Futterautomat für Katzen im Test: Welcher hat in 30 Tagen keine Mahlzeit verpasst?

240 Mahlzeiten in 30 Tagen, jede auf der Küchenwaage. Drei Automaten haben mindestens einmal gepatzt, einer mit grünem Haken in der App. Nur einer lief einfach durch.

Frau mit kinnlangen hennaroten Haaren und Lesebrille im Haar, weinrote Strickjacke über weißem T-Shirt, sitzt in einer Altbauküche auf grauen Dielen neben dem weißen Petlibro Granary und legt eine Hand auf den Deckel, davor frisst ein grauer Britisch-Kurzhaar-Kater aus dem Napf, daneben eine Tüte Trockenfutter mit Wäscheklammer

Ich habe Futterautomaten lange für eine Ausrede gehalten. Für Leute, die ihre Tiere nicht gern um halb sieben füttern. Dann stand im Februar mein Regionalexpress zwei Stunden und vierzig Minuten bei Drensteinfurt im Schnee, und ich habe meiner Nachbarin Frau Tenhagen eine Nachricht nach der anderen geschrieben.

Sie hat gefüttert, natürlich. Otto hat laut ihrer Antwort bis dahin „wie eine Alarmanlage“ gemaunzt. Seitdem weiß ich, wie es sich anfühlt, wenn zu Hause drei Tiere warten und du im Zug sitzt und nichts tun kannst.

Ein Automat hilft dir in so einem Moment aber nur, wenn er wirklich jedes Mal liefert. Einer, der im Urlaub eine Mahlzeit verschluckt, ist schlimmer als gar keiner, weil du dich auf ihn verlässt. Deshalb hatte dieser Test genau eine Frage, und die stand acht Wochen lang auf unserer Seite Laufende Tests: Welcher Futterautomat lässt in 30 Tagen mit zwei Mahlzeiten täglich keine einzige aus und klemmt nie?

Vom 3. September bis zum 29. Oktober, 57 Tage lang, standen dafür vier Geräte in meiner Wohnung in Münster: der Petlibro Granary, der Petkit Fresh Element Solo, der Cat Mate C500 und der Trixie TX2. Die ersten 30 Tage waren der eigentliche Test. Danach kam der Teil, vor dem ich ein bisschen Respekt hatte: Strom weg, WLAN weg, falsches Futter.

Testsieger57 Tage, 4 Automaten, 240 gewogene Mahlzeiten im 30-Tage-Lauf

Petlibro Granary WiFi

Futterautomat mit 5-Liter-Vorrat, WLAN und App, Napf mit Edelstahleinsatz, Notbetrieb mit drei Mono-Batterien

9,1
60 von 60 Mahlzeiten pünktlich, kein einziges Mal geklemmt, auch nicht im Härtetest danach★★★★★ Preis beim Schreiben: rund 100 bis 120 € bei Amazon.de und im Petlibro-Shop, mit Doppelnapf 129,99 € bei Zooplus
Zuverlässigkeit9,9
Portionsgenauigkeit8,8
App und Alltag8,7
Preis-Leistung7,8
Das gefällt uns
  • 60 von 60 Mahlzeiten im 30-Tage-Lauf, auf die Minute, und 114 von 114 über alle 57 Tage
  • Kein Klemmer, auch nicht mit 15 Millimeter großen Hundekroketten
  • Fütterte im Stromausfall mit Batterien und ohne WLAN nach gespeichertem Plan weiter
  • 5 Liter Vorrat, bei uns gut 2 Kilo Kroketten
Das stört
  • Die drei Mono-Batterien für den Notbetrieb liegen nicht bei
  • Mit großen Kroketten schwankte die Portion um bis zu 6 Gramm
  • Das Surren um 6:30 Uhr hörst du durch eine angelehnte Tür
  • Braucht eine Stellfläche wie ein kleiner Mülleimer
Unser Urteil: Wenn du dich auf einen Futterautomaten verlassen musst, weil niemand nachschaut, ist der Granary bei uns die sichere Wahl. Er hat keine Mahlzeit ausgelassen, nie geklemmt und im Stromausfall einfach weitergemacht. Der Petkit Fresh Element Solo ist kleiner und leiser und war bis auf einen Morgen genauso gut. Für Nassfutter bleibt nur der Cat Mate C500, und der Trixie TX2 reicht für einen langen Tag, nicht für eine Reise.

Vier Ecken, drei Tiere, eine Küchenwaage

Bei mir leben drei Tiere, die sich selten einig sind. Otto, grauer Britisch-Kurzhaar-Mischling, frisst alles, was nicht festgeschraubt ist, und seit dem Sommer Diätfutter. Die Waage in unserem selbstreinigenden Katzenklo hat ihn verraten. Luzie, rot und 3,9 Kilo leicht, frisst wenig und am liebsten, wenn keiner zuschaut. Und Bruno, mein Rauhaardackel, hält alles für seins, was auf dem Boden steht.

Jeder Automat bekam deshalb einen festen Esser und einen festen Platz:

  • Petlibro Granary: Küche, Ottos Diät-Trockenfutter, zweimal 28 Gramm um 6:30 und 17:30 Uhr.
  • Petkit Fresh Element Solo: mein Arbeitszimmer, Luzies Trockenfutter, zweimal 22 Gramm zu denselben Zeiten.
  • Cat Mate C500: Küche, Ottos Nassfutter, zweimal 50 Gramm um 6:45 und 17:45 Uhr.
  • Trixie TX2: Flur, hinter dem Kindergitter, Brunos Trockenfutter, zweimal 45 Gramm, so nah an 6:45 und 17:45 Uhr, wie die Drehscheibe es zulässt.

Das sind acht Mahlzeiten am Tag und 240 in den 30 Tagen. Am Abend des 2. September habe ich alles aufgebaut und befüllt, am 3. September um 6:30 Uhr surrte es zum ersten Mal in zwei Zimmern. Eine Viertelstunde später klackte es in zwei weiteren, und ich lief mit der Küchenwaage hinterher, die Lesebrille noch im Haar.

Von oben auf altem Fischgrätparkett: Petlibro Granary, Petkit Fresh Element Solo mit offenem Deckel, Cat Mate C500 und die beiden Schalen des Trixie TX2 mit hochgeklappten Deckeln, zwei Hände in weinroten Ärmeln füllen mit einem roten Messbecher Kroketten in den Petkit, daneben Küchenwaage, Klebeband, Schere, Notizblock und ein Rauhaardackel, der am Trixie schnuppert
Mittwoch, 2. September, am Abend vor dem Start. Bruno hat den Trixie als Erster geprüft.

Gewogen habe ich jede einzelne Portion, bevor jemand fressen durfte. Meine Kollegen in der Uni-Verwaltung lachen bis heute darüber. Aber nur so siehst du, ob ein Automat wirklich ausgibt oder nur so tut, als ob.

Wann eine Mahlzeit bei uns als verpasst galt

Ein Futterautomat kann auf drei Arten patzen. Er öffnet nicht. Er öffnet zur falschen Zeit. Oder der Motor dreht, und es kommt kaum etwas heraus. Den letzten Fall merkst du am schwersten, weil die App trotzdem einen grünen Haken zeigt.

Unsere Regeln für den 30-Tage-LaufVerpasst heißt: weniger als die Hälfte der eingestellten Portion im Napf, kein Futter innerhalb von 15 Minuten nach der Uhrzeit oder Futter, das ein Tier schon vor der Zeit erwischt hat. Beim Trixie TX2, dessen Drehscheibe keine Minuten kennt, habe ich 30 Minuten gelten lassen. Geklemmt heißt: Futter oder Deckel bleiben hängen, und es geht erst weiter, wenn ich eingreife.

Am Wochenende vom 26. und 27. September war ich bei meiner Schwester in Osnabrück. Frau Tenhagen hat in der Zeit Waage und Notizbuch übernommen, und ehrlich gesagt hat sie die Liste ordentlicher geführt als ich. Wie wir sonst vorgehen, vom Kauf bis zur Note, steht auf unserer Seite So testen wir. Jetzt aber zu dem, was nach 30 Tagen im Notizbuch stand.

Die 30 Tage in einer Tabelle

Jeder Automat hatte 60 Mahlzeiten zu liefern. Die Abweichung der Portion habe ich nur bei den beiden Geräten mit Motor gemessen, die beiden anderen befülle ich ja selbst von Hand.

ModellPreis beim SchreibenPünktlich geliefertGeklemmtZu wenig im NapfZu früh erwischtPortion im Schnitt danebenNote
Petlibro Granary WiFirund 100 bis 120 €60 von 600001,6 g9,1
Petkit Fresh Element Solo99,99 €59 von 600101,3 g8,4
Cat Mate C500rund 36 bis 48 €58 von 60002von Hand befüllt7,2
Trixie TX223,99 €57 von 60201von Hand befüllt5,8

Drei von vier Automaten haben also mindestens einmal gepatzt. Und jeder auf eine andere Art, was mich mehr überrascht hat als das Ergebnis selbst. Fangen wir mit dem einen an, der nie gepatzt hat.

Petlibro Granary: 60 von 60, obwohl Otto es versucht hat

Der Petlibro Granary WiFi ist ein weißer Zylinder mit 5 Litern Vorrat, einem schmalen Sichtfenster für den Füllstand und einem schwarzen Bedienring in der Mitte. Unten fällt das Futter durch einen Schacht in einen runden Napf mit Edelstahleinsatz. Eingerichtet war er in zwölf Minuten, inklusive App und WLAN.

Ottos Diätkroketten sind flache Dreiecke mit gut 11 Millimetern. Eine Portionsstufe im Granary waren damit 9 bis 10 Gramm, drei Stufen ergaben im Schnitt 28,4 Gramm. Die kleinste Portion im ganzen Monat wog 26 Gramm, die größte 31. Für einen Kater auf Diät ist das ziemlich genau.

„Bei einem Kater mit Übergewicht ist selten die Tagesmenge das Problem. Er schlingt sie in zwei Minuten herunter und bettelt den Rest des Tages. Feste, abgewogene Portionen zu festen Zeiten helfen mehr als jede Diät aus dem Bauch heraus.“ Unsere Tierärztin, beim Kontrolltermin am 6. Oktober

Otto sieht das anders. In der ersten Woche saß er ab 6:12 Uhr vor dem Granary und hat zweimal mit der Pfote im Ausgabeschacht gefischt. Ausbeute: eine einzelne Krokette und ein beleidigter Blick in meine Richtung. Den Deckel mit Drehverschluss hat er nicht einmal angekratzt.

Das Trockenmittel im Deckel hat auch seinen Job gemacht. In Münster regnet es oder es läuten die Glocken, sagt man hier, und im September hat es reichlich geregnet. Die Kroketten aus dem Vorrat waren nach drei Wochen noch so knusprig wie aus der frischen Tüte.

Die Schwächen sind klein, aber echt. Für den Notbetrieb brauchst du drei Mono-Batterien, die nicht in der Schachtel liegen. Das Surren hörst du morgens durch eine angelehnte Schlafzimmertür, ich habe es nach einer Woche als Wecker akzeptiert. Der Petkit daneben war deutlich leiser, und fast genauso zuverlässig.

Petkit Fresh Element Solo: Die App sagte ja, der Napf sagte nein

Der Petkit Fresh Element Solo ist ein schlanker weißer Quader mit 3 Litern Vorrat, einem verriegelbaren Deckel und einer flachen Edelstahlschale. Er ist das ruhigste Gerät im Test. Mit der Dezibel-App auf meinem Handy habe ich aus einem Meter 41 dB gemessen, beim Granary 47. Luzie, die beim kleinsten Geräusch unter dem Sofa verschwindet, saß ab Tag drei neben ihm, während er ausgab.

Bei der Portion war er sogar genauer als der Testsieger. Eingestellt waren 22 Gramm, im Schnitt kamen 21,4 heraus, mit einer Spanne von 20 bis 23 Gramm. 59 Mahlzeiten lang lief alles glatt.

Dann kam Donnerstag, der 24. September, Tag 22. Um 6:30 Uhr surrte der Motor, die App meldete die Ausgabe als erfolgreich, und in der Schale lagen 7 Gramm. Am Abend davor hatte ich eine frische Tüte angebrochen und den Behälter bis an den Rand gefüllt. Die Kroketten hatten sich über der Öffnung verkeilt, eine Brücke aus Futter, unter der der Motor ins Leere drehte.

Frau im dunkelblauen Bademantel hält früh am Morgen im Arbeitszimmer die Edelstahlschale des Petkit Fresh Element Solo, in der nur ein paar Kroketten liegen, der Behälter daneben ist mit offenem Deckel bis an den Rand gefüllt, eine rote Katze sitzt am Boden und schaut zur Schale hoch
Tag 22, 6:34 Uhr. Die App meldete Erfolg, in der Schale lagen 7 Gramm. Luzie hat trotzdem nachgefragt.

Ein kurzes Rütteln am Behälter, und der Rest fiel nach. Danach habe ich den Petkit nur noch zu drei Vierteln gefüllt, und es ist nicht wieder passiert. Nach meinen Regeln bleibt es eine verpasste Mahlzeit. Und die Lehre daraus gilt für jeden Automaten mit App: Der grüne Haken heißt nur, dass sich der Motor gedreht hat. Beim nächsten Gerät gab es gar keinen Haken, nur einen sehr zufriedenen Kater.

Cat Mate C500: Otto und das Karussell

Der Cat Mate C500 ist das einzige Gerät im Test, in das Nassfutter gehört. Eine flache runde Schale mit fünf Fächern zu je 330 Millilitern, darunter zwei Kühlakkus, darüber ein Deckel mit einer Öffnung, der sich zur eingestellten Zeit ein Fach weiterdreht. Keine App, kein WLAN, ein kleines Display mit Uhr und vier Ausgabezeiten. Das fünfte Fach liegt beim Befüllen offen.

Weil Nassfutter nicht ewig im Fach liegen sollte, habe ich ihn jeden Abend nach der Mahlzeit neu bestückt, mit frisch gefrorenen Akkus. Mit dem Bratenthermometer gemessen hatte das Futter um 6:45 Uhr noch 12 Grad und um 17:45 Uhr 17 Grad, bei 21 Grad in der Küche. Bis zum Abend des nächsten Tages ist das in Ordnung, für ein langes Wochenende im Spätsommer würde ich es nicht ausreizen.

Pünktlich war der C500 immer, auf die Minute. Das Problem war Otto. Am Freitag, dem 11. September, öffnete sich der Deckel um 17:45 Uhr über einem leeren Fach. Otto lag daneben und war verdächtig entspannt. Er hatte gelernt, den Deckel mit der Pfote am Rand weiterzudrehen, und sich sein Abendessen irgendwann am Nachmittag selbst serviert.

Am 19. September hat er es wiederholt. Danach habe ich den C500 auf eine Antirutschmatte in die Ecke gestellt, sodass die Kante, an der Otto ansetzte, an der Wand lag. Ab da war Ruhe, und der Kater wieder schlecht gelaunt. Zwei verpasste Mahlzeiten, keine einzige wegen der Technik. Beim letzten Gerät war es genau umgekehrt.

Trixie TX2: 24 Euro und eine Eieruhr

Der Trixie TX2 ist das günstigste Gerät und das einfachste. Zwei flache weiße Kästen nebeneinander, jeder mit einem schwarzen Napf für 300 Milliliter und einem eigenen Deckel. Auf jedem Deckel sitzt eine kleine Drehscheibe, mit der du einstellst, in wie vielen Stunden er aufspringt, bis zu 48. Zwei Mignon-Batterien, zwei Kühlakkus, fertig.

Eine Uhrzeit kennt er nicht. Du drehst abends die Scheibe und rechnest. Im Schnitt sprangen die Deckel 18 Minuten neben meiner Wunschzeit auf, der größte Ausreißer lag bei 28 Minuten. Für Bruno spielt das keine Rolle, für einen Plan mit festen Zeiten schon. Und das Ticken der Scheiben hört man nachts im Flur, Luzie fand es spannend.

Ernster waren die zwei Klemmer. Am Mittwoch, dem 9. September, blieb der rechte Deckel abends einfach zu. Die Drehscheibe war abgelaufen, die Verriegelung hing. Ein Tippen mit dem Finger, und er sprang auf. Am 30. September passierte dasselbe morgens noch einmal.

Rauhaardackel frisst nachts im Blitzlicht aus der schwarzen Schale des Trixie TX2 im Flur, ein Deckel steht offen, der andere ist noch zu, dahinter Schuhregal, Fahrrad mit Korb, Mäntel und ein Kindergitter, unten im Bild nackte Füße und eine karierte Schlafanzughose
Mittwoch, 16. September, 5:22 Uhr. Frühstück 85 Minuten zu früh, und kein bisschen Reue.

Und dann war da der 16. September. Um 5:20 Uhr weckte mich ein Klappern aus dem Flur. Bruno hatte die Schnauze so lange unter die Deckelkante geschoben, bis die Verriegelung nachgab, und frühstückte 85 Minuten zu früh. Ich habe ihn mit dem Handy erwischt, er hat nicht einmal aufgehört zu kauen. Für 23,99 € ist der TX2 trotzdem kein schlechtes Gerät. Er ist nur ein anderes Werkzeug als die drei anderen, und das hat der Härtetest noch deutlicher gezeigt.

Nach Tag 30: Strom weg, WLAN weg, falsches Futter

Vom 3. bis zum 29. Oktober liefen alle vier mit demselben Plan weiter. Dazu kamen drei Prüfungen, die vor allem die beiden Automaten mit Netzteil und App betrafen. Cat Mate und Trixie laufen ohnehin nur mit Batterien.

  • Stromausfall: In der Nacht vom 7. auf den 8. Oktober habe ich um 22 Uhr beide Netzteile gezogen und erst um 8 Uhr wieder eingesteckt. Granary und Petkit lieferten die Mahlzeit um 6:30 Uhr mit ihren Reservebatterien, beide Apps zeigten die Geräte in der Zeit als offline.
  • WLAN aus: Vom Samstag, dem 17. Oktober, 9 Uhr bis Sonntagabend 20 Uhr war der Router aus. Beide fütterten drei Mahlzeiten nach gespeichertem Plan, die Einträge tauchten danach in der App auf.
  • Falsches Futter: Vom 12. bis zum 25. Oktober habe ich drei Sorten durchprobiert: kleine Kittenkroketten mit 6 Millimetern, Ottos flache Dreiecke und Brunos Hundefutter mit 15 Millimetern.

Beim Futter trennten sich die beiden. Der Granary hat alle drei Sorten ohne einen Klemmer ausgegeben, nur die Portion mit den großen Hundekroketten schwankte zwischen 22 und 34 Gramm. Der Petkit hat die kleinen und die flachen Kroketten sauber verarbeitet. Mit Brunos 15-Millimeter-Futter klemmte er in 2 von 6 Mahlzeiten, der Motor surrte, und nichts kam.

Fairerweise: Petkit gibt Kroketten bis 12 Millimeter an, das war also außerhalb seiner Angaben. Wer aber einen Hund mit großen Kroketten hat, sollte das wissen. Über alle 57 Tage stand der Granary am Ende bei 114 von 114. Was ich in diesen acht Wochen gelernt habe, gilt aber für jedes Gerät.

So klemmt dein Futterautomat seltener

  • Nicht bis zum Rand füllen. Drei Viertel reichen. Ein voller Behälter drückt die Kroketten über der Öffnung zusammen.
  • Kroketten nachmessen. Leg ein paar Stück neben ein Lineal und vergleich mit der Angabe des Herstellers, bevor du kaufst.
  • Reservebatterien gleich mitkaufen. Und das Datum mit Edding draufschreiben, damit du weißt, wann sie dran sind.
  • Die ersten drei Tage danebenstehen. Jede Portion einmal wiegen. Danach kennst du dein Gerät.
  • Behälter alle zwei Wochen auswischen. Fettiges Futter hinterlässt einen Film, an dem die Kroketten später hängen bleiben.
Vor dem ersten UrlaubLass den Automaten mindestens eine Woche lang allein füttern, während du noch zu Hause bist. Und such dir trotzdem jemanden, der einmal am Tag reinschaut. Ein Automat bringt Futter, aber er merkt nicht, wenn der Wassernapf leer ist oder eine Katze nicht frisst.

Welches der vier Geräte bei dir hingehört, hängt weniger von der Technik ab als von deinem Alltag.

Welcher Automat zu dir passt

Petlibro Granary WiFi, wenndu öfter mehrere Tage weg bist, Trockenfutter fütterst und dich auf jede Mahlzeit verlassen willst. Auch für große Kroketten. Nicht für dich, wenn der Platz knapp ist oder das Surren im Schlafzimmer stören würde.
Petkit Fresh Element Solo, wenndu eine scheue Katze hast, wenig Platz und Kroketten bis 12 Millimeter. Füll ihn nur zu drei Vierteln, dann ist er fast so zuverlässig wie der Testsieger.
Cat Mate C500, wenndeine Katze Nassfutter braucht und du für einen Tag oder eine Nacht weg bist. Stell ihn in eine Ecke, falls du einen Otto hast.
Trixie TX2, wenndu ein bis zwei Mahlzeiten für einen langen Arbeitstag überbrücken willst und wenig ausgeben möchtest. Für eine Reise würde ich mich nicht auf ihn verlassen.

Preise und wo du kaufst

Alle vier haben wir selbst gekauft. Das kosten sie beim Schreiben, und ab diesem Preis würde ich zugreifen:

  • Petlibro Granary WiFi (5 Liter, Einzelnapf): rund 100 bis 120 € bei Amazon.de und im Petlibro-Shop. Die Version mit Doppelnapf kostet bei Zooplus 129,99 €. Gut unter 90 €.
  • Petkit Fresh Element Solo: 99,99 € bei Zooplus, ähnlich bei Amazon.de. Gut unter 85 €.
  • Cat Mate C500: rund 36 bis 48 € bei Zooplus, je nach Farbe und Aktion, auch bei Amazon.de. Gut unter 38 €.
  • Trixie TX2: 23,99 € bei Zooplus, die unverbindliche Preisempfehlung liegt bei 34,99 €. Trixie führen auch viele Fressnapf-Filialen. Gut unter 22 €.

Rund um den Black Friday am 27. November sinken die Preise der beiden App-Geräte erfahrungsgemäß am deutlichsten. Bei mir bleibt der Granary in der Küche, und Otto hat in acht Wochen mit festen Portionen 240 Gramm abgenommen. Er sieht das als persönlichen Angriff.

Mein Test der Katzenbrunnen für trockene Heizungsluft läuft seit dem 2. November, den Stand findest du unter Laufende Tests. Alles andere, was bei uns für Tiere schon fertig getestet ist, steht in der Kategorie Haustiere.

Häufige Fragen zu Futterautomaten

Welcher Futterautomat für Katzen ist am zuverlässigsten?

In unserem Test der Petlibro Granary WiFi. Er hat in 30 Tagen alle 60 Mahlzeiten pünktlich geliefert, über die gesamten 57 Tage alle 114, und nie geklemmt, auch nicht bei Stromausfall, ohne WLAN oder mit 15 Millimeter großen Kroketten. Der Petkit Fresh Element Solo kam auf 59 von 60, weil er einmal bei randvollem Behälter zu wenig ausgegeben hat.

Funktioniert ein Futterautomat bei Stromausfall?

Die Geräte mit Netzteil nur mit Reservebatterien, und die liegen meist nicht bei. Mit Batterien haben Petlibro Granary und Petkit Fresh Element Solo in unserem Test eine ganze Nacht ohne Strom überbrückt und pünktlich gefüttert. Cat Mate C500 und Trixie TX2 laufen ohnehin nur mit Batterien.

Kann man Nassfutter in einen Futterautomaten geben?

Nur in Automaten mit Fächern und Kühlakkus, also zum Beispiel in den Cat Mate C500 oder den Trixie TX2. Geräte mit Vorratsbehälter und Motor wie Petlibro und Petkit sind nur für Trockenfutter. Im C500 hatte das Nassfutter bei uns morgens 12 und abends 17 Grad, das reicht gut für einen Tag.

Wie lange kann ich meine Katze mit einem Futterautomaten allein lassen?

Ein Automat ersetzt keinen Menschen. Er bringt Futter, aber er sieht nicht, ob Wasser fehlt, das Klo voll ist oder eine Katze krank wird. Für ein Wochenende ist ein zuverlässiger Automat eine gute Hilfe, wenn trotzdem einmal am Tag jemand vorbeischaut. Lass ihn vorher mindestens eine Woche zur Probe laufen, während du noch zu Hause bist.