Emma Performance 26
Hybridmatratze mit Taschenfederkern und AirGrid-Schicht, 26 cm hoch
- Weicher Einstieg, stabiler Kern darunter
- Spürbar kühler als unsere alte Kaltschaummatratze
- Bewegungen des Partners kommen kaum an
- Oberbezug waschbar bei 40 °C
- Emma nennt weder Härtegrad noch Gewichtsgrenze
- Kante gibt beim Sitzen deutlich nach
- Nicht wendbar
- Listenpreis hoch, nur im Angebot fair
Unsere alte Matratze ist elf Jahre alt geworden. Das ist ungefähr doppelt so lang, wie man eine Matratze behalten sollte, und ausgerechnet ich wusste das. Ich war 35 Jahre Krankenschwester im Schichtdienst und habe unzähligen Patienten erklärt, wie wichtig guter Schlaf ist. Ich habe es trotzdem ignoriert, bis mein rechter Arm an vier von sieben Morgen eingeschlafen war.
Ich schlafe auf der Seite, fast immer rechts, und ich schwitze nachts leicht. Klaus, mein Mann, ist das Gegenteil: 1,91 Meter, 92 Kilo, Rückenschläfer, schläft überall und sofort ein. Eine Matratze, die uns beiden passt, war die Aufgabe. Und weil ich bei uns alles rund um den Schlaf teste, wurde daraus ein Test.
Die Wahl fiel auf die Emma Performance 26, das aktuelle Spitzenmodell von Emma in der niedrigsten Höhe. Emma verspricht, dass sie für alle Schlafpositionen passt. Wir haben 45 Nächte lang nachgeprüft, ob das für ein so ungleiches Paar stimmt.
Lieferung und die ersten zwei Tage
Die Matratze kam gerollt in einer großen Tragetasche statt im Karton. Das ist klüger, als es klingt: Die Tasche hat zwei Griffe, und damit haben wir das Paket zu zweit in den dritten Stock bekommen, ohne dass einer von uns rückwärts die Treppe runterfällt. Allein hätte ich keine Chance gehabt.

Auspacken, Folie aufschneiden, Matratze ausrollen. Nach wenigen Minuten hatte sie ihre Form ungefähr erreicht, nach 24 Stunden komplett. Wir haben nach 48 Stunden nachgemessen: 25,6 cm an der höchsten Stelle, also praktisch die versprochenen 26.
Der Neugeruch war am ersten Abend deutlich, eine Art neuer Turnschuh. Wir haben bei offenem Fenster im Wohnzimmer geschlafen und die Schlafzimmertür zugemacht. Am dritten Tag war nichts mehr zu riechen. Emma empfiehlt selbst 72 Stunden Lüften, und das würde ich genauso machen.
Ein Tipp, den ich gerne vorher gewusst hätte: Die Matratze passt in normale Spannbettlaken nur knapp. Wir mussten ein neues mit 30 cm Steghöhe kaufen, weil unser altes an den Ecken ständig absprang. Das ist das erste, was du bei der Bestellung mit in den Warenkorb legen solltest.
Das zweite ist ein Matratzenschoner. Nicht nur wegen der Hygiene, sondern wegen der 100 Nächte: Wenn du die Matratze zurückschicken willst, sollte sie ohne Flecken sein. Ein Kaffee im Bett am Sonntagmorgen reicht, um sich das zu verbauen. Wir haben einen dünnen, atmungsaktiven Schoner genommen, damit die Kühlwirkung nicht verloren geht.
Und dann noch ein Blick unter das Bett: Emma verlangt bei Lattenrosten einen Abstand von höchstens 7 cm zwischen den Latten. Unser alter Rost hatte 8,5 cm. Wir haben zwei zusätzliche Latten aus dem Baumarkt für 11 € eingezogen, das war in zwanzig Minuten erledigt und schützt die Federn vor dem Durchhängen.
Was in der Emma Performance steckt
Die Performance 26 hat acht Schichten. Oben ein Strickbezug mit feinen Luftlöchern, darunter die AirGrid-Schicht. Das ist ein flexibles Gitter aus offenen Luftkammern, das sich unter jeder Körperstelle einzeln zusammendrückt und dabei Wärme nach außen lässt. Dann folgen zwei MemoryAdapt-Schaumschichten, eine weichere und eine festere, eine Stützschicht, ein Taschenfederkern mit Zonen und verstärktem Schaumrand, noch eine Stützschicht und der Unterbezug.
Klingt kompliziert, fühlt sich aber einfach an: Du legst dich hin, sinkst ein paar Zentimeter weich ein, und dann ist Schluss. Die Federn darunter halten dich. Unsere Kollegin Birgit Hollstein, die als Physiotherapeutin arbeitet und der ich die Matratze beschrieben habe, nannte das „das Prinzip, das für Seitenschläfer meistens funktioniert: Schulter rein, Taille gestützt“.
Einen offiziellen Härtegrad nennt Emma nicht. Nach unserem Gefühl liegt sie in der Mitte, auf einer Skala von 1 (sehr weich) bis 10 (sehr fest) etwa bei 5. Ob das zu dir passt, hängt stark davon ab, wie du schläfst. Also fange ich mit mir an.
Die Seitenschläferin: was mit meiner Schulter passiert ist
In der ersten Woche war die Umstellung spürbar. Die alte Matratze hatte in der Mitte eine Kuhle, an die sich mein Körper über Jahre gewöhnt hatte. Auf der Emma lag ich plötzlich gerade, und das fühlte sich drei Nächte lang merkwürdig an. Klaus meinte, ich hätte mich „wie eine Katze auf einem neuen Kissen“ gedreht, bis es passte.
Ab der zweiten Woche wurde es besser, und zwar deutlich. Ich habe jeden Morgen notiert, ob mein Arm eingeschlafen war. Auf der alten Matratze waren es in den zwei Wochen vor dem Test 8 von 14 Morgen. In den letzten 30 Nächten auf der Emma waren es 3. Die Schulter sinkt tief genug ein, dass der Arm nicht mehr eingeklemmt wird.
Während des Tests trug ich einen Oura Ring, den mir Birgit nach ihrem eigenen Test ausgeliehen hat. Die nächtlichen Wachphasen sanken im Schnitt von 2,4 auf 1,6 pro Nacht. Ganz ehrlich: Einen Teil davon schreibe ich der Tatsache zu, dass mein Handy inzwischen nachts in der Küche liegt. Aber die Richtung stimmt, und mein Rücken fühlt sich morgens anders an.
„Ich wache nicht mehr mit dem Gefühl auf, dass mein rechter Arm jemand anderem gehört.“ Gudrun, Testnotiz nach Nacht 21
Der Rückenschläfer mit 92 Kilo
Bei Klaus war die Sache weniger eindeutig. Er fand die Matratze in den ersten Nächten zu weich. Seine Worte: „Ich liege gut, aber ich liege drin, nicht drauf.“ Wer eine feste Matratze gewohnt ist, erlebt den weichen Einstieg erst mal als Einsinken.
Nach etwa zehn Nächten hatte er sich daran gewöhnt. Rückenschmerzen hatte er in den 45 Nächten keine, und auf der Seite liegend, was er zum Einschlafen manchmal tut, fand er sie sofort angenehm. Mit dem Maßband haben wir nachgemessen, wie tief sein Becken einsinkt: etwa 5,5 cm, bei mir waren es an der Schulter 6 cm. Für einen Rückenschläfer mit seinem Gewicht ist das an der oberen Grenze, aber noch im grünen Bereich.
Das Problem ist ein anderes: Emma veröffentlicht keine Gewichtsgrenze. Wenn du deutlich über 100 Kilo wiegst und auf dem Rücken oder Bauch schläfst, würde ich die 100 Nächte Probeschlafen sehr bewusst nutzen und in Woche drei ehrlich Bilanz ziehen. Für uns beide hat sie gepasst, und damit kommen wir zu dem Test, den ich eigentlich am meisten erwartet hatte.
Hitze, Kante und Bewegung: unsere Messungen
Unser Test fiel mitten in die Hitzewelle Ende Juni und Anfang Juli. Im Schlafzimmer unter dem Dach waren es abends selten unter 25 °C. Für eine Matratze, die mit Kühlung wirbt, ist das der ehrlichste Test, den es gibt.
Wie bei jedem Schlafprodukt haben wir die Oberflächentemperatur nach einer Stunde Liegen mit dem Infrarot-Thermometer gemessen, direkt nach dem Aufstehen an der Stelle, wo die Hüfte lag. Unsere Messmethode steht auf der Seite So testen wir.

| Messung | Alte Kaltschaummatratze | Emma Performance 26 |
|---|---|---|
| Oberfläche nach 1 Stunde, Raum 25 °C | 33,6 °C | 31,2 °C |
| Einsinken an der Kante beim Sitzen | 8 cm | 7 cm |
| Einsinken in der Mitte beim Sitzen | 5 cm | 4 cm |
| Wasserglas-Test, Partner dreht sich | Wasser schwappt über | Oberfläche zittert, nichts läuft über |
2,4 Grad Unterschied an der Oberfläche klingen nach wenig. Im Bett sind sie der Unterschied zwischen „ich dreh das Kissen um“ und „ich muss die Decke wegstrampeln“. In den heißesten Nächten habe ich zwar trotzdem geschwitzt, aber nicht mehr an der Stelle, wo ich liege. Die Wärme staut sich nicht unter dir.
Die Kante ist die Schwachstelle. Wer morgens auf der Bettkante sitzt und sich die Socken anzieht, rutscht ein Stück nach unten. Bis ganz an den Rand schlafen kannst du, aber es fühlt sich weniger stabil an als die Mitte. Bei einer 140er-Matratze für zwei ist das relevant, weil man dort öfter an den Rand gedrängt wird.

Bei der Bewegungsübertragung dagegen ist die Emma richtig gut. Klaus hat noch zwei Jahre bis zur Rente und steht werktags um 6:10 Uhr auf. Früher bin ich davon jedes Mal aufgewacht. Nach 35 Jahren Schichtdienst schläft man ohnehin leicht. Auf der Emma habe ich es in den 45 Nächten laut Tagebuch sechsmal mitbekommen. Das allein war für mich fast das Geld wert.
Technische Daten und was die Emma wirklich kostet
| Merkmal | Emma Performance 26 |
|---|---|
| Höhe | 26 cm (auch als 28 und 30 cm erhältlich) |
| Aufbau | 8 Schichten: Strickbezug, AirGrid, 2 x MemoryAdapt, 2 x Stützschicht, Zonen-Taschenfederkern mit Schaumrand, Unterbezug |
| Härte | kein offizieller Härtegrad, nach unserem Eindruck mittel |
| Größen | von 90 x 200 bis 200 x 200 cm |
| Bezug | Oberbezug abnehmbar, waschbar bis 40 °C, Unterbezug nicht waschbar |
| Wendbar | nein |
| Unterlage | Lattenrost mit maximal 7 cm Abstand, Boxspring oder Boden |
| Probeschlafen | 100 Nächte, kostenlose Rücksendung |
| Garantie | bis 10 Jahre auf Kern und Federn, 2 Jahre auf Bezug |
| Preis beim Schreiben | 90 x 200 ab rund 749 € im Angebot, Listenpreis 939 € |
Das Wichtigste zum Preis: Zahl nie den Listenpreis. Emma hat in unserer Beobachtung praktisch immer eine Aktion laufen, und die Rabatte schwanken zwischen gut 20 und 40 Prozent. Wenn gerade kein gutes Angebot läuft, warte zwei, drei Wochen. Wir haben unsere 140 x 200 in einer Aktion rund ein Drittel unter Liste bekommen.
Ein Urteil der Stiftung Warentest speziell zur Performance 26 haben wir bei unserer Recherche nicht gefunden. Emma hat mit anderen Modellen in der Vergangenheit gute Noten bekommen, aber die gelten eben für andere Matratzen. Lass dich davon nicht verwirren.
Welche Emma für wen?
Emma hat inzwischen so viele Modelle, dass die Auswahl selbst ein kleiner Test ist. So würden wir sortieren:
- Emma Performance 26: Die Allrounderin für Seitenschläfer, Paare und alle, die warm schlafen. Unsere Empfehlung.
- Emma Performance 28 oder 30: Für Seitenschläfer mit breiten Schultern, die noch tiefer einsinken wollen. Für Rückenschläfer eher zu weich.
- Emma One: 18 cm reiner Schaum, deutlich günstiger. Gut fürs Gästebett oder das erste eigene Bett, aber spürbar wärmer und weniger stützend.
- Emma Original Flip: Schaummatratze mit zwei Härteseiten. Wenn du dir bei der Härte unsicher bist, die günstigere Wette.
Wie Emma gegen andere Marken abschneidet, zeigen unsere Testberichten, in denen wir auch Matratzen und Kissen laufend nachtesten.
Für wen sie passt und für wen nicht
Nach 45 Nächten: behalten wir sie?
Wir behalten sie. Die Emma Performance 26 hat mein Schulterproblem nicht wegoperiert, aber auf ein Drittel reduziert. Sie ist kühler, als ich es einer Matratze mit Schaumschichten zugetraut hätte, und sie hat den Wecker von Klaus aus meinen Nächten verbannt.
Die Kante und die fehlenden Angaben zu Härte und Gewicht sind echte Schwächen, und den Listenpreis ist sie nicht wert. Im Angebot ist sie für Seitenschläfer eine der besten Matratzen, die wir bisher im Test hatten. Und falls du wissen willst, wie der Ring meinen Schlaf so genau verfolgt hat: Das steht in Birgits Test des Oura Ring 4.
Häufige Fragen zur Emma Matratze
Welchen Härtegrad hat die Emma Performance 26?
Emma nennt keinen offiziellen Härtegrad. In unserem Test lag sie in der Mitte, mit weichem Einstieg und festerem Kern. Für Seitenschläfer passt das meist gut, sehr schwere Rücken- und Bauchschläfer sollten die Probezeit bewusst nutzen.
Wie lange riecht eine neue Emma Matratze?
Bei uns war der Geruch am ersten Abend deutlich und nach drei Tagen verschwunden. Emma empfiehlt 72 Stunden Lüften. Lass die Matratze am besten in einem gut belüfteten Raum auspacken und schlaf die ersten ein, zwei Nächte woanders.
Kann ich die Emma Matratze zurückgeben?
Ja, Emma bietet 100 Nächte Probeschlafen mit kostenloser Rückholung. Lies vor dem Kauf die aktuellen Bedingungen, und nutz einen Matratzenschoner, damit die Matratze bei einer Rückgabe in gutem Zustand ist.
Wird die Emma Performance im Sommer zu warm?
In unserem Test nicht. Nach einer Stunde Liegen war die Oberfläche 2,4 °C kühler als auf unserer alten Kaltschaummatratze, bei 25 °C Raumtemperatur. Wer sehr stark schwitzt, sollte zusätzlich auf ein luftiges Laken aus Baumwolle oder Leinen achten.
