. Dann ein Foto mit dem Handy, und ich habe am Bildschirm alle Härchen gezählt, die zwischen den Punkten mehr als einen Zentimeter von der Kontur abstanden. Daneben auf dem Regal ein kleines Hygrometer. Es zeigte an den Testabenden zwischen 29 und 41 Prozent Luftfeuchtigkeit, im Schnitt 34.

Beim Halbseitentest föhnt man die linke Kopfhälfte mit einem Gerät und die rechte mit einem anderen. Gleiches Haar, gleicher Tag, gleiche Luft: Im Salon gibt es keinen ehrlicheren Vergleich. Wie wir sonst vorgehen, steht auf unserer Seite So testen wir.

Am ersten Abend kam Didier ins Wohnzimmer, sah Léa vor dem schwarzen Karton und mich mit dem Handy und fragte, was wir da machen. «Haare zählen.» Er strich sich über seine Glatze und meinte, bei ihm wäre der Test in einer Sekunde fertig. Bei Léa dauerte er etwas länger, und die Uhr hatte noch mehr zu erzählen.

Die Stoppuhr: 37 Föhngänge in einer Tabelle

Die erste Zeitspalte ist der Schnitt über alle drei Frauen. Daneben stehen die längste Mähne (Léa) und die kürzeste (Graziella), damit du deine eigene ungefähr einordnen kannst.

ModellSchnitt alle dreiLéa, bis zur TailleGraziella, bis zu den SchulterblätternHärchen um 21 Uhr (pro 10 cm)Luft 3 cm vor der Düse, mittlere Stufe
Dyson Supersonic Nural11:50 Min.14:30 Min.8:10 Min.472 °C, nah am Kopf 57 °C
ghd Helios11:20 Min.13:55 Min.7:50 Min.788 °C
Laifen Swift Premium13:40 Min.16:50 Min.9:20 Min.676 °C
Shark Style iQ14:25 Min.17:40 Min.9:55 Min.881 °C
Dreame Pocket19:10 Min.24:10 Min.12:40 Min.1370 °C

Die ghd Helios war bei allen drei Köpfen die schnellste. Ihr Luftstrom ist laut ghd bis zu 120 km/h schnell, und das spürst du sofort an der Kopfhaut. Der Dyson lag im Schnitt nur 30 Sekunden dahinter, obwohl er nah am Kopf von sich aus die Hitze zurücknimmt. Am Ansatz hat er dadurch etwas Zeit verloren, in den Längen hat er sie zurückgeholt.

Der Laifen war für seinen Preis die Überraschung. Knapp zwei Minuten hinter dem Dyson, und das mit dem leichtesten Griff nach dem Dreame. Der Shark lag eine gute Minute hinter dem Laifen. Der Dreame Pocket ist ein Reiseföhn und hat das bei Léas Mähne nicht verstecken können: 24 Minuten und 10 Sekunden. Nach dem dritten Versuch hat sie ihn «den Föhn für den Pony» getauft.

Schnell ist aber nur die halbe Antwort. Die andere kam jeden Abend auf dem Sofa.

21 Uhr, 34 Prozent: der Härchentest auf dem Sofa

Warum wird dickes Haar ausgerechnet im Winter drinnen kraus? Trockene Luft zieht Feuchtigkeit aus dem Haar, die Schuppenschicht an den Spitzen stellt sich leicht auf. Dann reibt den ganzen Abend etwas daran: der Wollpullover, die Sofalehne, der Schal. Das Haar lädt sich auf, und gleich geladene Härchen stossen sich ab. Je heisser und je länger du föhnst, desto trockener und rauer ist die Oberfläche schon um 19 Uhr.

Alle fünf Föhne werben mit Ionen. Den Unterschied am Abend haben in unserem Test aber vor allem zwei Dinge gemacht: wie heiss die Luft war und wie der Föhngang endete. Der Dyson lag mit 4 abstehenden Härchen auf 10 Zentimeter klar vorne, vor dem Laifen mit 6 und der ghd mit 7. Der Shark kam auf 8, der Dreame auf 13.

Eine Frau mit dunklem Bob im Jeanshemd hält einen schwarzen Karton mit zwei weissen Punkten hinter den Kopf einer sitzenden älteren Frau mit langem, graublondem Haar und weinrotem Cardigan auf einem geblümten Sofa und fotografiert die abstehenden Härchen mit dem Handy, auf dem runden Holztisch davor liegen der Dreame Pocket und der Shark Style iQ, am Heizkörper hängt ein Wasserverdunster
Donnerstag, 29. Oktober, 21 Uhr bei Graziella: Karton hinter den Kopf, Handyfoto, dann wird gezählt. Am Heizkörper hängt ihr Verdunster.

Am deutlichsten war es im Halbseitentest am Mittwoch, 21. Oktober, bei 31 Prozent Luftfeuchtigkeit. Léa hatte links den Dyson, rechts die ghd. Um 21 Uhr zählte ich links 3 Härchen, rechts 8. Beide Seiten glänzten, die ghd-Seite sogar etwas mehr. Aber rechts stand über dem Scheitel ein feiner Kranz, den man im Licht der Stehlampe sofort sah.

«Früher hat es um neun beim Pulli-Ausziehen geknistert wie ein Cheminée. Mit dem Dyson knistert es noch, aber leiser.» Mirjeta, an einem Bise-Abend Ende Oktober

Dass gerade der Dyson so ruhig blieb, hat mit zwei Teilen zu tun, die die anderen nicht haben. Der eine sitzt im Gerät, der andere in der Schachtel.

Dyson Supersonic Nural: der ruhigste Kopf am Abend

Der Supersonic Nural hat die bekannte Form mit dem Loch im Kopf und dem Motor im Griff. Neu sind Sensoren. Der wichtigste misst den Abstand zum Kopf: Kommt die Düse nah an die Kopfhaut, nimmt der Föhn die Hitze zurück. Mit dem Fühlerthermometer habe ich 3 Zentimeter vor der Düse 72 °C gemessen, im Kopfhautschutz nah an Léas Scheitel nur noch 57 °C. Ihre Kopfhaut, die nach dem Föhnen sonst oft spannt, war nach einer Woche ruhiger.

Der zweite Trumpf ist der Flyaway-Aufsatz. Mit ihm fährst du ganz am Schluss zwei-, dreimal von oben nach unten über die Oberfläche. Die Luft zieht die langen Haare an den Aufsatz und legt die kurzen darunter. Das kostet keine Minute, und genau diese Minute hat am Abend den Unterschied gemacht. In der Schachtel liegen dazu eine Stylingdüse, ein Diffusor, ein Aufsatz für sanfte Luft und ein breiter Kamm.

Zwei Dinge brauchen Gewöhnung. Die Aufsätze merken sich die zuletzt benutzte Stufe. Und legst du den Föhn hin, schaltet er die Heizung ab und dreht die Luft herunter. Am zweiten Abend rief mich Graziella an: «Josiane, il s'arrête tout le temps!» Er ging nicht aus. Er pausierte, weil sie ihn auf den Lavabo gelegt hatte, um nach der Bürste zu greifen.

Beim Schreiben kostet der Supersonic Nural im Schweizer Handel rund 300 bis 360 Franken, je nach Farbe und Händler, etwa bei Manor, Interdiscount, Digitec und Galaxus. Das ist viel Geld für einen Föhn. Der schnellste im Test kostet deutlich weniger.

ghd Helios: der schnellste, mit heissem Atem

Die ghd Helios sieht aus wie ein klassischer Salonföhn, nur schlanker und in mattem Schwarz. Sie hat einen bürstenlosen Motor, drei Hitzestufen, zwei Luftstufen und einen Kaltstoss. In der Grundversion liegt eine einzige Stylingdüse bei, den Diffusor gibt es separat. Sie war bei jedem Kopf die schnellste, und das Haar hatte den schönsten Glanz im Test.

Der Preis dafür ist die Hitze. Mit 88 °C vor der Düse auf mittlerer Stufe war sie am heissesten, und die Spitzen wurden schneller trocken als der Nacken. Wer da nicht früh auf kalte Luft wechselt, trocknet die Längen über. Genau das stand abends als Kranz über dem Scheitel. Sie ist auch spürbar schwerer als Laifen und Dreame. Mirjeta hat bei 12 Minuten zweimal die Hand gewechselt. Und den Schalter oben am Griff erwischt man am Anfang gern mit dem Daumen.

Für rund 180 bis 250 Franken, je nach Farbe, ist sie ein ehrlicher Profi-Föhn. Wer schnell sein will und sich den Kaltstoss angewöhnt, wird mit ihr glücklich. Wer weniger ausgeben will, sollte das nächste Gerät anschauen.

Laifen Swift Premium: viel Föhn für 140 Franken

Der Laifen Swift Premium kam bei uns in Weiss mit goldenem Filter. Laut Hersteller dreht sein Motor mit 110'000 Umdrehungen pro Minute, und mit gut 400 Gramm liegt er leicht in der Hand. Er war der leiseste Föhn im Test. Mirjeta konnte abends föhnen, ohne dass ihr Jüngster im Zimmer nebenan aufwachte, und das war für sie das Argument überhaupt.

Eine Frau im dunkelblauen T-Shirt mit sehr langem, dickem, schwarzem Haar bis zum unteren Rücken föhnt sich im kleinen beige gekachelten Badezimmer selbst mit dem weissen Laifen Swift Premium mit goldenem Filter und hält eine schwarze Paddelbürste in die Längen, hinter ihr ein Handtuchheizkörper mit Dinosaurier-Kindertuch und eine Badewanne mit Gummiente
Dienstag, 27. Oktober, 21.40 Uhr: Mirjeta föhnt mit dem Laifen, und nebenan schlafen die Kinder weiter.

Mit 13:40 Minuten im Schnitt und 6 Härchen am Abend lag er in beiden Disziplinen solide. Die Luft war mit 76 °C angenehm, und sein Kaltstoss wird wirklich kalt. Bei Léas Mähne fehlte ihm am Ende der Druck, um die dichteste Partie im Nacken schnell zu durchdringen. Dort hat er die zwei Minuten auf den Dyson verloren.

Kleine Schwächen: Die weisse Oberfläche zeigt jeden Abdruck von Make-up und Haaröl, und die magnetische Düse sitzt etwas locker. Bei Digitec, Galaxus und MediaMarkt kostet er beim Schreiben rund 130 bis 150 Franken. Für die meisten langen Mähnen ist das der vernünftigste Föhn in diesem Vergleich.

Shark Style iQ und Dreame Pocket

Der Shark Style iQ ist schwarz mit einem roséfarbenen Ring an der Öffnung und kommt mit Konzentratordüse, Diffusor und Stylingbürste. Seine Spezialität: Steckst du einen Aufsatz auf, wählt er Hitze und Luft selbst. Für Anfängerinnen ist das bequem. Für Léas Mähne war die Automatik mit Düse zu vorsichtig. Ohne Düse und mit voller Luft war sie zwei Minuten schneller, dafür kamen am Abend mehr Härchen dazu. Mit 14:25 Minuten und 8 Härchen liegt er im Mittelfeld, und im Handel findest du ihn beim Schreiben ungefähr zwischen 130 und 200 Franken.

Der Dreame Pocket ist der Kleinste im Feld: champagnerfarben, klappbar, rund 300 Gramm ohne Kabel. Zusammengeklappt ist er kaum grösser als eine Flasche Duschgel. Für Haar bis zur Schulter und für die Reise ist er gut. Für unsere Frage reicht die Kraft nicht. 19 Minuten im Schnitt, und die Hälfte davon mit Hitze, weil die Luft allein zu schwach ist. Das zeigte sich am Abend mit 13 Härchen.

Léa hat ihn trotzdem nicht mehr hergegeben. Er wohnt jetzt in ihrem Klettersack, für die Haarspitzen nach der Dusche in der Halle. Für rund 70 bis 120 Franken ist das ein fairer Zweitföhn. Egal, welchen du nimmst: Ein paar Gewohnheiten helfen jedem Gerät.

Was gegen Härchen in der Heizungsluft hilft

Nach der ersten Woche habe ich allen drei Frauen dieselben Handgriffe gezeigt. Danach wurden die Zahlen am Abend bei jedem Föhn kleiner, im Schnitt um zwei Härchen.

  • Föhne immer von oben nach unten. Die Düse liegt flach entlang der Haarlänge, nie quer und nie von unten in die Spitzen.
  • Hör bei 95 Prozent auf. Den letzten Rest trocknest du mit kalter Luft, vor allem am Oberkopf. Überföhnte Spitzen stehen am Abend zuerst ab.
  • Zwei Tropfen Öl reichen. In den Handflächen verreiben und nach dem Föhnen über die Oberfläche streichen, nicht an den Ansatz.
  • Gib der Stube etwas Wasser zurück. Graziella hat Keramik-Verdunster an ihre Heizkörper gehängt, das brachte bei ihr gut 5 Prozent mehr Luftfeuchtigkeit.
  • Wolle nicht direkt aufs Haar. Ein Baumwoll- oder Seidentuch zwischen Haar und Pullover nimmt dem Knistern viel weg.
Der Taschentuch-Test für zu HauseDrück vor dem Ausschalten ein Papiertaschentuch drei Sekunden in den Nacken und hinter die Ohren. Bleibt ein feuchter Fleck, föhn dort noch eine Minute weiter. Restfeuchte unten und überföhnte Spitzen oben sind bei dickem Haar die zwei häufigsten Gründe für einen krausen Abend.

Mit diesen Handgriffen im Kopf bleibt nur noch die Frage, welcher Föhn in dein Badezimmer gehört.

Welcher Föhn zu wem passt

Dyson Supersonic Nural (rund CHF 300 bis 360)wenn dein Haar lang und dick ist, du schnell fertig sein willst und dich der Frizz am Abend am meisten stört. Er ist auch die schonendste Wahl für eine empfindliche Kopfhaut.
ghd Helios (rund CHF 180 bis 250)wenn jede Minute zählt und du Glanz liebst. Gewöhn dir den Kaltstoss am Schluss an, sonst stehen die Spitzen am Abend ab.
Laifen Swift Premium (rund CHF 130 bis 150)wenn du für wenig Geld fast alles willst und leise föhnen musst, weil nebenan jemand schläft.
Shark Style iQ und Dreame Pocketder Shark, wenn du nicht über Stufen nachdenken willst und dein Haar höchstens bis zu den Schulterblättern reicht. Der Dreame als Zweitföhn für Reise und Sporttasche.

Wenn du lieber mit Aufsätzen und Bürste glättest als mit Föhn und Paddelbürste, lies meinen Vergleich der Multistyler für dickes Haar im Nebel oder den Test des Dyson Airwrap Co-anda2x. Alle unsere Beauty-Tests findest du in der Kategorie Beauty.

Bei Föhnen lohnt sich der Black Friday am 27. November fast immer, Manor, Interdiscount, Fust und Galaxus ziehen meist am selben Tag mit. Beim Dyson würde ich unter 300 Franken nicht länger warten, beim Laifen unter 120. Und Léa? Sie hat sich den Laifen gekauft, borgt sich aber an Prüfungstagen meinen Dyson aus. Was als Nächstes auf meinem Frisiertisch liegt, siehst du unter laufende Tests.

Häufige Fragen zu Föhnen für dickes, langes Haar

Welcher Föhn ist am besten für dickes, langes Haar?

In unserem Test mit drei Mähnen bis zur Taille war der Dyson Supersonic Nural das beste Gesamtpaket: im Schnitt 11:50 Minuten und am Abend in trockener Heizungsluft die wenigsten abstehenden Härchen. Die ghd Helios war 30 Sekunden schneller, aber krauser. Der Laifen Swift Premium ist die günstige Alternative und braucht knapp zwei Minuten länger.

Warum stehen meine Haare im Winter so ab?

Heizungsluft hat oft nur 30 bis 40 Prozent Luftfeuchtigkeit. Das Haar verliert Feuchtigkeit, die Spitzen werden rau, und Reibung an Wolle oder Sofa lädt es elektrisch auf. Gleich geladene Härchen stossen sich ab. Weniger Hitze beim Föhnen, ein kalter Abschluss und etwas Öl auf der Oberfläche helfen am meisten.

Hilft ein Ionen-Föhn wirklich gegen Frizz?

Ein wenig, aber er rettet keine überföhnten Spitzen. Alle fünf Geräte in unserem Test werben mit Ionen, und trotzdem lagen sie am Abend zwischen 4 und 13 abstehenden Härchen auf 10 Zentimeter. Den grössten Unterschied machten die Temperatur der Luft und ein kalter Abschluss. Beim Dyson half zusätzlich der Flyaway-Aufsatz.

Wie lange sollte das Föhnen von sehr langem Haar dauern?

Bei Haar bis zur Taille haben die besten Föhne in unserem Test knapp 14 bis 15 Minuten gebraucht, bei Haar bis zu den Schulterblättern rund 8 Minuten. Wenn du deutlich länger brauchst, ist meist der Föhn zu schwach oder das Haar war vor dem Föhnen noch zu nass. Zehn Minuten im Frottee-Turban sparen dir einige Minuten.