Ninja Foodi MAX Dual Zone im Test: zwei Körbe, ein Fühler und ein spezieller Stecker

Eine Tochter, die kein Fleisch mehr isst, ein Sohn, der nur Cervelat will, und eine Fritteuse, die nicht in jede Steckdose passt. 38 Tage mit der Ninja Foodi MAX Dual Zone.

Regula steckt den Stecker der schwarzen Ninja Foodi MAX Dual Zone in eine Wandsteckdose neben dem Kochfeld, auf der Arbeitsfläche liegen Pouletschenkel und geschnittene Zucchetti

Bevor ich die Körbe auch nur angeschaut habe, habe ich den Stecker umgedreht. Berufskrankheit. Wer acht Jahre in einer Reparaturwerkstatt gearbeitet hat, liest zuerst das Typenschild und dann die Werbung.

Auf dem Schild stand 2’470 Watt. Und am Kabel hing ein Stecker mit drei eckigen Stiften, Typ 23. Der passt nicht in die gewöhnliche Schweizer Steckdose, in die du deinen Toaster steckst. Dazu gleich mehr, denn das ist die wichtigste Information in diesem ganzen Test, und sie steht auf keinem Werbebild.

Danach durfte die Ninja Foodi MAX Dual Zone mit dem Fühler, den Ninja Smart Cook System nennt, zeigen, was sie kann. 38 Tage lang stand sie in unserer Küche in der Berner Länggasse und hat 54 Garvorgänge mitgemacht. Für eine Familie, in der seit dem Frühling zwei verschiedene Menüs auf den Tisch müssen.

Unser Testergebnis38 Tage, 54 Garvorgänge

Ninja AF451EU Foodi MAX Dual Zone, Smart Cook System, CH-Stecker

Doppel-Heissluftfritteuse, 2 × 4,75 Liter Seite an Seite, mit Kabelfühler fürs Fleisch, 2’470 Watt

8,6
Sehr gut für Familien mit zwei Menüs★★★★☆ Preis beim Schreiben: um 220 bis 270 Franken
Garresultat9,1
Thermometer9,2
Bedienung8,7
Platz und Anschluss6,2
Das gefällt uns
  • Fühler traf die Kerntemperatur im Schnitt auf 1,2 Grad genau
  • Fleisch links, Gemüse rechts, beides gleichzeitig auf dem Tisch
  • Pommes Frites knusprig in 21 Minuten, ohne Vorheizen
  • Rund 40 Prozent weniger Strom als unser Backofen
Das stört
  • Schweizer Version braucht eine T23-Steckdose
  • Gut 40 Zentimeter breit
  • Endsignal laut und nicht leiser zu stellen
  • Nur ein Fühler, obwohl es zwei Körbe hat
Unser Urteil: Für Familien, bei denen abends zwei verschiedene Menüs gleichzeitig fertig sein müssen und oft Poulet, Schweinsfilet oder Lachs auf den Tisch kommt, ist das eine sehr durchdachte Doppel-Fritteuse. Vor dem Kauf aber unbedingt prüfen, ob in der Küche eine T23-Steckdose frei ist.

Der Stecker: bitte zuerst lesen

Eine normale Schweizer Steckdose vom Typ 13 ist für 10 Ampere gebaut. Bei 230 Volt sind das 2’300 Watt. Die Ninja zieht mit beiden Körben beim Aufheizen bis 2’470 Watt. Darum hat die Schweizer Ausführung einen Stecker Typ 23 mit eckigen Stiften. Er passt nur in eine T23-Dose, die für 16 Ampere ausgelegt ist. Mehrere Schweizer Händler weisen in der Produktbeschreibung ausdrücklich darauf hin.

T23-Dosen erkennst du an den eckigen Löchern. In neueren oder renovierten Küchen sitzt oft eine neben dem Kochfeld oder dort, wo einmal ein Geschirrspüler oder Tumbler angeschlossen war. Bei uns hat die Verwaltung die Küche 2017 erneuert, und genau eine T23-Dose ist geblieben, rechts vom Herd. Dort steht die Ninja jetzt. Der Wasserkocher ist umgezogen.

Rat aus der WerkstattBau den Stecker nicht mit einem Adapter auf eine gewöhnliche T13-Dose um und häng die Ninja nicht an eine billige Mehrfachsteckdose. Die Leitung dahinter ist dann für mehr Strom belastet, als sie tragen soll. Das merkst du nicht sofort, sondern irgendwann an einem angeschmorten Stecker. Wenn in deiner Küche keine T23-Dose ist, frag die Verwaltung oder eine Elektrikerin, bevor du bestellst.

Das klingt streng, ist aber der Punkt, an dem ich in der Werkstatt am meisten verbrannte Stecker gesehen habe. Ist die Steckdose geklärt, geht es um die eigentliche Frage: Braucht eine Familie zwei Körbe?

Warum wir zwei Körbe brauchen

Im April hat Anina, unsere Tochter, beim Znacht verkündet, dass sie ab sofort kein Fleisch mehr isst. Sie ist zwölf, und sie meint es ernst. Luca, neun Jahre alt, hat daraufhin erklärt, dass er dann ihre Portion Cervelat übernimmt. Stefan und ich essen beides. So sieht seither jeder Abend bei uns aus: ein Menü mit Fleisch, eines ohne, und beides soll zur gleichen Zeit auf dem Tisch stehen.

Mit dem Backofen hiess das: zwei Bleche, unterschiedliche Temperaturen, ein Kompromiss bei 200 Grad, bei dem das Gemüse verbrennt oder das Poulet zu lange braucht. Die Ninja hat zwei Schubladen mit je 4,75 Litern nebeneinander, jede mit eigener Heizung und eigenem Gebläse. Links Pouletschenkel, rechts Halloumi mit Zucchetti und Peperoni. Zwei Temperaturen, zwei Zeiten, ein gemeinsames Ende.

Und im linken Korb steckt, wenn wir wollen, ein Fühler im Fleisch. Er war der Grund, warum wir genau dieses Modell getestet haben, und er hat sich im Test die meiste Aufmerksamkeit verdient.

Der Fühler im Nachmesstest

Das Thermometer hängt an einem dünnen Kabel und wird seitlich in das Gerät gesteckt. Am Display wählst du die Fleischsorte, also Poulet, Rind, Lamm, Schwein oder Fisch, und für Rind und Lamm gibt es obendrein Garstufen von blutig bis durch. Die Nadel stichst du ins dickste Stück, schliesst die Schublade und drückst Start. Eine Zeit gibst du keine ein: Das Gerät gart so lange, bis der Fühler die gewählte Kerntemperatur erreicht, dann piept es und hört auf.

Ich traue keinem Fühler, den ich nicht selbst geprüft habe. Darum habe ich bei 19 Fleisch- und Fischgerichten direkt nach dem Signal mit unserem eigenen Einstichthermometer nachgemessen, jeweils an zwei Stellen. Im Mittel lagen die beiden Werte 1,2 Grad auseinander, nie mehr als 2,6. Das ist ein sehr gutes Resultat. Ein Schweinsfilet auf der Stufe für Schwein war nach 18 Minuten fertig, saftig und leicht rosa. Nach dem Ruhen zeigte unser Thermometer im Kern 63 Grad.

Nahaufnahme: Hand hält ein Einstichthermometer in einen Pouletschenkel im linken Korb der schwarzen Ninja Foodi MAX Dual Zone, daneben steckt der Ninja-Fühler
Gegenprobe: unser Einstichthermometer neben dem Ninja-Fühler. 19 Mal nachgemessen.

Zwei Fehler habe ich in der ersten Woche gemacht, damit du sie nicht machst. Beim ersten Pouletschenkel steckte die Spitze zu nah am Knochen, der Knochen leitet Wärme, und die Ninja hat drei Minuten zu früh abgeschaltet. Beim Lachs habe ich den Fühler zu flach eingestochen, die Spitze lag fast an der Oberfläche. Seither steche ich schräg von der Seite in die Mitte und kontrolliere einmal mit dem Finger, wo die Spitze sitzt.

«Du hast das Poulet ja gar nicht aufgeschnitten.» Stefan am vierten Abend, ehrlich überrascht. Früher habe ich jeden Schenkel angeschnitten, um nachzuschauen, ob er durch ist.

Ein Fühler steuert immer nur einen Korb. Für uns ist das kein Problem, weil im zweiten Korb sowieso Aninas Gemüse liegt. Wer in beiden Körben Fleisch hat, stellt den zweiten ganz normal auf Zeit. Wie die Ninja ohne Fühler kocht, hat sich an den übrigen Abenden gezeigt.

Was auf den Tellern landete

Zuerst die Pflicht. 800 Gramm Pommes Frites aus dem Tiefkühler kamen in die linke Schublade, 200 Grad im Modus Air Fry, nach neun Minuten einmal geschüttelt: nach 21 Minuten goldbraun und aussen knusprig, direkt aus dem Tiefkühler, ohne Vorheizen. Unser Backofen braucht für dieselbe Menge 34 Minuten plus zehn Minuten Aufheizen, und am Rand des Blechs werden sie trotzdem dunkler als in der Mitte.

Dann die Kür. Vier Pouletschenkel mit Haut, gesteuert über den Fühler, brauchten 24 bis 27 Minuten, die Haut rundherum knusprig. Tiefgekühlte Röstiplätzli waren bei 190 Grad nach 13 Minuten fertig. Und Lucas Lieblingsgericht, ein Cervelat mit eingeschnittenen Enden, sah nach acht Minuten bei 200 Grad genau so aus wie vom Feuer am Schulreisli. Luca hat das mit ernster Miene bestätigt.

Für Anina habe ich im rechten Korb gekocht: Halloumi in Würfeln mit Zucchetti und Peperoni bei 190 Grad in zwölf Minuten, Rüebli-Stängeli mit etwas Olivenöl in 14 Minuten bei 180 Grad. Die Stufe Max Crisp mit 240 Grad habe ich für Chicken Nuggets aus der Packung genutzt, die werden damit richtig kross. Gemüse verträgt diese Hitze nicht, die Spitzen verbrennen, bevor der Rest weich ist.

Regula zieht beide Schubladen der schwarzen Ninja Foodi MAX Dual Zone gleichzeitig heraus, links Pouletschenkel, rechts Halloumi mit Gemüse, ein Mädchen hält einen Teller hin
Links für die Fleischesser, rechts für Anina. Beide Schubladen piepen zur gleichen Sekunde.

Links und rechts haben bei uns praktisch gleich gebräunt, der Unterschied bei Pommes lag unter einer Minute. Einmal kam bei sehr nassem Gemüse etwas Dampf vorne an der rechten Schublade heraus. Den grössten Unterschied zu unserer alten Fritteuse macht aber nicht der Geschmack, sondern der Ablauf am Abend.

Sync, Match und unser Abendablauf

Mit Sync gibst du jedem Korb seine eigene Zeit und Temperatur. Die Ninja rechnet dann rückwärts und startet den kürzeren Korb später. Pommes brauchen 21 Minuten, Fischstäbli 12? Die Pommes laufen los, neun Minuten später springt die zweite Seite an, und beide piepen im selben Moment.

Mit Match übernimmt der rechte Korb einfach alles vom linken. Das ist praktisch, wenn Besuch kommt und alle dasselbe essen. An Lucas Geburtstagsfest mit sieben Kindern kamen so 1,6 Kilo Pommes Frites in einem Durchgang aus der Küche. Übrig blieb nichts.

Mit Fühler geht Sync nicht, denn wie lange das Fleisch braucht, weiss die Ninja vorher selbst nicht. So mache ich es nach zwei Wochen: Fleisch links mit Fühler starten, nach etwa zwölf Minuten rechts das Gemüse von Hand dazuschalten. Wenn das Fleisch zuerst fertig ist, darf es ruhen, bis das Gemüse piept. Genau diese fünf Minuten Ruhe braucht ein Pouletschenkel sowieso.

Die Bedienung besteht aus zwei Zonentasten, vier Pfeilen und einer klaren Anzeige. Die Anleitung lag ab dem dritten Abend in der Schublade. Anina hat in der zweiten Woche ihr Menü komplett allein gemacht, inklusive Temperaturwahl. Leiser wird der Abend damit allerdings nicht.

Lärm und Stromkosten

Im Betrieb rauscht die Ninja gleichmässig. Aus einem Meter Abstand habe ich 56 dB gemessen, etwa so viel wie eine Dampfabzugshaube auf mittlerer Stufe.

Das Endsignal ist eine andere Sache. Es gellt durch die ganze Wohnung, und eine Lautstärke-Einstellung gibt es nicht. Frau Zaugg, unsere Nachbarin eine Etage tiefer, hat mich nach einer Woche im Treppenhaus gefragt, ob wir neuerdings einen Wecker in der Küche hätten, der jeden Abend um halb sieben klingelt. Mäxu dagegen hat gelernt, dass nach dem Piepen manchmal ein Stück Poulet vom Tisch fällt. Er steht jetzt pünktlich in der Küchentür.

Beim Strom wird es erfreulich. Die vollen 2’470 Watt braucht sie bloss in den ersten Minuten, wenn links und rechts zugleich hochheizen. Gemessen habe ich mit einem Zwischenstecker-Messgerät, gerechnet mit 29 Rappen pro Kilowattstunde:

GerichtDauerVerbrauchKosten
800 g Pommes Frites, ein Korb, 200 °C21 Min.0,41 kWh12 Rappen
Pouletschenkel mit Fühler plus Gemüse, beide Körbe27 Min.0,86 kWh25 Rappen
Gleiches Menü im Backofen (Umluft, vorgeheizt)45 Min.1,41 kWh41 Rappen

Pro Abend sind das rund 16 Rappen weniger als im Backofen. Kocht man viermal pro Woche mit der Ninja, kommen gut 33 Franken im Jahr zusammen. Das ist kein Vermögen, aber im Sommer heizt sich die Küche nicht mehr auf wie eine Sauna, und das ist in einer Altbauwohnung mit Südfenstern fast mehr wert. Bleibt der Teil nach dem Essen.

Nach dem Essen: Putzen und kleine Ärgernisse

Körbe und Gitter sind antihaftbeschichtet und dürfen in die Abwaschmaschine. Ich wasche sie trotzdem meistens von Hand ab, weil aggressive Tabs jeder Beschichtung auf Dauer schaden. Ein Schwamm, heisses Wasser, etwas Abwaschmittel: Nach zwei Minuten glänzen sie wieder, sogar wenn Halloumi daran geklebt hat. Den Fühler wische ich mit einem feuchten Lappen ab, er darf nicht in die Maschine.

Ein Junge wäscht am Spültrog einen schwarzen Korb der Ninja Foodi MAX Dual Zone mit einer Bürste ab, daneben steht das Gerät mit offener Schublade
Abwaschdienst am Dienstag: Luca und der Korb mit den Cervelat-Resten.

Die Antihaftschicht hat die 54 Einsätze ohne Spuren überstanden. Keine Kratzer, keine matten Stellen. Ich wende nur mit einer Holzzange und nie mit einer Gabel.

Was dir im Alltag auffallen wird:

  • Breite: Gut 40 Zentimeter Arbeitsfläche sind weg. In einer schmalen Küche ist das viel, zumal der Platz neben der T23-Dose meist nicht frei wählbar ist.
  • Kabel: eher kurz. Unsere Dose sitzt direkt dahinter, sonst hätte es nicht gereicht, und eine Verlängerung ist bei dieser Leistung keine gute Idee.
  • Schubladen: Die rechte schloss bei uns manchmal nicht ganz, ich musste sie mit etwas Nachdruck zudrücken. Kochen tut sie trotzdem, aber es passt nicht zum sonst soliden Eindruck.
  • Kein Fenster: Wer nachschauen will, zieht die Schublade heraus. Das Gerät hält dann an und macht weiter, wenn sie wieder drin ist.

Technische Daten

WasAngabe für die AF451EU
Fassungsvermögen9,5 Liter, zwei Schubladen zu 4,75 Liter
Leistung2’470 Watt
Stecker Schweizer VersionTyp 23 (16 A), passt nicht in T13-Dosen
Temperaturbereich40 bis 240 °C
FunktionenMax Crisp, Air Fry, Braten, Backen, Aufwärmen, Dörren
Fleischfühlermit Kabel, Einstellungen für Poulet, Rind, Lamm, Schwein und Fisch
KomfortSync (gleiches Ende), Match (gleiche Einstellung), Pause beim Öffnen
AbwaschmaschinenfestKörbe und Gitter, Fühler nicht
Preis beim Schreibenum 270 Franken bei zaap.ch, im Preisvergleich zeitweise ab rund 220 Franken

Wie wir Küchengeräte messen, vom Strom bis zum Putzaufwand, beschreiben wir auf der Seite So testen wir. Die Zahlen sind das eine. Ob die Ninja in deine Küche passt, ist das andere.

Wem ich sie empfehle

Passt, wenndu für drei bis sechs Personen kochst, regelmässig zwei Menüs gleichzeitig brauchst, oft Fleisch oder Fisch zubereitest und in der Küche eine freie T23-Steckdose hast.
Passt eher nicht, wennbei dir nur ein oder zwei Personen essen, deine Küche nur gewöhnliche T13-Dosen hat, die Arbeitsfläche knapp ist oder bei dir fast nur Pommes und Gemüse in die Fritteuse kommen.

Die ehrliche Rechnung: Ohne Fühler gibt es fast dasselbe Gerät als AF400EU, beim Schreiben im Preisvergleich ab rund 200 Franken. Für den Fühler zu zahlen, lohnt sich ab etwa zwei Fleisch- oder Fischabenden pro Woche, besonders wenn dir Poulet immer wieder zu trocken gerät. Das war bei uns der Fall. Ich gebe den Fühler nicht mehr her!

Alternativen

  • Ninja Foodi MAX Dual Zone (AF400EU): Dieselbe Doppel-Fritteuse ohne Fühler. Gleiche Leistung, also auch hier auf den Stecker achten. Für alle, die ein eigenes Einstichthermometer haben.
  • Ninja Double Stack XL (SL400EU): Zwei Körbe übereinander statt nebeneinander, deutlich schmaler, dafür höher und ohne Fühler. Gut für kleine Küchen.
  • Ninja Foodi FlexDrawer (AF500EU): Eine grosse Schublade, die sich mit einem Einsatz in zwei Hälften trennen lässt. Praktisch für ein ganzes Poulet, weniger für zwei ganz verschiedene Menüs.

Wer lieber einen Alleskönner will, der auch Teig knetet und Saucen rührt, findet in Käthis Test des Thermomix TM7 eine ganz andere Preisklasse. Alle unsere Küchentests stehen im Ratgeber.

Nach 38 Tagen: Sie bleibt, an ihrer Steckdose

Bei uns hat die Ninja ein echtes Familienproblem gelöst. Seit Anina kein Fleisch mehr isst, stand ich abends zwischen zwei Blechen und zwei Temperaturen. Jetzt kommt links das Poulet, rechts das Gemüse, und beides steht gleichzeitig auf dem Tisch. Der Fühler hat mir das Anschneiden abgewöhnt, und das Fleisch war in 38 Tagen kein einziges Mal trocken.

Ein paar Abzüge gibt es: die Breite, das schrille Piepen, die rechte Schublade, die manchmal klemmt. Der grösste Stolperstein ist aber typisch schweizerisch: der T23-Stecker. Wer keine passende Dose hat, sollte das vor dem Kauf klären und nicht danach.

Luca hat übrigens beschlossen, dass Cervelat aus der Ninja fast so gut ist wie vom Feuer. Das «fast» hat er dreimal betont. Wir grillieren am Wochenende trotzdem wieder an der Aare, damit er den Vergleich nicht vergisst.

Was wir zur Ninja oft gefragt werden

Passt die Ninja AF451EU in eine normale Schweizer Steckdose?

Die Schweizer Version mit CH-Stecker hat einen Stecker Typ 23 und passt nur in T23-Dosen mit eckigen Löchern. Grund ist die Leistung von 2’470 Watt, die über den 2’300 Watt einer gewöhnlichen T13-Dose liegt. Adapter auf T13 sind keine gute Lösung.

Muss ich die Ninja vorheizen?

Nein. Alle 54 Garvorgänge in unserem Test starteten aus dem kalten Gerät, auch Tiefkühlprodukte direkt aus dem Tiefkühler. Die angegebenen Zeiten gelten ohne Vorheizen.

Wie genau ist das Thermometer der Ninja?

Bei 19 nachgemessenen Fleisch- und Fischgerichten wich es im Schnitt 1,2 Grad von unserem Referenzthermometer ab, höchstens 2,6 Grad. Wichtig ist, dass die Spitze genau im Zentrum des dicksten Stücks steckt und nicht am Knochen.

AF400EU oder AF451EU: Was ist anders?

Einzig der Fleischfühler und die zugehörigen Programme für Poulet, Rind, Lamm, Schwein und Fisch unterscheiden die AF451EU von der AF400EU. Volumen, Leistung und Grösse sind gleich.