Sonntag, 25. Oktober, 17:20 Uhr. In der Nacht sind die Uhren zurückgestellt worden, und draußen wird es schon dunkel. Ich stehe in unserer Einfahrt, halte ein kleines Flügelrad-Anemometer in den Westwind und lese 41 km/h ab. Das Thermometer am Garagentor zeigt 3 Grad.
Petra steht in der Terrassentür, die Strickjacke bis unters Kinn zugeknöpft, und fragt, ob das jetzt wirklich sein muss. Es musste. Auf genau so einen Abend hatte ich elf Wochen gewartet.
Broil King Baron 490
Getestet als Baron 490 X Shadow in Schwarz: vier Dual-Tube-Brenner, Gussroste, Seitenbrenner und Heckbrenner mit Drehspieß
- Nur 17 Grad Verlust bei Wind, der beste Wert im Feld
- 90 Minuten bei 180 Grad indirekt, ohne ein einziges Mal nachzuregeln
- 14 von 15 Bratwürsten gleich gebräunt, auch bei 30 km/h
- Schwere Gussroste, die nach dem Deckelöffnen sofort wieder Hitze liefern
- 74 Kilo, auf Rasen bewegst du den nur mit Hilfe
- Mit 410 Gramm Gas pro Stunde der durstigste im Test
- Fast 1,45 Meter breit, auf kleinen Terrassen wird es eng
- Das Deckelthermometer lag bis zu 30 Grad unter der Rosttemperatur
Ich bin Rüdiger, Metallbauer aus Kassel, und bei uns teste ich Grills und alles, was nach Werkstatt riecht. Vom 14. August bis zum 26. Oktober 2026, 74 Tage lang, standen auf unserer Terrasse und in der Einfahrt fünf Gasgrills: der Broil King Baron 490, der Weber Genesis E-325s, der Weber Spirit E-325, der Napoleon Rogue SE 425 und der Enders Monroe Pro 3 SIK Turbo.
Die Frage dazu stand die ganze Zeit auf unserer Seite Laufende Tests: Welcher Gasgrill hält bei Kälte und Wind die Temperatur am stabilsten, und welcher grillt dabei am gleichmäßigsten? Im Sommer kann das fast jeder. Im Oktober trennt sich das Feld.
Den Spirit kennst du vielleicht aus meinem Einzeltest im Frühjahr. Er steht seitdem bei uns und war der einzige, den ich nicht neu auspacken musste. Die anderen vier kamen Mitte August. Den Karton vom Baron haben der Paketbote und ich zu zweit vom Wagen gehoben, und danach hat keiner von uns eine Minute lang etwas gesagt.
Warum Wind einem Gasgrill mehr zusetzt als Kälte
Das war die erste Überraschung, und sie hat den ganzen Test geprägt. An einem windstillen Abend mit 6 Grad lagen die fünf Grills im Schnitt nur 9 Grad unter ihren Werten von einem ruhigen Spätsommerabend mit 17 Grad. Kam dagegen bei 15 Grad ein Westwind mit 25 km/h dazu, fehlten im Schnitt 26 Grad. Kälte kostet dich ein paar Minuten Vorheizen. Wind kostet dich die Hitze am Rost.
Der Grund ist schnell erklärt, wenn du einmal hinter einen Gasgrill schaust. Die Brenner ziehen ihre Luft von unten durch den Brennraum, die heißen Abgase gehen hinten am Deckel raus. Bläst der Wind von vorn oder von der Seite, drückt er kalte Luft durch genau diese Öffnungen. Und der Deckel kühlt von außen ab wie ein Heizkörper unter einem gekippten Fenster.
Bei uns am Stadtrand kommt der Wind fast immer aus Westen, vom Habichtswald herunter. Petra sagt seit 30 Jahren: Wenn man den Herkules nicht mehr sieht, Wäsche rein. Diesen Herbst galt bei uns: Wenn man den Herkules nicht mehr sieht, wird gemessen.
So habe ich gemessen
Damit kein Grill vom Wetter bevorzugt wird, standen alle fünf in einer Reihe quer zum Wind, und jeden Samstag habe ich die Plätze getauscht. So stand jeder Grill gleich oft ganz außen auf der Windseite, wo es am meisten zieht. Alle liefen mit grauen 11-Kilo-Flaschen Propan von derselben Tankstelle. An den Messabenden habe ich sechs Dinge aufgeschrieben:
- Windverlust: alle Hauptbrenner voll, Deckel 15 Minuten zu, Temperatur in der Rostmitte. Schnitt aus drei ruhigen und drei windigen Abenden.
- Deckel-Test: bei 250 Grad den Deckel 30 Sekunden öffnen, so lange wie fürs Wenden einer Ladung Würste, und die Zeit stoppen, bis wieder 250 Grad anliegen.
- 90 Minuten indirekt: einmal auf 180 Grad eingestellt, dann nicht mehr anfassen, außer die Temperatur lag mehr als 15 Grad daneben.
- Spreizung am Rost: zwölf Punkte mit dem Infrarot-Thermometer, Unterschied zwischen heißestem und kältestem Punkt.
- Bratwurst-Raster: 15 grobe Bratwürste vom Metzger in fünf Reihen zu drei, alle Brenner auf mittel, zehn Minuten, einmal gewendet.
- Gasverbrauch: Flasche vor und nach den 90 Minuten mit der Kofferwaage gewogen.
Die Temperatur am Rost kam von zwei Vier-Kanal-Datenloggern mit Thermoelementen: ein Fühler pro Grill, 2 Zentimeter über der Rostmitte, ein sechster Fühler für die Außenluft. Für die zwölf Punkte habe ich mir aus einem Rest Flachstahl eine Messlehre mit Kerben gebaut, drei Reihen zu vier Punkten, immer 8 Zentimeter vom Rand. Sieht aus wie ein sehr kurzes Lineal und war das genaueste Teil im ganzen Test.
Das Anemometer hielt meistens mein Enkel Finn. Er nennt es den Windpropeller und hat jede Zahl laut über den Gartenzaun gerufen. Die halbe Straße weiß jetzt, wie windig es am 10. Oktober war. Wie wir solche Testpläne grundsätzlich aufbauen, kannst du auf So testen wir nachlesen.

Die Messwerte auf einen Blick
Die Werte bei Wind stammen von Abenden mit mindestens 25 km/h und höchstens 8 Grad. Beim Windverlust, beim Deckel-Test und bei der Spreizung ist weniger besser.
| Modell | Windverlust | Deckel 30 s offen, zurück auf 250 °C | 90 Min. indirekt bei Wind | Nachgeregelt | Spreizung ruhig / Wind | Würste gleich gebräunt | Gas pro Stunde | Note |
|---|---|---|---|---|---|---|---|---|
| Broil King Baron 490 | 17 Grad | 2:50 Min. | 173 bis 187 °C | nie | 21 / 26 Grad | 14 von 15 | 410 g | 9,1 |
| Weber Genesis E-325s | 22 Grad | 3:20 Min. | 170 bis 190 °C | nie | 17 / 33 Grad | 13 von 15 | 350 g | 8,8 |
| Weber Spirit E-325 | 31 Grad | 4:40 Min. | 164 bis 193 °C | 1-mal | 24 / 41 Grad | 11 von 15 | 300 g | 8,1 |
| Enders Monroe Pro 3 SIK Turbo | 38 Grad | 4:05 Min. | 160 bis 195 °C | 2-mal | 31 / 49 Grad | 10 von 15 | 370 g | 7,7 |
| Napoleon Rogue SE 425 | 44 Grad | 5:15 Min. | 157 bis 198 °C | 3-mal | 29 / 55 Grad | 9 von 15 | 390 g | 7,4 |
Zwei Dinge springen ins Auge. Bei Windstille ist der Genesis der gleichmäßigste Grill im Feld, bei Wind ist es der Baron. Und der Abstand zwischen ruhig und windig sagt mehr über einen Grill als jede Leistungsangabe auf dem Karton. Warum das so ist, siehst du am besten am Sieger.
Broil King Baron 490: der Schwere gewinnt
Der Baron 490 ist ein Vierbrenner aus Kanada, und schon beim Aufbau habe ich verstanden, wo seine Ruhe herkommt. Der Brennraum ist aus Aluguss, Broil King nennt das Therma-Cast, die Roste sind schweres emailliertes Gusseisen, und darunter liegt mit dem Flav-R-Wave ein gewelltes Edelstahlblech über die ganze Breite. Das ganze Gerät wiegt 74 Kilo. Als Metallbauer sage ich: Masse ist Wärmespeicher, und Wärmespeicher ist bei Wind alles.
Die vier Hauptbrenner sind Dual-Tube-Brenner, zwei Rohre ineinander mit zwei Flammreihen statt einer. Zusammen leisten sie laut Datenblatt 11,4 kW, dazu kommen ein Seitenbrenner mit 2,7 kW und ein Heckbrenner mit 4,4 kW für den Drehspieß, der bei der X-Shadow-Version samt Motor im Karton liegt. Die Grillfläche misst 65 mal 44,5 Zentimeter.
Am 25. Oktober, 3 Grad und Böen bis 41 km/h, hielt der Baron im indirekten Test 90 Minuten lang zwischen 173 und 187 Grad. Ich habe ihn nicht ein einziges Mal angefasst. Beim Deckel-Test war er nach 2 Minuten und 50 Sekunden wieder auf 250 Grad, weil die Gussroste die Hitze gespeichert hatten und sofort wieder abgaben. Kein anderer Grill war schneller.

Beim Bratwurst-Raster an einem Abend mit 30 km/h waren 14 von 15 Würsten gleich braun. Nur die Wurst ganz vorn rechts, auf der Windseite, war eine Spur heller. Herr Dittmar, unser Nachbar mit dem Kohlegrill, stand mit verschränkten Armen am Zaun und hat sich die Reihen von oben angeschaut.
„Bei dem Wind kriege ich meine Kohle nicht mal an. Und du hast da drüben Würste wie mit dem Lineal gezogen.“ Herr Dittmar, Samstag, 10. Oktober
Die Schattenseiten sind genauso handfest. Mit 410 Gramm Propan pro Stunde im indirekten Test war der Baron der durstigste, bei rund 30 Euro pro Flaschenfüllung sind das etwa 1,12 Euro pro Stunde. Er ist fast 1,45 Meter breit, und auf Rasen schiebst du 74 Kilo nicht, du verhandelst mit ihnen. Das Deckelthermometer lag bei indirekter Hitze 20 bis 30 Grad unter dem, was mein Fühler am Rost gemessen hat. Ein Grillthermometer am Fleisch gehört bei diesem Grill dazu, wie bei allen anderen im Test auch.
Knapp dahinter lag ein Grill, der bei Windstille sogar besser war.
Weber Genesis E-325s: bei Windstille der Gleichmäßigste
Der Genesis E-325s hat drei Hauptbrenner mit zusammen 11,4 kW, eine Sear Zone in der Mitte und mit 68 mal 48 Zentimetern die größte Grillfläche im Test. An ruhigen Abenden war er der gleichmäßigste Grill, den ich je mit der Messlehre abgefahren habe: 17 Grad zwischen dem heißesten und dem kältesten von zwölf Punkten. Toastbrot hätte ich bei dem gar nicht mehr gebraucht.
Bei Wind hat er stärker nachgelassen als der Baron, und zwar an einer bestimmten Stelle. Kam der Wind von vorn, fiel die vordere Reihe am Rost ab, im Schnitt um 22 Grad, die hintere kaum. Die Spreizung stieg auf 33 Grad. Im 90-Minuten-Test musste ich trotzdem nie nachregeln, und beim Bratwurst-Raster waren 13 von 15 Würsten gleich. Die zwei blassen lagen natürlich vorn.
Mit 350 Gramm Gas pro Stunde war er sparsamer als der Baron. Und seine Sear Zone hat am 3. Oktober, dem Feiertag mit der ganzen Familie im Garten, zwölf Nackensteaks mit sauberer Kruste geliefert. Beim Anbraten war nur die Turbo Zone von Enders noch schneller. Wenn dein Grill an der Hauswand im Windschatten steht, ist der Genesis die bessere Wahl. Steht er frei im Garten, holt der Baron die entscheidenden Grad.
Weber Spirit E-325: mein eigener, und ehrlich Dritter
Ich gebe zu, ich hätte meinem eigenen Grill einen besseren Platz gegönnt. Aber der Spirit E-325 hat mit 9,1 kW die wenigste Leistung im Feld und den kleinsten Rost mit 52 mal 44 Zentimetern. Bei Wind verlor er 31 Grad, und nach dem Deckelöffnen brauchte er 4 Minuten und 40 Sekunden, bis er wieder auf 250 Grad war.
Was er gut kann: sparen. 300 Gramm Gas pro Stunde, der beste Wert im Test, macht bei 30 Euro pro Flasche rund 82 Cent. Im indirekten Test musste ich nur einmal nachregeln, nach 50 Minuten, als eine Böe ihn auf 162 Grad drückte. Beim Bratwurst-Raster lagen 11 von 15 gleich, die blassen vorn links.
Für rund 550 Euro bleibt er der vernünftigste Grill für alle, die von Mai bis September grillen und im Oktober die Haube drüberziehen. Im Herbst wollte ich nach diesem Test trotzdem lieber an einem der beiden Großen stehen. Der Grill, der beim Preis am nächsten am Spirit liegt, hat mich an einem ganz anderen Punkt überrascht.
Enders Monroe Pro 3 SIK Turbo: beste Kruste, beschlagenes Fenster
Enders sitzt in Werdohl im Sauerland, gut zwei Stunden von uns, und der Monroe Pro 3 SIK Turbo ist der Grill mit der meisten Ausstattung fürs Geld. Drei Edelstahlbrenner, eine Turbo Zone mit Infrarot-Gitter bis 800 Grad, ein Infrarot-Heckbrenner mit 3,5 kW, ein Seitenkocher mit 2,9 kW, Grillfläche 62 mal 43 Zentimeter, 50 Kilo und zehn Jahre Garantie. Das alles gibt es oft für unter 550 Euro.
Die Turbo Zone ist ehrlich gesagt der beste Steakbrenner im Feld. Ein 3 Zentimeter dickes Rumpsteak hatte nach 90 Sekunden pro Seite eine Kruste, auf die auch Herr Dittmar nichts mehr gesagt hat. Und auf dem Seitenkocher stand am 25. Oktober ein Topf Glühwein, der genau so lange gehalten hat wie die Geduld der Familie mit meinen Messungen.
Das Problem ist das Sichtfenster im Deckel. An kalten Abenden beschlug es schon nach wenigen Minuten von innen, und sehen konntest du dann gar nichts mehr. Mit dem Infrarot-Thermometer gemessen war die Glasfläche bei Wind außen 40 bis 60 Grad kühler als das Blech daneben. Ich vermute, dass dort ein guter Teil der Hitze verloren geht. Am Ende standen 38 Grad Windverlust und zwei Mal Nachregeln im 90-Minuten-Test. Die Spreizung stieg bei Wind auf 49 Grad, auch weil die Seite mit der Turbo Zone deutlich heißer läuft.

Wer vor allem Steaks grillt und bei schlechtem Wetter ohnehin unter dem Carport steht, bekommt hier viel Grill für wenig Geld. Für meine Frage nach Wind und Kälte reichte es nur für Platz vier.
Napoleon Rogue SE 425: stabil gebaut, aber windfühlig
Der Rogue SE 425 war der Grill, auf den ich mich als Metallbauer am meisten gefreut hatte. Edelstahl an Deckel, Blende und Tür, sauber gekantete Bleche, ein Deckel, der satt schließt, drei Hauptbrenner und zwei Infrarotbrenner: einer hinten für den Drehspieß und einer im Seitentisch, die Sizzle Zone. Verarbeitung ist hier wirklich eine Klasse für sich.
Bei Wind lag er aber hinten. Er verlor 44 Grad, brauchte nach dem Deckelöffnen 5 Minuten und 15 Sekunden und musste im 90-Minuten-Test dreimal nachgeregelt werden. Die Spreizung lag bei Wind bei 55 Grad, vorn rechts blieb der Rost deutlich kühler. Das Infrarot-Thermometer zeigt, warum: Nach zehn Minuten Wind lag das Deckelblech außen bei 70 Grad, die Gussseiten des Baron daneben bei 115.
Gut zu wissen, bevor du kaufst: Laut mehreren Händlern löst der Rogue PRO-S 425 den Rogue SE 425 gerade ab. Viele Händler verkaufen Restbestände, und die Preise springen stark. Bei Windstille ist der Rogue ein feiner Grill. Für den Kasseler Oktober war er der falsche.
Fünf Handgriffe, mit denen jeder Gasgrill im Herbst warm bleibt
Egal welcher Grill bei dir steht, diese fünf Dinge haben in meinem Test mehr gebracht als 2 kW mehr auf dem Datenblatt.
- Dreh die Bedienseite aus dem Wind. Bei uns brachte allein das Umdrehen des Spirit 14 Grad zurück, weil der Wind dann nicht mehr von vorn unter den Deckel drückt.
- Lass dem Windschutz Luft. Bei mir stand eine alte Siebdruckplatte, mit zwei Schraubzwingen an der Wäschespinne festgemacht, 1,20 Meter vor der Windseite. Das brachte 9 Grad. Rückt die Platte zu nah heran oder steht der Grill in einer Ecke, staut sich das Abgas. Gasgrills gehören nie in die Garage oder unters geschlossene Vordach.
- Heiz fünf Minuten länger vor. Bei Wind brauchten alle fünf Grills 4 bis 7 Minuten mehr, bis sie 250 Grad erreichten. Wenn die Roste richtig durchgeheizt sind, gibt es nach dem Wenden weniger Einbruch.
- Mach den Deckel seltener auf. 30 Sekunden offen kosteten bei Wind bis zu 5 Minuten. Wende lieber einmal mehr pro Öffnung und nimm ein Funkthermometer, statt reinzuschauen.
- Grill mit Propan, nicht mit Butan. Butan verdampft bei Temperaturen um den Gefrierpunkt kaum noch. Die grauen 11-Kilo-Tauschflaschen aus dem Baumarkt oder von der Tankstelle sind bei uns in der Regel Propan. Und eine fast leere Flasche liefert bei Kälte spürbar weniger Druck, deshalb vor einem langen Abend lieber die volle anschließen.
Mit diesen Handgriffen grillst du auf jedem der fünf bis in den November. Welcher dabei am besten zu dir passt, hängt vor allem von deinem Garten ab.
Welcher Grill zu dir passt
- Broil King Baron 490: für dich, wenn der Grill frei im Garten steht, du bis in den Winter grillst und Platz für fast anderthalb Meter Breite hast. Der Mehrverbrauch an Gas ist der Preis für die Ruhe.
- Weber Genesis E-325s: für dich, wenn dein Grill im Windschatten an der Hauswand steht und du große Runden mit viel Rostfläche versorgst. Bei Windstille der gleichmäßigste Grill im Test.
- Weber Spirit E-325: für dich, wenn du vor allem von Frühling bis Spätsommer grillst und das Geld lieber ins Fleisch steckst. Sparsam und ehrlich gebaut.
- Enders Monroe Pro 3 SIK Turbo: für dich, wenn Steaks deine Hauptsache sind, du einen Seitenkocher willst und wenig ausgeben möchtest. Bei Wind brauchst du ein bisschen Geduld.
- Napoleon Rogue SE 425: für dich, wenn dir Verarbeitung und Edelstahl am wichtigsten sind und dein Grill geschützt steht. Achte auf den Preis, er schwankt gerade sehr.
Bleibt die Frage, was du für jeden davon gerade zahlst.
Preise und wo du sie findest
Die Preise habe ich Anfang November bei deutschen Händlern angeschaut. Sie schwanken je nach Ausführung und Aktion deutlich.
| Modell | Preis beim Schreiben | Wo du ihn findest |
|---|---|---|
| Broil King Baron 490 X Shadow | UVP 1.399 €, im Handel ab rund 1.120 € | Grillfachhandel, Grillfürst, Alternate |
| Weber Genesis E-325s | rund 1.050 bis 1.250 € | Weber-Händler, Bauhaus, Hornbach |
| Weber Spirit E-325 | rund 540 bis 600 € | Bauhaus, Hornbach, OBI, Otto, Amazon.de |
| Enders Monroe Pro 3 SIK Turbo | UVP 599 €, oft rund 470 bis 550 € | toom, OBI, Amazon.de |
| Napoleon Rogue SE 425 RSIB | rund 1.000 bis 1.300 €, Restbestände | Grillfachhandel, Möbelhäuser mit Gartenabteilung |
Gasgrills werden im Spätherbst oft günstiger, weil die Händler Platz für die Wintersaison brauchen. Rund um den Black Friday am 27. November lohnt sich ein Blick, besonders beim Spirit und beim Enders. Der Baron bleibt bei uns bis in den Dezember auf der Terrasse, und der Spirit ist wieder an seinem alten Platz neben der Werkstatt.
Meinen nächsten Test kannst du schon verfolgen: Bis Februar probiere ich beheizbare Jacken aus, an genau den Abenden, an denen ich sonst am Grill friere. Er steht bei den laufenden Tests. Und wenn du nach dem Grillen ins warme Haus willst, ohne dass die Heizung den ganzen Tag läuft: Meine Erfahrungen mit dem tado Smart Thermostat X stehen hier im Blog.
Häufige Fragen
Kann man mit einem Gasgrill im Winter grillen?
Ja, mit Propan problemlos auch unter null Grad. Rechne mit 5 bis 7 Minuten mehr Vorheizzeit und etwas höherem Gasverbrauch. Viel mehr als die Kälte stört der Wind: In unserem Test kostete Westwind mit 25 km/h im Schnitt 26 Grad am Rost, 6 Grad Lufttemperatur ohne Wind nur 9.
Warum wird mein Gasgrill bei Wind nicht richtig heiß?
Der Wind drückt kalte Luft durch die Öffnungen am Brennraum und kühlt den Deckel von außen. Dreh die Bedienseite aus dem Wind, stell eine Platte mit reichlich Luft dazwischen auf die Windseite und öffne den Deckel so selten wie möglich. Allein das Umdrehen brachte bei unserem Spirit 14 Grad zurück.
Welcher Gasgrill hält die Temperatur am besten?
In unserem 74-Tage-Test in Kassel der Broil King Baron 490. Er hielt bei 3 Grad und Böen bis 41 km/h 90 Minuten lang 173 bis 187 Grad, ohne Nachregeln. Der Weber Genesis E-325s kam knapp dahinter und war bei Windstille sogar der gleichmäßigste Grill.
Darf die Gasflasche im Winter draußen bleiben?
Ja, und dort gehört sie auch hin. Propanflaschen lagerst du draußen, stehend und gut belüftet, nie im Keller oder in der Garage. Eine Haube über dem Grill schützt Ventil und Schlauch vor Laub und Nässe, aber erst, wenn der Deckel abgekühlt ist.
